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Knie

Über das Knie sind Ober- und Unterschenkel verbunden. Mit Hilfe von Kniescheibe, Muskeln, Sehnen und Bändern wird das Beugen und Strecken der Beine erst möglich. Ob Meniskusschaden, Kreuzbandruptur, Kreuzbandabriss oder Knorpelschäden – unsere Experten legen großen Wert auf individuelle Behandlungsverfahren und erfolgreiche Therapien.

Unterschiedliche Knieverletzungen & -behandlungen

Meniskusschaden

Bei den Menisken handelt es sich um 2 halbmondförmige aus Knorpel bestehende Ringe, die neben einer stabilisierenden auch eine puffernde Funktion als Schutz für den Gelenkknorpel haben.

Unser Ziel in der Behandlung von Meniskusverletzungen ist immer die meniskuserhaltende Therapie. Dabei wird der Meniskusriss mittels sich auflösender Zuckerschrauben, Nahtankern oder reißfesten Fäden repariert, so dass die Funktion des Meniskus vollständig erhalten bleibt. So werden die Folgeschäden nach Meniskusentfernung wie z.B. der Knorpelschaden mit folgendem Gelenkverschleiß vermieden. Sollte ein Meniskusschaden nicht reparabel sein erfolgt die sparsame Entfernung des verletzten Meniskusanteils. Im Falle der meniskuserhaltenden Behandlung erfolgt eine 6-wöchige Entlastungsphase an zwei Unterarmgehstützen. Diese Zeit benötigt der verschraubte Meniskus bis eine vollständige Heilung eingetreten ist. Bei einer Meniskus erhaltenden Therapie erreichen wir in unserer Klinik Erfolgsraten bis zu 94%.

Kreuzbandriss / Kreubandruptur

Das vordere und hintere Kreuzband bilden zusammen den zentralen Pfeiler des Kniegelenkes. Sie stabilisieren die Rollgleitbewegung des Kniegelenkes und verhindern, dass sich die Gelenkflächen gegeneinander verschieben. Durch plötzliche unkontrollierte Verdrehbewegungen des Kniegelenkes, die von der Muskulatur nicht abgefangen werden, kann es zum Zerreißen der Kreuzbänder kommen. Typische Mechanismen sind hierfür Verdrehungen des Körpers bei fixiertem Fuß. Häufig bei sogenannten „stop-and-go-Sportarten“ wie Fußball, Handball oder Basketball.
In der Regel kommt es beim  Kreuzbandriss zu einem deutlichen Anschwellen des Kniegelenkes durch einen Bluterguss mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung. Meist ist das vordere Kreuzband betroffen, Verletzungen des hinteren Kreuzbandes sind eher selten. Sind die akuten Symptome abgeklungen, kann es zu einer unterschiedlich stark ausgeprägten Instabilität des Kniegelenkes kommen. Langfristig führt dies zu Schäden an Knorpel und Menisken und am Ende zum Vollbild der Kniegelenksarthrose.

Therapie

Generell muss nicht jedes gerissene vordere Kreuzband operiert werden. Diese Entscheidung ist abhängig von Alter und Aktivität. Bei jungen, aktiven Patienten und Leistungssportlern ist dies jedoch fast immer notwendig. In Falle einer Operation wird ein Transplantat von der Innenseite des Oberschenkels als Ersatz für das gerissene Kreuzband eingesetzt.

Nachbehandlung

Nach der Operation eines Kreuzbandrisses wird das Bein mit einer beweglichen Knieorthese für 6 Wochen stabilisiert.  Während der gesamten Zeit, in der das Bein nicht voll belastet wird, muss eine Thromboseprophylaxe durchgeführt werden. Der Beginn der physiotherapeutischen Übungsbehandlung wird vom Operateur festgelegt.

 

Knorpelschäden

Nach dem Schluss der Wachstumsfugen ist der Gelenkknorpel bei Verletzungen oder Verschleiß nicht mehr in der Lage zu regenerieren. Im Laufe des Lebens nützt sich der Knorpel deshalb zunehmend ab. Mehr oder weniger entwickelt auf diese Weise jeder Mensch einen gewissen Gelenkverschleiß, wobei nicht jeder an entsprechenden Beschwerden leidet. Typische Beschwerden für eine Arthrose sind Morgensteifigkeit, Einlaufschmerzen, Schmerzen nach Belastung, Schwellneigung und Bewegungseinschränkung. Ein schmerzloses "feinsandiges Reiben oder Knirschen" kann Hinweis auf einen Knorpelschaden oder eine bereits vorliegende Arthrose sein.

Bei Vorliegen einer Arthrose ist nicht immer sofort eine Operation notwendig. Zunächst sollte eine konservative Therapie erwogen werden.

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