Skoliose im Alter

Rückenbeschwerden im Alter: Wenn eine Skoliose die Lebensqualität einschränkt – Asklepios Fachklinik Hohwald sucht Studienteilnehmer

Datum26. August 2026
OrtHohwald

Rückenschmerzen und Bewegungseinschränkungen gehören für viele Menschen zum Alltag. Eine mögliche Ursache kann eine Skoliose sein – eine Veränderung der Wirbelsäule, die nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern in jedem Lebensalter auftreten kann. Während viele Formen früh erkannt und behandelt werden, ist die im Erwachsenenalter entstehende Skoliose bislang deutlich weniger erforscht. Die Erkrankung kann durch verschiedene Veränderungen der Wirbelsäule entstehen und zu zunehmenden Beschwerden führen. Um besser zu verstehen, wie stark sich diese Form der Skoliose auf den Alltag und die Lebensqualität auswirkt, führt die Asklepios Fachklinik Hohwald eine wissenschaftliche Studie durch und sucht dafür ehemalige Patientinnen und Patienten.

Wenn der Rücken den Alltag bestimmt

Eine Skoliose beschreibt eine Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule. Während manche Formen bereits im Kindes- oder Jugendalter entstehen, kann sich eine Skoliose auch erst im Erwachsenenalter entwickeln. Bei dieser Form spielt häufig eine sogenannte asymmetrische Degeneration eine entscheidende Rolle: Bandscheiben und Wirbelgelenke nutzen sich dabei nicht gleichmäßig ab. Durch diese einseitige Veränderung kann die Balance der Wirbelsäule gestört werden und es kann zu einer zunehmenden Verkrümmung kommen.

Die Folgen können für Betroffene sehr unterschiedlich sein. Während manche Menschen lange Zeit kaum Einschränkungen bemerken, entwickeln andere zunehmende Rückenschmerzen, eine eingeschränkte Beweglichkeit oder Schwierigkeiten bei alltäglichen Aktivitäten wie längerem Stehen, Gehen oder körperlicher Belastung. In fortgeschrittenen Fällen kann es durch eine Einengung des Nervenkanals zu Beschwerden wie Taubheitsgefühlen oder Schwäche in den Beinen kommen.

Studie soll Behandlung weiter verbessern

Die Wirbelsäulenchirurgie der Asklepios Fachklinik Hohwald hat sich auf die Behandlung beider Krankheitsformen spezialisiert und untersucht derzeit in einer wissenschaftlichen Studie, wie sich die Erkrankung tatsächlich auf das Leben der Betroffenen auswirkt. Im Mittelpunkt steht eine Frage, die für die Behandlung von großer Bedeutung ist: Stimmen die Veränderungen, die Ärztinnen und Ärzte auf Röntgen- und MRT-Aufnahmen erkennen, mit den Beschwerden überein, die Patientinnen und Patienten im Alltag erleben?

„Uns interessiert nicht nur, was auf den Bildern zu sehen ist, sondern vor allem, wie es den Menschen tatsächlich geht“, erklärt PD Dr. med. Peter Bernstein, ärztlicher Leiter der Studie und Oberarzt der Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Fachklinik Hohwald. „Nur wenn wir beides miteinander vergleichen, können wir künftig noch besser einschätzen, welche Behandlung für wen die richtige ist.“

Hoher Aufwand für aussagekräftige Ergebnisse

Für die Studie wurde eine eigene Software entwickelt, über die sowohl medizinische Bilddaten als auch die Angaben der Patientinnen und Patienten anonym ausgewertet werden können. Insgesamt wurden bereits rund 300 Behandlungsfälle identifiziert. Jedes einzelne Röntgen- und MRT-Bild wird von mehreren unabhängigen Expertinnen und Experten ausgewertet – insgesamt müssen dafür rund 9.000 Bildaufnahmen ausgewertet werden.

Die größte Herausforderung liegt derzeit jedoch an anderer Stelle: Für aussagekräftige Ergebnisse werden die Erfahrungen der Betroffenen benötigt. In einer ersten Auswertung antworteten allerdings nur etwa drei von zehn angeschriebenen ehemaligen Patientinnen und Patienten auf die zugesandten Fragebögen. Dabei liefern gerade diese Angaben wichtige Erkenntnisse darüber, wie stark die Erkrankung den Alltag beeinflusst und welche Behandlung langfristig den größten Nutzen bringt.

Jetzt an der Studie teilnehmen

Die Asklepios Fachklinik Hohwald ruft deshalb alle Patientinnen und Patienten, die dort aufgrund einer Verkrümmung der Wirbelsäule behandelt wurden, zur Teilnahme an der Studie auf. Jede Rückmeldung hilft dabei, das Verständnis dieser Erkrankung zu verbessern und die Behandlung zukünftiger Betroffener weiterzuentwickeln.

Mehr über die Wirbelsäulenchirurgie der Fachklinik Hohwald

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