Informationsveranstaltung im Rahmen der Herzwoche 2026 im VitalZentrum
Beschreibung
„Wenn das Herz aus dem Takt gerät – Vorhofflimmern und die Gefahr Schlaganfall"
Im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung informiert Prof. Dr. C. Stremmel über eine unterschätzte, aber gut vermeidbare Schlaganfallursache.
Jährlich erleiden in Deutschland zahlreiche Menschen einen Schlaganfall – ein erheblicher Teil davon hat seine Ursache im Herzen. Auslöser ist häufig Vorhofflimmern, die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Dabei geraten die Vorhöfe aus dem Takt, das Blut strömt nicht mehr richtig, und es können sich Gerinnsel bilden – vor allem im linken Vorhofohr. Löst sich ein solches Gerinnsel, kann es über die Blutbahn ins Gehirn gelangen und dort ein Gefäß verschließen: ein embolischer Schlaganfall.
Das Tückische: Vorhofflimmern bleibt oft unbemerkt, weil es keine oder nur unspezifische Beschwerden wie Herzstolpern, Schwindel oder Leistungsschwäche verursacht. Umso wichtiger ist das frühe Erkennen – etwa durch regelmäßige Pulskontrolle, EKG oder moderne Wearables.
Die gute Nachricht: Wird Vorhofflimmern erkannt, lässt sich das Schlaganfallrisiko durch eine gezielte Behandlung deutlich senken. Zentral ist die gerinnungshemmende Therapie; für Patientinnen und Patienten, die diese nicht erhalten können, steht der Verschluss des Vorhofohrs als Alternative zur Verfügung. Auch Blutdruck, Gewicht und Lebensstil spielen eine Rolle.
Im Vortrag erläutert Prof. Stremmel, Chefarzt der Kardiologie an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz, wie Vorhofflimmern und Schlaganfall zusammenhängen, wie man Warnzeichen erkennt und welche Möglichkeiten der Vorbeugung es gibt.