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Die 1.000. Geburt im Perinatalzentrum (PNZ) Altona ist in diesem Jahr eine ganz besondere: eine Kaisergeburt. Seit Jahresbeginn bietet die Geburtshilfe der Asklepios Klinik Altona diese Form des Kaiserschnitts an. Sie schafft es dadurch, höchste medizinische Sicherheit mit der Intimität und Wärme einer natürlichen Geburt zu verbinden. Den Unterschied macht der erste Blick: Sobald das Baby sanft entwickelt wird, wird das Sichtschutz-Tuch gesenkt. Die Mutter kann auf Wunsch aktiv miterleben, wie ihr Kind geboren wird – ein emotionaler Meilenstein.
„Auch mein erstes Kind wurde per Kaiserschnitt geboren. Damals war ich der letzte Mensch im Saal, der das Baby gesehen hat. Heute war ich eine der ersten – eine ganz tolle Möglichkeit für mich und meinen Mann, die Geburt aktiv zu erleben“, berichtet eine frischgebackene Zweifachmutter. Ihre kleine Kaja wurde vor den Augen der Eltern aus dem Bauch gehoben.
„Medizinisch passiert im Grunde dasselbe wie bei einem klassischen Kaiserschnitt. Aber für den Bindungsaufbau ist dieses aktive Miterleben ein spürbarer Vorteil für die Paare“, berichtet Dr. Rebecca Fischer, Oberärztin in der Geburtshilfe. Als Initiatorin des neuen Verfahrens im PNZ Altona hat sie Kaja selbst auf die Welt geholfen. „Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich danach im Geburtenbuch gesehen habe, dass unsere 1.000. Geburt in diesem Jahr eine Kaisergeburt ist“, beglückwünscht sie das Paar auf der Wochenstation. Mittlerweile ist Kaja bei ihrem großen Bruder Leon (2) zu Hause. „Die Frauen haben ein ganz anderes Dabei-Gefühl. Aus einem doch sehr ‚technischen‘ Ereignis wird ein echtes Geburtserleben“, zeigt sich auch Hebamme Maria Preßentin glücklich über die neue Möglichkeit.
Nach dem Auspulsieren der Nabelschnur übernimmt das Hebammenteam das Kind und das Sichtschutz-Tuch wird wieder angehoben. Während das OP-Team den Eingriff beendet, untersucht Hebamme Maria das Neugeborene kurz im Beisein des Vaters. Direkt danach darf Kaja auf die Brust ihrer Mutter. Dieser erste Haut-zu-Haut-Kontakt noch im OP ist entscheidend für den Stillstart, die Wärmeregulation des Kindes und das gemeinsame Ankommen.
Ihren Ursprung haben Kaisergeburten in Australien, wo Gynäkolog:innen sie 2008 als frauenzentrierte Technik („The natural caesarean“) beschrieben. Mittlerweile wird das Verfahren an immer mehr deutschen Kliniken eingeführt – und nun auch in Hamburg angeboten.
Kajas Eltern sind extra aus Mölln nach Altona gekommen. Aufgrund einer Endometriose-Erkrankung hatte das Paar lange auf die Erfüllung ihres Kinderwunschs warten müssen. „Bei der Geburt wollte ich dann auf Nummer sicher gehen und habe mich für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden – dieses Mal als Kaisergeburt“, berichtet die Mutter. Das PNZ Altona ermöglicht Kaisergeburten bei geplanten Eingriffen, aber auch dann, wenn der Kaiserschnitt erst unter der Geburt notwendig wird. Selbst bei den kleinsten Patient:innen ist das Verfahren anwendbar: „Als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) betreuen wir viele Risiko- und Frühgeburten. Die Kaisergeburt ist auch für diese sensiblen Starts ins Leben eine wunderbare Option. Die medizinische Überwachung des Frühchens bleibt dabei vollständig gewährleistet, während das Neugeborene enorm von der sofortigen Nähe zu den Eltern profitiert“, betont PD Dr. Martin Blohm, leitender Arzt Neonatologie und Intensivmedizin am Altonaer Kinderkrankenhaus. Eine Ausnahme bildet lediglich der Notkaiserschnitt, da hier die schnellstmögliche Versorgung von Mutter und Kind unter Vollnarkose absolute Priorität hat.
Die Asklepios Klinik Altona, das Altonaer Kinderkrankenhaus und das Zentrum für Pränatalmedizin an der Elbe laden ganz herzlich zu einem bunten Programm rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben ein. Besucher:innen können den Tag nutzen, um die Geburtsklinik kennenzulernen oder ihren Kindern zu zeigen, wo vielleicht alles angefangen hat. Egal ob im letzten Sommer oder vor mehreren Jahrzehnten.
Wann? 30.05.2026 | 11:00 – 17:00 Uhr
Wo? Perinatalzentrum Altona, Paul-Ehrlich-Straße 1, 22763 Hamburg
An den Hamburger Asklepios-Standorten Altona, Barmbek, Nord-Heidberg und Wandsbek bieten spezialisierte geburtshilfliche Abteilungen eine umfassende, rund um die Uhr verfügbare Versorgung – von der Schwangerenvorsorge und Pränataldiagnostik über die Hebammen-geleitete Geburt bis hin zur Betreuung von Risikoschwangerschaften. Die Versorgung reicht in allen Kliniken bis in die individuelle Wochenbettbetreuung; die Förderung der Eltern-Kind-Bindung ist dabei ein zentrales Anliegen. Im Jahr 2025 kamen in den vier Asklepios-Kliniken in Hamburg mehr als 8.300 Babys zur Welt (hamburg.de). Die Betreuung erfolgt durch interprofessionelle Teams aus Hebammen, ärztlichem, pflegerischem und therapeutischem Fachpersonal – ambulant wie stationär.
Sicherheit rund um Schwangerschaft und Geburt hat an allen Standorten höchste Priorität: Die interdisziplinären Teams trainieren regelmäßig seltene und komplexe Situationen im Rahmen des Asklepios-Formats S.A.V.E. In allen Kreißsälen sind spezialisierte Kinderärzt:innen vor Ort. Die angeschlossenen Neonatologien versorgen Früh- und Neugeborene unabhängig von Reifegrad oder Schwere ihrer Erkrankung, einschließlich extrem kleiner Frühgeborener.
Kajas Kaisergeburt: Das Bild zeigt den ersten Blick zwischen Mutter und Kind, während das Baby bei einer Kaisergeburt aus dem Bauch gehoben wird.
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