
Sarah Ludwig
Head of Investor Relations
Der ASKLEPIOS Konzern setzte seine operative Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 fort und erreichte konzernweit ein hohes Versorgungsniveau. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2.086.056 Patient:innen behandelt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 1.931.218 Patient:innen) entspricht dies einem Zuwachs von 8,0 %.
Die Zahl der stationär behandelten Patient:innen erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 auf 412.964 und lag damit 4,5 % über dem Vorjahresniveau von 395.014 Fällen. Gleichzeitig setzte sich das Wachstum im ambulanten Leistungsbereich fort; die Zahl stieg um 8,9 % auf 1.673.092 ambulant behandelte Patient:innen (Vorjahr: 1.536.204).
Vor dem Hintergrund der gestiegenen Leistungszahlen erwirtschaftete der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von EUR 3.297,8 Mio., was einem Anstieg von 4,8 % gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum entspricht. Das EBITDA stieg um 8,1 % auf EUR 323,4 Mio., wodurch sich die EBITDA-Marge auf 9,8 % verbesserte. Das Konzernergebnis nach Steuern (EAT) erhöhte sich von EUR 86,3 Mio. im Vorjahr auf EUR 90,2 Mio. Während die Ergebnisentwicklung damit ebenfalls positiv ausfiel, blieb die EAT-Marge mit 2,7 % auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Rahmenbedingungen im deutschen Krankenhausmarkt bleiben von hoher Veränderungsdynamik geprägt. Neben fortbestehenden inflationsbedingten Belastungen und steigenden Kosten wirken sich insbesondere regulatorische und gesundheitspolitische Maßnahmen zunehmend auf die wirtschaftlichen Perspektiven der Krankenhausträger aus. Gleichzeitig zeigen aktuelle Branchenerhebungen, dass steigende stationäre und ambulante Leistungszahlen vielerorts nicht ausreichen, um die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser nachhaltig zu stabilisieren.
Ein zentraler Einflussfaktor für die weitere Branchenentwicklung ist die fortschreitende Umsetzung der Krankenhausreform. Insbesondere die mit dem Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) verbundenen Veränderungen sowie die Einführung neuer Versorgungs- und Vergütungsstrukturen, darunter Hybrid-DRGs, und die aus dem Auslaufen von Unterstützungsmaßnahmen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKV-FinStG) sowie den jüngsten Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV-Beitragssätze resultierenden Belastungen verschärfen die finanziellen Herausforderungen für Krankenhäuser. Gleichzeitig beschleunigen Hybrid-DRGs die Ambulantisierung geeigneter Leistungen und verändern die Versorgungsstrukturen nachhaltig. Die langfristigen Auswirkungen auf Erlösstrukturen, Investitionsanreize und die wirtschaftliche Stabilität des Sektors sind weiterhin Gegenstand hoher Unsicherheit. Vor dem Hintergrund der bisherigen Geschäftsentwicklung bestätigt ASKLEPIOS dennoch die für das Geschäftsjahr 2026 abgegebene Prognose eines moderaten organischen Umsatzwachstums sowie einer leichten Verbesserung der wesentlichen Ergebniskennzahlen.
CEO Joachim Gemmel:
„Die Krankenhauslandschaft befindet sich in einem Transformationsprozess. Trotz steigender Patientenzahlen und einer dynamischen Entwicklung im ambulanten Bereich bleibt die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser angespannt. Gleichzeitig verändern Krankenhausreform, Leistungsgruppen, Hybrid-DRGs und die zunehmende Ambulantisierung die Versorgungsstrukturen grundlegend. ASKLEPIOS hat diese Entwicklung frühzeitig antizipiert und die strategische Positionierung des Konzerns konsequent daran ausgerichtet. Mit gezielten Investitionen, dem Ausbau sektorenübergreifender Versorgungsangebote und der Digitalisierung zentraler Prozesse schaffen wir die Grundlage, um den zukünftigen Anforderungen des Gesundheitswesens erfolgreich zu begegnen.“
CEO Marco Walker:
„Die Ergebnisse des ersten Halbjahres unterstreichen die finanzielle Stabilität und operative Leistungsfähigkeit des ASKLEPIOS Konzerns. Unser diversifiziertes Geschäftsmodell, die enge Vernetzung unserer Standorte und die konsequente Umsetzung unserer langfristigen Strategie bilden eine solide Grundlage für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Unterstützt wird dies durch eine robuste Finanzierungs- und Liquiditätssituation sowie einen weiterhin moderaten Verschuldungsgrad. In einem Marktumfeld, in dem sich die wirtschaftliche Lage vieler Krankenhäuser trotz steigender Leistungszahlen und zunehmender Ambulantisierung bislang nicht nachhaltig verbessert hat, gewinnen diese Stärken zusätzlich an Bedeutung. Krankenhausreform, Hybrid-DRGs und Maßnahmen zur Stabilisierung der Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung erhöhen den Anpassungsdruck innerhalb der Branche.“

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Konzernbereichsleitung Unternehmenskommunikation & Marketing