Kontakt Presseteam
Konzernbereich Unternehmenskommunikation & Marketing
An der Asklepios Klinik Wandsbek (Hamburg) ist eine neue klinische Studie zur Behandlung gefäßbedingter Wunden gestartet: Untersucht wird der Wirkstoff PB-TX-01 des Pharmaunternehmens PathoBlock, der die Anlagerung von Bakterien – insbesondere multiresistenter Keime – an menschliche Zellen verhindern und so die Wundheilung verbessern soll. Der Fokus liegt auf Patient:innen mit schweren Durchblutungsstörungen und diabetischem Fußsyndrom. Unter der Projektleitung von Prof. Dr. med. Christian-Alexander Behrendt, Chefarzt der Allgemeinen und Endovaskulären Gefäßchirurgie und Ärztlicher Direktor der Asklepios Klinik Wandsbek, wird in einer randomisierten, kontrollierten Machbarkeitsstudie die Behandlung mit PB-TX-01 mit der bisherigen Standardtherapie verglichen. Im Mittelpunkt stehen Wirksamkeit und Verträglichkeit des neuen Arzneimittels. Die Studie ist so angelegt, dass sie voraussichtlich innerhalb eines Jahres mit 100 Teilnehmenden abgeschlossen sein wird. Alleine in Hamburg sind Schätzungen zufolge bis zu 30.000 Menschen von chronischen Wunden betroffen.
„Wir sehen in der Asklepios Klinik Wandsbek täglich, welche Belastung schlecht heilende, gefäßbedingte Wunden für die Betroffenen darstellen“, erklärt Prof. Dr. med. Christian-Alexander Behrendt, Chefarzt der Allgemeinen und Endovaskulären Gefäßchirurgie und Ärztlicher Direktor der Asklepios Klinik Wandsbek. „Mit dieser Machbarkeitsstudie wollen wir prüfen, ob sich Keimbesiedelung, Wundheilung und Lebensqualität im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie messbar verbessern lassen. Unser Ziel ist, neue Erkenntnisse zu gewinnen, die wir möglichst schnell in die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten vor Ort einfließen lassen können“, so Prof. Behrendt.
Organisatorisch wird die Studie durch Asklepios Science & Research begleitet – das konzerneigene Bindeglied zwischen Medizin und Wissenschaft in den Asklepios Kliniken. „Unser Anspruch ist es, Forschung nah an der Versorgung zu betreiben“, betont Dr. med. Nele Geßler, Konzernbereichsleitung von Asklepios Science & Research. „Patient:innen sollen wissen: In einer Asklepios Klinik bekommen sie nicht nur bewährte Standardtherapien, sondern – wenn es medizinisch sinnvoll und gewünscht ist – auch Zugang zu innovativen Wirkstoffen und Behandlungsformen im Rahmen klinischer Studien. Die Studie in Wandsbek ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie wir Fragestellungen aus dem Alltag direkt in Forschung umsetzen“, so Dr. Geßler.
Für Patient:innen mit schwerer peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) oder diabetischem Fußsyndrom, die an der Asklepios Klinik Wandsbek behandelt werden, kann – sofern medizinisch geeignet – im Rahmen der ärztlichen Beratung geprüft werden, ob eine Teilnahme an der Studie infrage kommt. Die Entscheidung erfolgt individuell und nach ausführlicher Aufklärung. Damit ist die Klinik im Hamburger Osten nicht nur ein wichtiger Versorger bei Gefäßerkrankungen, sondern auch Teil einer aktiven Studienlandschaft, von der Patient:innen ganz konkret profitieren können.
Die Behandlung von Gefäßkrankheiten und durchblutungsbedingten Wunden gehört in Wandsbek seit fast 20 Jahren zum klinischen Alltag. Viele Betroffene kommen mit nicht heilenden Wunden in das Gefäßzentrum oder werden über die große Notaufnahme der Klinik aufgenommen. Besonders betroffen sind Menschen mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) oder diabetischem Fußsyndrom – Erkrankungen, die weltweit zunehmen. In Deutschland gelten rund 2,7 Millionen Menschen als Wundversorgungs-Patient:innen, darunter etwa 900.000 mit chronischen Wunden; häufig begleiten die Beschwerden Betroffene über Jahre, mit Schmerzen und Einschränkungen im Alltag. Zu den häufigsten Formen zählen das Ulcus cruris („offenes Bein“), Druckgeschwüre sowie diabetische Fußläsionen.
Mit dem Behandlungsangebot bereichert die Abteilung für Allgemeine und Endovaskuläre Gefäßchirurgie der Asklepios Klinik Wandsbek die Gefäßmedizin der Asklepios Kliniken Hamburg. Die Asklepios Klinik Wandsbek gehört zu den sieben Kliniken, davon vier Krankenhäuser der Maximalversorgung, die Asklepios in Hamburg betreibt. Dazu kommen vielfältige ambulante fachärztliche und therapeutische Angebote in den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), psychiatrischen und psychosomatischen Institutsambulanzen sowie Therapiezentren. Patient:innen profitieren bei der Behandlung von Gefäßerkrankungen von der interdisziplinären Behandlung innerhalb der Kliniken und der standortübergreifenden Zusammenarbeit in den Asklepios Kliniken Altona, Harburg, Nord, St. Georg und Wandsbek. Bereits seit 20 Jahren ist Asklepios ein verlässlicher Partner im Hamburger Gesundheitswesen und versorgt rund die Hälfte aller Krankenhauspatient:innen in der Hansestadt. Die intensive Zusammenarbeit von Spezialist:innen aus 28 medizinischen Disziplinen in standortübergreifenden Fachgruppen und interdisziplinären Netzwerken sichert eine besonders hohe Behandlungsqualität. Gemeinsam sorgen die unterschiedlich spezialisierten Expert:innen im Team für eine flächendeckende Spitzenmedizin für alle.

Studie zur Wundheilung an der Asklepios Klinik Wandsbek (v.l.n.r.): Assistenzärztin Dr. Hanna Schlichting, Chefarzt der Allgemeinen und Endovaskulären Gefäßchirurgie Prof. Dr. med Christian-Alexander Behrendt und Studienkoordinatorin Daniela Kühn von Asklepios Science & Research.
Konzernbereich Unternehmenskommunikation & Marketing
Konzernbereich Unternehmenskommunikation & Marketing