Frauenherzen schlagen anders - Wear Red Day

Datum3. Februar 2026
OrtLich
UrheberPatricia Rembowski

Inspiriert vom National Wear Red Day® in den USA, macht ein bundesweiter Aktionstag am 06. Februar 2026 auf die Frauen-Herzgesundheit aufmerksam. Denn Frauenherzen unterscheiden sich von Männerherzen: sie schlagen und erkranken anders.

„Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden bei Frauen immer noch unterschätzt, dabei sind diese Erkrankungen auch bei Frauen die häufigste Todesursache“, erläutert Dr. med. Annika Kriechbaum, Fachärztin der Abteilung Kardiologie in der Asklepios Klinik Lich und niedergelassene Ärztin im Asklepios Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ), die Patientinnen und Patienten mit kardiologische Krankheitsbilder versorgt.
Bereits seit 2003 wird in den USA der National Wear Red Day® begangen, nachdem die American Heart Association (AHA) alarmierende Zahlen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Amerikanerinnen veröffentlicht hat. Um hier über die Gefahren für betroffene Frauen aufzuklären und ein größeres Bewusstsein für die Problematik zu schaffen, rief man den heutigen National Wear Red Day® ins Leben, an dem die Bevölkerung dazu animiert wird, ihren Support durch das Tragen von roter Kleidung zu zeigen und aktiv gegen diese Krankheit vorzugehen.
„Nach 10 Jahren Aufklärungsarbeit konnte die AHA ein beeindruckendes Zwischenfazit ziehen: Die USA verzeichneten 21% weniger Todesfälle bei Frauen durch Herzkrankheiten“, berichtet Dr.med. Matthias Bayer, Teamchefarzt der Abteilung Kardiologie an der Asklepios Klinik Lich. Der erfahrene Kardiologe weiß um den Stellenwert des Themas, denn Herzerkrankungen und ihre Komplikationen wie der Herzinfarkt können in der Symptomatik und in ihrer Entstehung je nach Geschlecht verschieden sein. 
Aus diesem Grund kommt das Team um Dr. Matthias Bayer, gerne der Initiative des Beirats Gesundheitsförderung der Healthcare Frauen e.V. nach und macht beim Aktionstag mit. Unter dem Hashtag #GoRed werden in den Sozialen Medien Informationen veröffentlicht, die auf die Herzgesundheit von Frauen aufmerksam machen. 
Dr. Annika Kriechbaum fasst in diesem Zusammenhang die wichtigsten Punkte zusammen: „Warnsignale ernst nehmen: Engegefühl im Brust- oder Oberbauchraum, Übelkeit, extreme Erschöpfung oder Kopfschmerzen sind bei Frauen häufige Herzinfarkt-Symptome“, und macht auf eine weitere wichtige Komponente aufmerksam, die hormonelle Umstellung. „Vorsorge ist essentiell wichtig, besonders für Frauen ab 40 Jahren, deren Risiko durch hormonelle Veränderungen steigt.“

Infos:
Die Asklepios Klinik Lich ist Kooperationspartner der Deutschen Herzstiftung e.V., die nach eigenen Angaben, die größte gemeinnützige und unabhängige Anlaufstelle für Patient:innen, Angehörige und Interessierte im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland ist. Auf Ihrer Website veröffentlicht die Herzstiftung zahlreiche Informationen, Broschüren, Tipps zur Prävention und Tests, speziell auf die Herzgesundheit von Frauen zugeschnitten.

 

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