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Erkrankungen der Leber

Die Leber ist das größte Organ im menschlichen Körper und wiegt zwischen 1.200 und 1.800 Gramm. Die Leber spielt beim Stoffwechsel eine zentrale Rolle. Sie entzieht dem Blut gefährliche Stoffe und produziert u. a. Galle für die Verdauung. Als einziges Organ außer dem Herzen ist die Leber in zwei Blutkreisläufe eingebunden. Etwa 2.000 Liter Blut fließen pro Tag durch sie hindurch. Sie liegt zwischen dem Darm und dem Rest des Organismus, so dass sie z. B. verhindert, dass Bakterien aus dem Darm in die Blutbahn gelangen. Wegen dieser strategischen Lage ist sie auch ein wichtiges Organ unseres Abwehrsystems. Ihre vielen Aufgaben machen die Leber lebenswichtig – zu viel Alkohol und Fett schaden ihr.

Wir helfen Ihnen bei:

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  • Hepatitis
  • Leberzirrhose
  • Primär skelrosierende Cholangitis (PSC)
  • Primär biliäre Cholangitis (PBC)

Hepatitis

Allgemein

Als Hepatitis werden Entzündungen der Leber bezeichnet, die in sechs verschiedenen Formen auftreten, wobei die Hepatits A, B und C die wohl häufigsten und bekanntesten sind. Zumeist lösen Viren eine Hepatitis aus (sog. Virushepatitis), aber auch Bakterien, Parasiten, übermäßiger Alkoholkonsum oder Medikamente können die Ursachen der Erkrankung sein. Erkrankte fühlen sich anfangs zumeist müde oder empfinden ein Druckgefühl im rechten Oberbauch. Später können charakteristische Symptome dazukommen indem die Haut und Teile der Augen eine gelbliche Farbe annehmen.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine Viruserkrankung, die über Schmierinfektionen übertragen wird. Der Erreger gelangt über fäkale Verunreinigungen aus dem Stuhl an Gegenstände oder Lebensmittel und kann so weitere Personen infizieren. In der Regel heilt eine Hepatitis A nach der akuten Phase komplett aus. Eine Behandlung gibt es nicht, die Infektion kann jedoch durch eine Impfung ausgeschlossen werden.

Hepatits B

Hepatitis B ist ebenfalls eine Viruserkrankung, wird aber sowohl sexuell als auch auf dem Blutweg (z.B. über Bluttransfusionen, Nadeln ) übertragen. Bei immunschwachen Patienten, Kindern oder Senioren, kann sie zu einer chronischen Erkrankung führen und ist ein Risikofaktor für Leberkrebs oder Leberzirrhose. Die Erkrankung selbst wird zumeist nur bei schweren Verläufen medikamentös behandelt. Eine Impfung ist jedoch auch hier sinnvoll und wird vor allem angeraten bei

  • Tätigkeit im Gesundheitswesen
  • Häufig wechselnden Sexualpartnern
  • Needelesharing (Gemeinsame Nutzung von Spritzbesteck bei Drogenabhängigen)

 

Hepatitis C

Hepatitis C wird vorrangig über den Blutweg übertragen und entwickelt sich in den meisten Fällen zu einer chronischen Erkrankung, die bisher bei ca. 1/3 der Patienten als Spätfolgen zu Leberkrebs oder einer Leberzirrhose geführt haben.  Patienten, die jetzt akut infiziert sind, haben durch neue medikamentöse Therapien mittlerweile jedoch eine Heilungschance von bis zu 99,9%., bei chronisch infizierten Patienten liegt diese bei bis zu 90%.

Wer sollte sich auf Hepatitis C testen lassen?

  •  Patienten mit Bluttransfusionen vor 1991
  •  Personen mit Tätowierungen oder Piercing
  •  Drogensuchterkrankte Patienten (bei „Needlesharing“)

 

Alkoholbedingte Hepatitis

Eine Leberentzündung kann auch durch extremen Alkoholkonsum entstehen, denn dieser zerstört das chemische Gleichgewicht der Leber. Die Folge sind Fetteinlagerungen, die bei weiterem Alkoholkonsum zu einer Entzündung der Leber führen können. Als Akutkrankheit kann dies bei schweren Verläufen ein Leberversagen verursachen. Entwickelt sich die Erkrankung chronisch, ist oftmals eine Leberzirrhose die Folge.

Wichtig zu wissen ist:  Die Leber kann sich wieder vollständig regenerieren, wenn bei Eintreten der Fetteinlagerungen der Alkoholkonsum sofort und konsequent eingestellt wird!

Weitere Erkrankungen der Leber

Leberzirrhose

Verschiedenste Lebererkrankungen führen im Endstadium zu einer Leberzirrhose, da diese die Leberstruktur zunehmend zerstört haben. Wegen der stetigen Schädigung des Lebergewebes hat sich die Leber dann zunehmend verhärtetet. Sie vernarbt, schrumpft und degeneriert zur sog. "Schrumpfleber". Da sich das so geschädigte Gewebe nicht mehr regenerieren kann, führt dies zu Problemen im ganzen Körper. Ein Fortschreiten der Erkrankung kann jedoch verhindert werden, sobald deren Ursache bekannt ist. In Deutschland entstehen die meisten Leberzirrhosen infolge einer Fettlebererkrankung oder einer Virushepatitis. In mehr als der Hälfte aller Fälle jedoch, entsteht eine Fettleber mit Leberzirrhose als Endstadium durch übermäßigen Konsum von Alkohol.

Primär sklerosierende Cholangitis (PSC)

PSC ist eine seltene, chronische Entzündung der Gallenwege in der Leber. Sie tritt besonders häufig bei Personen auf, die an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leiden. Bis heute ist die genaue Ursache der PSC unklar. Durch die dauerhafte Entzündung verengen und vernarben die Gallengänge, so dass sich die Galle staut, die Leber schädigt und eine Zirrhose hervorrufen kann. Bei der Diagnostik ist eine ERCP das Mittel der Wahl. Hierbei machen wir die Gallengänge bei einer radiologischen Untersuchung mit Hilfe von Kontrastmittel sichtbar. Gleichzeitig können wir ggf. Gewebeproben entnehmen, oder bereits verengte Stelle durch Einsetzen eines Röhrchens (Stent) durchlässig halten. Zusätzlich kann medikamentös behandelt werden.

Primär biliäre Cholangitis

Fast 90% alle PBC Patienten sind Frauen. Bei dieser Autoimmunerkrankung zerstört eine Entzündung die Gallengänge und führt zu einer Entzündung des Lebergewebes, die wiederum eine Zirrhose hervorrufen kann. Die Erkrankung wird medikamentös behandelt. Bei schwerem Verlauf kann eine Lebertransplantation notwendig werden

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