
Chefärztin
Annette Claßen
Klinik für Forensische Psychiatrie (Maßregelvollzug)
Die Forensische Psychiatrie Ochsenzoll ist Teil der Asklepios Klinik Nord in Hamburg. Sie erfüllt für die Freie und Hansestadt Hamburg einen besonderen gesetzlichen Auftrag: Hier werden Menschen behandelt, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung straffällig geworden sind und bei denen ein Gericht die Unterbringung in einem gesicherten psychiatrischen Rahmen angeordnet hat. 01_Startseite_Forensische Psych…
Der Auftrag lautet Besserung und Sicherung. Patient:innen werden psychiatrisch, psychotherapeutisch, pflegerisch, sozialtherapeutisch und rehabilitativ behandelt. Zugleich trägt die Forensische Psychiatrie Verantwortung dafür, Risiken zu erkennen und zu senken und damit die Bevölkerung bestmöglich zu schützen. Ziel ist es, Patient:innen zu stabilisieren, Rückfallrisiken zu reduzieren und eine verantwortbare Rückkehr in die Gesellschaft vorzubereiten.
Der gesetzliche Auftrag der Forensischen Psychiatrie verbindet Behandlung und Sicherheit. Je nach gerichtlichem Auftrag und individueller Situation gelten unterschiedliche rechtliche Aufnahme-, Behandlungs- und Nachsorgeformen. Dazu gehören unter anderem psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung, Pflege, soziale Stabilisierung, Rehabilitation sowie die Vorbereitung von Lockerungen, Entlassung und Nachsorge.
§ 63 StGB in Verbindung mit §§ 20, 21 StGB
Behandlung und Sicherung von Patient:innen, bei denen eine Straftat im Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung steht und ein Gericht die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet hat.
§ 64 StGB
Behandlung und Sicherung von Patient:innen, bei denen die Straftat im Zusammenhang mit der Abhängigkeitserkrankung steht und ein Gericht die Unterbringung in einer sog. Entziehungsanstalt angeordnet hat.
§ 126a StPO
Vorläufige Unterbringung während eines laufenden Strafverfahrens, wenn eine gesicherte psychiatrische Unterbringung erforderlich ist und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
§ 45 Abs. 2 HmbUVollzG / § 63 Abs. 3 HmbStVollzG
Medizinische und psychiatrische Behandlung von Untersuchungsgefangenen oder Gefangenen, wenn eine Versorgung in einem psychiatrischen Rahmen erforderlich ist.
§ 81 StPO
Stationäre Aufnahme zur Beobachtung und fachärztlichen Begutachtung im Auftrag des Gerichts.
§ 67h StGB
Vorübergehende Wiederaufnahme und intensive stationäre Behandlung für drei bis maximal sechs Monate, wenn sich im Verlauf der ambulanten Nachsorge eine akute Krise entwickelt.
§ 453c StPO
Wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, kann das Gericht vor dem möglichen Widerruf einer Aussetzung vorläufige Maßnahmen treffen und gegebenenfalls einen Haftbefehl erlassen.
§§ 68a, 68b StGB
Auch nach einer stationären Unterbringung kann eine forensisch-psychiatrische Behandlung und Betreuung erforderlich sein. Die Forensische Ambulanz unterstützt Patient:innen dabei, erreichte Stabilität zu erhalten, Rückfallrisiken weiter zu reduzieren und die Wiedereingliederung fachlich zu begleiten.
Akut- und Eingangsbehandlung, diagnostische Einschätzung und erste Stabilisierung. Die Abteilung schafft die Grundlage für die weitere forensisch-psychiatrische Behandlungsplanung.
Längerfristige Behandlungsverläufe, Suchterkrankungen, Stabilisierung, Rehabilitation und Wiedereingliederung. Die Abteilung begleitet auch Übergänge in nachstationäre Strukturen.
Akut- und Eingangsbehandlung, diagnostische Einschätzung und erste Stabilisierung. Die Abteilung schafft die Grundlage für die weitere forensisch-psychiatrische Behandlungsplanung.
Das Forensische Therapiezentrum bündelt therapeutische, rehabilitative, schulische und arbeitsbezogene Angebote. Dazu gehören unter anderem Arbeitstherapie, Ergotherapie, Schule, Kunsttherapie sowie Sport- und Bewegungstherapie.
Die Forensische Ambulanz begleitet Patient:innen nach der Entlassung und unterstützt ihre Reintegration. Sie ist außerdem Anlaufstelle für präforensische Fragestellungen und Angehörige.
Telefon: 040 181887-1627
Telefon: 040 181887-2536
Angehörige von Patient:innen der Forensischen Psychiatrie können in der Angehörigengruppe Beratung, Entlastung und Unterstützung finden.
Termin
Einmal im Monat, mittwochs von 17:00 bis 18:30 Uhr
Teilnahme und Erstkontakt
Vor der Teilnahme findet ein Vorgespräch statt. Für den ersten Kontakt wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Forensischen Psychiatrie.
Telefon: 040 181887-2513
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