Knotenbildung in der Schilddrüse

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den sog. "heißen" und "kalten" Knoten. Kalte Knoten sind grundsätzlich Schilddrüsenbereiche, die nur noch wenige oder gar keine Hormone mehr bilden. Heiße Knoten sind dagegen Areale, die aktiver als andere Bereiche der Schilddrüse sind und mehr Hormone produzieren. 

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

EndokrinUltraschall2

Knoten in der Schilddrüse sind in den allermeisten Fällen gutartig. Verdächtig jedoch sind Knoten, die schnell wachsen und bei der Tastuntersuchung derb und wenig verschieblich sind. Auch wenn sich Schilddrüsenkrebs nahezu immer in „kalten Knoten“ verbirgt, bedeutet dies nicht, dass alle „kalten Knoten“ bösartig sind.

In der Ultraschalluntersuchung wird nach Kriterien gefahndet, die einen Knoten als „verdächtig“ ausweisen und zu weiterer Abklärung Anlass geben (unscharfe Begrenzung, Mikroverkalkungen, verminderte Echogenität, verstärkte Durchblutung sowie auffällige Lymphknoten in der Umgebung).

Ein weiterer diagnostischer Baustein ist die Szintigrafie, um Knoten als „heiß“ oder „kalt“ zu identifizieren. Hierbei wird vom Nuklearmediziner schwach radioaktives Technetium in eine Vene gespritzt und von den Schilddrüsenzellen wie Jod aufgenommen. Mit einer speziellen Kamera kann sodann nachgewiesen werden, ob ein Knoten vermehrt („heißer Knoten“) oder vermindert („kalter Knoten“) Technetium aufnimmt im Vergleich zum umgebenden Schilddrüsengewebe.

Gutartige Knoten werden nur dann operativ entfernt, wenn sie lokale Beschwerden wie Luftnot, Druck- und Engegefühl im Hals sowie Schluckbeschwerden verursachen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

EndokrinChir

In unserer Abteilung sorgen spezialisierte OP Techniken für ein minimiertes Eingriffsrisiko. Alle Op‘s werden mit Lupenbrille und intraoperativem Neuromonitoring in mikrochirurgischer Technik inkl. moderner Verfahren der Gefäßversiegelung durchgeführt. Dabei kommen intraoperativ Schnellschnittuntersuchungen zum Einsatz.

Chefarzt Dr. H. Weih führt pro Jahr ca. 400 Schilddrüsenoperationen durch. Er ist Leiter des „Kompetenzzentrums für Schilddrüsen und Nebenschilddrüsenchirurgie“ an der Asklepios Klinik Seligenstadt, das seit 2013 von der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Endokrinologie (CAEK) der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie“ zertifiziert ist. Alle Eingriffe erfolgen ausschließlich durch spezialisierte Viszeralchirurgen mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der endokrinen Chirurgie. Darüber hinaus werden die Behandlungsdaten fortlaufend an ein nationales Register gemeldet, was eine kontinuierliche Qualitätskontrolle mit transparenten Behandlungsdaten gewährleistet.

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