Multiple Sklerose

Wenn Sie mit dem Verdacht auf Multiple Sklerose (MS) zu uns überwiesen werden, werden unsere Experten Sie zunächst umfassend und gründlich untersuchen. Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Entzündungsherde in Gehirn und Rückenmark zerstören dabei die Markschneiden, die Umhüllungen der Nervenfasern und eventuell auch die Nervenfasern selbst. Die im Nerv weitergeleiteten Informationen kommen dadurch langsamer – oder gar nicht – an ihrem Zielort an. Die Krankheit kann zwar nicht geheilt werden, doch wir können sehr viel dafür tun, Ihren Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und zu verlangsamen. In den letzten Jahren hat die Medizin auch in diesem Bereich große Fortschritte gemacht.

Wenn Sie mit dem Verdacht auf Multiple Sklerose (MS) zu uns überwiesen werden, werden unsere Experten Sie zunächst umfassend und gründlich untersuchen. Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Entzündungsherde in Gehirn und Rückenmark zerstören dabei die Markschneiden, die Umhüllungen der Nervenfasern und eventuell auch die Nervenfasern selbst. Die im Nerv weitergeleiteten Informationen kommen dadurch langsamer – oder gar nicht – an ihrem Zielort an. Die Krankheit kann zwar nicht geheilt werden, doch wir können sehr viel dafür tun, Ihren Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und zu verlangsamen. In den letzten Jahren hat die Medizin auch in diesem Bereich große Fortschritte gemacht.

Die häufigsten Symptome der  Multiplen Sklerose sind:

  • Lähmungen einer Körperhälfte, von Armen oder Beinen oder des Gesichts
  • Sehstörungen
  • Empfindungsstörungen unterschiedlicher Körperregionen (Ameisenlaufen, Kribbeln, Taubheitsgefühle)
  • Gleichgewichtsstörungen, Schwindel , Blasen- und Mastdarmprobleme
  • Inkontinenz
  • Sprechstörungen
  • Schluckstörungen

Weitere Symptome können sein:

  • Stimmungsschwankungen
  • Depressive Symptome
  • Schlaflosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Konzentrationsschwäche
  • Krampfartige, brennende Schmerzen

Mediziner vermuten, dass  Multiple Sklerose durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren ausgelöst wird:

Vererbung

Multiple Sklerose ist keine Erbkrankheit – nachgewiesen ist allerdings, dass sie genetisch bedingt ist und so in einer Familie gehäuft auftreten kann.  Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung haben enge Verwandte ein zehn- bis dreißigfach erhöhtes Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken.

Umwelteinflüsse

Menschen, die nahe am Äquator aufwachsen und leben, erkranken deutlich seltener an Multipler Sklerose, als Menschen im Norden oder Süden der Erde – Nordeuropa und Nordamerika sind daher die Gebiete mit den meisten Multiple-Sklerose-Erkrankungen.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Multiple Sklerose kann viele verschiedene Symptome aufweisen, die auch von anderen Erkrankungen hervorgerufen werden. Falls Sie Ihr Hausarzt mit Verdacht auf Multiple Sklerose in unsere Klinik für Neurologie überweist, führen unsere Experten daher sehr umfassende und gründliche Untersuchungen durch.

Im ersten Schritt sprechen wir mit Ihnen über Ihre Beschwerden und erarbeiten mit Ihnen Ihre Krankheitsgeschichte (Anamnese).  Anschließend klären wir diesen Befund durch eine gründliche körperliche Untersuchung ab, die vor allem das Nervensystem umfasst.

Dabei hat die Magnetresonanztomografie (MRT) einen hohen Stellenwert: Hier wird das Gehirn „Schicht für Schicht“ abgescannt und auf Bildern dargestellt. In bestimmten Bildsequenzen sind helle Flecken auf dem dunklen Gehirngewebe zu erkennen – dies sind die Entzündungsherde. Auch eine Lumbalpunktion kann dem Nachweis von Multipler Sklerose dienen: Dabei entnehmen wir Nervenwasser und untersuchen es nach Hinweisen für diese Erkrankung.

Es kann oft mehrere Monate, und manchmal sogar über ein Jahr, dauern, bis die Diagnose gesichert ist.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Bis heute kann Multiple Sklerose nicht geheilt werden. Allerdings können wir sehr viel tun, um den Krankheitsverlauf und damit Ihre Lebensqualität positiv zu beeinflussen. Denn in den letzten Jahren hat sich in der Therapie viel getan.

Es gibt zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, die den Krankheitsverlauf verlangsamen und Sie vor schubartigen oder bleibenden Behinderungen schützen. So gewinnen Sie mehr Freiheit in Ihrem Alltag.

Diese Behandlungsmöglichkeiten gibt es

  • Akuter Schub: Dieser wird überwiegend mit Kortison behandelt, um die Symptome schnellstmöglich zurückzubilden
  • Medikamente im Krankheitsverlauf: Die Gabe erfolgt meist mittels Spritzen der immunprophylaktischen Therapie (ein- bis mehrmals pro Woche), um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen
  • Symptomatische Therapie: Hier werden einzelne Symptome der Multiplen Sklerose wie Spastik oder  Schmerzen individuell pharmazeutisch behandelt
  • Nicht-medikamentöse Symptombehandlung durch Physiotherapie, Ergotherapie oder Rehabilitationsmaßnahmen

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