Ich habe meinen Platz in der Pflege gefunden!

Datum29. Juni 2026
OrtTeupitz

Das sagt unsere Sara Tippel, Stationsleitung der privita Wahlleistungsstation. Sie ist Gesundheits- und Krankenpflegerin, liebt die Abwechslung des Berufes und das lebenslange Lernen.

Warum bist Du Krankenschwester geworden?

Während andere Kinder in meinem Alter Zeichentrickserien geschaut haben, war ich fasziniert von Arztserien. Das hat mich tatsächlich inspiriert, einen pflegerischen Beruf zu ergreifen. Meine Mutter war auch im sozialen Bereich tätig. Ich habe meine Mutter nach der Schule gerne von der Arbeit abgeholt, hab einiges mitbekommen und kennengelernt. Es war ganz schnell klar, was ich werden wollte, nämlich Krankenschwester.

Was macht Dir an Deinem Beruf die meiste Freude?

Ich liebe die Abwechslung an dem Beruf. Kein Tag gleicht dem anderen. Wenn Du morgens aufstehst, weißt Du nicht, was Dich am Tage erwartet. Ich könnte mich nicht täglich an den Rechner setzen und dann schon wissen, was ich den ganzen Tag bearbeiten werde. Ein Tag in der Pflege war, ist und bleibt spannend. Welchen Menschen werde ich begegnen? Welche Situationen sind zu bewältigen? Es vergeht kein Tag, an dem man nichts Neues über Krankheitsbilder und über sich selber und andere lernt. Es ist einfach ein spannender Beruf.

In welchen Bereichen der Pflege konntest Du bereits Erfahrungen sammeln?

Ich habe schon recht viele Bereiche kennenlernen dürfen. Die bisher längste Zeit war ich auf der Stroke Unit, der akuten Schlaganfall-Station. Dann war ich drei Jahre auf einer Weaning-Station, durfte in die Gerontopsychiatrie hineinschnuppern. Sehr gerne erinnere ich mich an meine Zeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Nach einer kurzen Auszeit bin ich dann wieder in der Erwachsenenpsychiatrie eingestiegen und zwar auf der Station für Suchterkrankungen. Die Suchterkrankungen haben mich schon immer interessiert. Sucht ist ein breites Spektrum. Es ist ja nicht nur das Thema Alkohol, an das die meisten gleich denken, dabei gibt es so viele Stoffe, nach denen man süchtig sein kann, ob das Tabletten sind, Drogen in verschiedensten Formen, Spielsucht und vieles mehr. Es war beeindruckend, wieviel ich hier jeden Tag gelernt habe.

Warum ist für Dich das Fachklinikum Teupitz der perfekte Arbeitgeber?

Die Klinik ist wahnsinnig familiär, bei jedem Schritt über das Klinikgelände trifft man Bekannte, man kommt sofort ins Gespräch, wir haben alle viel Spaß miteinander. Die Atmosphäre hier ist sehr herzlich und offen. Ich mag die ländliche, erholsame Umgebung hier. Der See, der Wald…Man ist fernab des Trubels. Die Mitarbeitenden sind entspannter und unsere Patientinnen und Patienten sind es oft auch. Sie kommen hier wirklich runter. Ich bin regional stark verwurzelt. Ich wohne in der Gegend, meine Kinder gehen hier zur Schule, meine ganze Familie samt Eltern ist hier. Ich finde es großartig, dass gerade hier auf dem Land und am Wasser eine solch tolle Klinik steht.

Gab es einen besonderen Moment in Deinem Beruf?

Da gab es nicht nur den einen, sondern einige. Natürlich war der allererste Tag als ausgelernte Krankenschwester so ein ganz besonderer Moment. Ich war nicht mehr die Schülerin Sara, sondern Schwester Sara. Das hat was mit mir gemacht, das war unfassbar toll. Ich glaube, das geht allen so. Ich durfte bei der Geburt von Kindern dabei sein, ich habe deren ersten Atemzug erlebt und bei alten oder schwerkranken Patienten den letzten. Das ist besonders. Nie vergessen werde ich eine Schlaganfallpatientin, die sich Wochen nach ihrem Aufenthalt auf der Stroke Unit noch einmal bei mir und einer anderen Kollegin schriftlich für unsere Arbeit bedankte. Und dann ich habe hier in Teupitz auch meinen Ehemann kennengelernt.

Du arbeitest jetzt als Stationsleitung auf der privita Wahlleistungsstation. Was ist das Besondere auf dieser Station?

Den Bau der privita Wahlleistungsstation habe ich aufmerksam verfolgt. Als ich meinem Mann davon erzählte, meinte er gleich „Mensch, das ist doch was für dich.“ Ich habe mich dann auf die Stellenausschreibung beworben und nach dem Bewerbungsgespräch hatte ich den Job als Stationsleitung. Das hört sich alles so einfach an, war es aber für mich nicht. Ich hatte schon einige schlaflose Nächte. Eigentlich habe ich mich auf der Suchtstation ja richtig wohl gefühlt. Aber trotzdem wusste ich: Es ist die richtige Entscheidung.

Die privita Wahlleistungsstation ist eine besondere Station, aber so soll es ja auch sein. Sie ist hell und weitläufig. Wir haben hier nur 12 Zimmer und sind damit sehr familiär. Jedes Zimmer hat einen eigenen Balkon, es gibt eine Patientenlounge. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal ist, dass unsere Patientinnen und Patienten ihren Hund mitbringen können. Durch unsere überschaubare Größe können wir sehr schnell eine enge und gute Patientenbindung aufbauen.

Was unterscheidet die Patienten auf der privita Wahlleistungsstation von den Patienten auf den anderen Stationen?

Bis auf den Versicherungsstatus, oft bedingt durch den Beruf oder durch Selbständigkeit, unterscheiden sich unsere Patientinnen und Patienten durch nichts von den anderen Patientinnen und Patienten im Fachklinikum Teupitz. Mensch ist Mensch.

Welche Empfehlung würdest Du jungen Menschen geben, die sich für einen Beruf entscheiden möchten?

Ich finde es wichtig, Schulpraktika wirklich sinnvoll zu nutzen und sich unbedingt berufsorientiert einen Bereich auszusuchen. Ferienarbeit ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, ins Berufsleben hineinzuschnuppern. Man sollte auch in sich hineinhören: Bin ich ein Teamplayer oder ein Einzelkämpfer? Und manchmal ist es auch hilfreich, in den Ferien in Bereichen zu arbeiten, in denen man später ganz bestimmt nicht tätig sein möchte. Ich habe meinen Platz in der Pflege gefunden und teile diese Entscheidung gerne. Schichtarbeit hat ja auch Vorteile. Ich kann Termine viel besser planen und organisieren. Besonders cool finde ich, nach der Nachtschicht nach Hause zu fahren. Dann kommen mir andere entgegen, die gerade losfahren zur Arbeit, aber ich kann ins Bett. Und das nach einer entspannten Autofahrt ohne Stau.