Lungenkrebs (Thoraxonkologie)

Jährlich erkranken knapp 50.000 Menschen in Deutschland an Lungenkrebs, was ihn zur dritthäufigsten Krebserkrankung bei Männern und Frauen macht, leider ist der Lungenkrebs für die meisten krebsbedingten Todesfälle verantwortlich. Patienten sollten daher möglichst frühzeitig ein hochspezialisiertes Klinikum mit entsprechender ärztlicher Erfahrung aufsuchen.

Symptome zeigen sich häufig erst, wenn die Erkrankung schon weit fortgeschritten ist, kleine Tumore werden häufig nur zufällig entdeckt. Die Therapie und Diagnostik dieser Erkrankung stellt nach wie vor eine große Herausforderung dar und trotz intensiver Forschung auf diesem Gebiet bleibt die Prognose in vielen Fällen ernst. Umso entscheidender ist eine sichere Diagnose, exakte Bestimmung des Tumorstadiums und Erfahrung in der genauen Auswahl der Therapiemöglichkeiten und – Abfolge im Rahmen einer interdisziplinären Tumorkonferenz und modernste Therapieverfahren aus Onkologie, Chirurgie, Strahlentherapie  stehen zur Verfügung.

Patienten sollten daher möglichst frühzeitig ein hochspezialisiertes Klinikum mit entsprechender ärztlicher Erfahrung aufsuchen. Therapie und Heilungsaussicht bei Lungenkrebs hängen im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten, von der Ausdehnung seiner Erkrankung, also dem Stadium sowie von der Krebsform selbst. Kleinzellig oder nicht-kleinzellig – dieser Unterschied des Tumors bestimmt häufig die Behandlungsstrategie, etwa ob eine Operation und/oder ein Chemotherapie sinnvoll sind oder nicht.

Auf Grund der Lage ist die Lungenabteilung Harburg des Weiteren sehr vertraut mit der Diagnose und Therapie der Rippenfelltumoren (Mesotheliome). Häufig ist dieser Tumor durch berufsbedingten Asbest entstanden und wird in einer Kombination aus Chirurgie und Chemotherapie behandelt.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Zentrales Element der Diagnostik zum Lungenkrebs ist die Gewinnung einer Zellprobe (Histologie) des Tumors, hierfür stehen Lungenspiegelung (Bronchoskopie) aber auch andere Verfahren (Ultraschallgesteuert, CT-gesteuert, Chirurgische Probeentnahmen) zur Verfügung.

Es wird immer die Methode ausgewählt die für Patienten am risikoärmsten und am Erfolg versprechensten ist. Im weiteren Verlauf wird die Ausbreitung der Krankheit  meist mittels radiologischer Bildgebender Verfahren untersucht. Zentraler Punkt ist auch die Leistungsfähigkeit des Patienten, im Asklepios Klinikum Harburg steht eine moderne Lungenfunktion mit Belastungstest zur Verfügung. Es besteht eine langjährige Erfahrung der präoperativen Funktionseinschätzung und Bestimmung eines möglichen Operationsausmaßes. Ggf. wird eine genetische Analyse des Tumor veranlasst um eine zeilgerichtete Therapie zu ermöglichen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Welche Form der Behandlung für Sie ideal ist, wird auf Ihre individuelle Situation und Erkrankung in der Tumorkonferenz abgestimmt.

Die Lungenabteilung Harburg führt die Chemotherapien mit langer Tradition im Hause selbst durch, es steht eine Tagesklinik aber auch die Stationen bereit. Es werden alle modernen Therapieverfahren durchgeführt. Neben den klassischen Chemotherapien (auch in Kombination mit Operationen oder Strahlentherapien), herrscht eine große Erfahrung mit zielgerichteten Therapieformen und deren speziellem Nebenwirkungsmanagement. In Studien wird den Patienten ermöglicht schon vor der Zulassung von Substanzen mit neuen Therapien behandelt zu werden. Aktuelles Augenmerk liegt hier in den immuno-onkologischen Verfahren.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Über unsere Ambulanz eine onkologische Nachsorge und Beratung jederzeit möglich.

Diagnose Lungenkrebs

Ein Interview mit Stefan Meierling, Chefarzt der Abteilung Thoraxchirugie.

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