Überfunktion der Schilddrüse

Finden sich im Blut zu viele Schilddrüsenhormone, spricht man von einer Überfunktion (Hyperthyreose).

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Ärzte miteinander im Gespräch

Symptome einer Überfunktion der Schilddrüse könenn z. B. beschleunigter Herzschlag, Hitzegefühl, Gewichtsab- und Appetitzunahme sowie gesteigerte Reizbarkeit sein. Wir unterscheiden die immunogene Überfunktion (Morbus Basedow) und die nicht-immunogenbedingte Überfunktion (Autonomien). 

Beim Morbus Basedow wird die Schilddrüse durch Autoantikörper zur vermehrten Hormonproduktion angeregt. Dies führt oft zum Hervorteten der Augen aus der Augenhöhle. Diese Erkrankung ist in den meisten Fällen medikamentös gut behandelbar.

Autonomien können durch einzelne Knoten („heiße Knoten“) in der Schilddrüse, oder durch eine diffus gesteigerte Hormonproduktion in der gesamten Schilddrüse ausgelöst werden. In vielen Fällen hilft auch hier eine medikamentöse Behandlung. Es kann jedoch auch eine Radiojodtherapie oder eine Entfernung der Schilddrüse erforderlich werden.

Bei der Eingangsuntersuchung nehmen wir in der Regel die Erhebung Ihrer Krankengeschichte, den klinischen Befund (Tastbefund) sowie die folgenden Untersuchungen Ihrer Schilddrüse vor:

  • Labor
  • Ultraschall
  • Szintigraphie bei Bedarf (ein bildgebendes Verfahren mittels Gabe minimal radioaktiv markierter Stoffe)

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Bild: Chirurgin

In unserer Abteilung sorgen spezialisierte OP Techniken für ein minimiertes Eingriffsrisiko. Alle Op‘s werden mit Lupenbrille und intraoperativem Neuromonitoring in mikrochirurgischer Technik inkl. moderner Verfahren der Gefäßversiegelung durchgeführt. Dabei kommen intraoperativ Schnellschnittuntersuchungen zum Einsatz. 

Chefarzt Dr. H. Weih führt pro Jahr ca. 400 Schilddrüsenoperationen durch. Er ist Leiter des „Kompetenzzentrums für Schilddrüsen und Nebenschilddrüsenchirurgie“ an der Asklepios Klinik Seligenstadt, das seit 2013 von der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Endokrinologie (CAEK) der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie“ zertifiziert ist. Alle Eingriffe erfolgen ausschließlich durch spezialisierte Viszeralchirurgen mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der endokrinen Chirurgie. Darüber hinaus werden die Behandlungsdaten fortlaufend an ein nationales Register gemeldet, was eine kontinuierliche Qualitätskontrolle mit transparenten Behandlungsdaten gewährleistet.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Die stationäre Behandlungsdauer nach Ihrer Operation beträgt in Abhängigkeit von Grund und Art des Eingriffs durchschnittlich 2-3 Tage. Anschließend erfolgt die Überleitung in die ambulante Weiterbetreuung mit Sicherstellung einer optimalen medikamentösen Einstellung. Diese erfolgt stets in enger Abstimmung mit Hausarzt, Endokrinologen und Nuklearmedizinern.

Bei Fragen und Problemen ist eine Wiedervorstellung in unserem Kompetenzzentrum natürlich jederzeit möglich.

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