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Was sind Schluckstörungen?

Das Schlucken ist ein komplexer Vorgang der der Koordination von ca. 50 Muskelpaaren bedarf. Tritt eine Schluckstörung auf, kann es zum Eindringen von Speise oder Flüssigkeiten in die Luftröhre kommen. Schluckstörungen können zu Mangelernährung, Infekten der Atemwege bis hin zu Lungenentzündungen und Erstickungsanfällen führen. Wichtig sind die genaue Diagnostik sowie die daran anschließende Therapie, um diese potentiellen Komplikationen zu vermeiden:

Diagnostik: Klinische Schluckuntersuchung

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Instrumentelle Schluckdiagnostik

Die Empfehlung für eine instrumentelle Diagnostik wird auf Grundlage der semistandardisierten klinischen Schluckuntersuchung durch die Sprachtherapeuten gestellt. Abhängig von der Fragestellung stehen zwei Verfahren zur Wahl: die Videofluoroskopie des Schluckaktes und die flexible endoskopische Evaluation des Schluckens.

Fiberendoskopische Schluckuntersuchung

Bei der FEES wird ein flexibles Laryngoskop durch den Nasengang in den Rachen eingeführt. In einem ersten Schritt werden die Strukturen des Rachens und Kehlkopfes beobachtet und in einem nächsten Schritt verschiedene Funktionen (motorisch/sensorisch) überprüft. Die Patienten erhalten dann verschiedene Speisen und Getränke die für die Untersuchung z.T. angefärbt werden.

So kann die Schlucksicherheit objektiv beurteilt werden, die Gründe für eine Schluckstörung dargestellt und bei Bedarf die Effektivität von kompensatorischen Schluckmanövern überprüft werden. Die Untersuchung wird digital aufgezeichnet und anschließend von der Sprachtherapeutin im Rahmen einer Bild-für-Bild Analyse interpretiert und die weiteren Empfehlungen bezüglich Kost und Therapieverfahren festgelegt.

Der Abteilung Neurologie stehen drei von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Schlaganfallgesellschaft zertifizierte FEES Ausbilder zur Verfügung.

Videofluoroskopie

Die VFS ist eine klassische Tandem Untersuchung von Arzt und Sprachtherapeutin. Mit einer Röntgendurchleuchtung mit 30 Bildern pro Sekunde werden die Mundhöhle, der Rachen, die oberen Atemwege und der obere Anteil der Speiseröhre dargestellt.

 

Die Patienten erhalten verschiedene Speisen und Getränke die mit Kontrastmittel vermengt werden. Während des Schluckaktes werden sie durchleuchtet, sodass die Schlucksicherheit und –effizienz und die Ursachen einer möglichen Schluckstörung dargestellt werden können. Wenn indiziert, werden die entsprechenden kompensatorischen Schluckmanöver auf ihre Effektivität hin überprüft.

Die Untersuchung wird digital aufgezeichnet und anschließend von der Sprachtherapeutin im Rahmen einer Bild-für-Bild Analyse interpretiert und die weiteren Empfehlungen bezüglich Kost und Therapieverfahren gegeben. Die Beurteilung des Schweregrades wird mit Hilfe des New Zealand Index für Multidisziplinäre Evaluation des Schluckens (NZIMES) festgelegt.

Therapieangebote:

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Rehabilitative Therapiemethoden

die das Ziel verfolgen im Laufe der Zeit durch intensives Üben die zugrundeliegende Störung im besten Fall zu beheben (u.A.):

  • Übungen zur Kräftigung der Rachen- und Mundbodenmuskulatur (z.B. Shaker Manöver, Kräftiges Schlucken, Mendelsohn Manöver) – bei Bedarf mit Oberflächen-Biofeedbackgerät
  • Geschicklichkeitstraining mit Einsatz der BiSSkiT Oberflächen-Biofeedback-Software
  • Mund- und/oder zungenmotorische Übungen
  • Übungen zur Reduktion von Gesichtslähmungen

Kompensaorische Verfahren

also Verfahren, die sofort eine Verbesserung der Schluckeffizienz und/oder –sicherheit bewirken, ohne die zugrundeliegende Störung zu beheben (u.A.):

  • Diätetische Anpassung
  • Haltungsänderungen
  • Schlucktechniken

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