Asklepios Paulinen Klinik: Digitale Arzneimittellogistik verbessert Versorgung und entlastet Pflege

Datum21. Oktober 2025
Die Asklepios Paulinen Klinik hat ihre Medikamentenversorgung neu organisiert und setzt ab sofort auf ein modernes, digital gestütztes Unit-Dose-System.
Das Motiv zeigt vier Mitrarbeiter:innen auf dem Gang der Station bei der Einführung von Unit Dose.

© APK

Start des neuen Unit-Dose-Systems: Das Staionsteam mit Bereichsleiter Herr Renninger präsentiert die ersten Medikamenten-Tabletts für eine sichere und effiziente Versorgung.

Damit folgt die Klinik dem „Aktionsplan zur Arzneimitteltherapiesicherheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit und setzt ein zukunftsweisendes Verfahren zur Verbesserung der Patientensicherheit und Prozessqualität um. Kern des neuen Systems ist die patientenindividuelle, tagesaktuelle Verblisterung oraler Medikamente wie Tabletten und Kapseln durch die Krankenhausapotheke. Die ärztliche Verordnung erfolgt digital, wird pharmazeutisch geprüft und anschließend automatisiert verpackt. Die Lieferung erfolgt direkt auf die Station – exakt abgestimmt auf die Bedürfnisse der einzelnen Patientinnen und Patienten.

„Mit der Einführung des Unit-Dose-Verfahrens schaffen wir mehr Sicherheit in der Arzneimitteltherapie, entlasten unsere Pflegekräfte und verbessern die Versorgungsqualität nachhaltig“, sagt Geschäftsführerin Antonia Schenk Gräfin von Stauffenberg.

Bisher wurden Medikamente manuell durch das Pflegepersonal zusammengestellt – ein zeitintensiver Prozess, der nun durch digitale Abläufe ersetzt wird. Das neue System ermöglicht zusätzliche Kontrollmechanismen: Jede Verordnung wird mehrfach geprüft – durch pharmazeutisches Fachpersonal und automatisierte Systeme – bevor die Medikamente ausgeliefert werden. Nach der Lieferung erfolgt eine weitere Kontrolle durch das Stationsteam. Durch die präzise, bedarfsgerechte Lieferung werden Überbestände vermieden und pharmazeutische Abfälle reduziert. Die Medikamentenschränke auf den Stationen werden übersichtlicher und die Lagerhaltung verschlankt. Für Notfälle und Neuaufnahmen stehen zentrale Medikamentendepots zur Verfügung, sodass jederzeit eine sichere Versorgung gewährleistet ist. Von der neuen Arzneimittellogistik profitieren jährlich rund 14.000 stationäre Patientinnen und Patienten der Asklepios Paulinen Klinik.