Pflegefachkraft weil Superheld keine offizielle Berufsbezeichnung ist!

Das sagt unsere Stephanie Arndt, freigestellte Praxisanleiterin im Asklepios Fachklinikum Teupitz. Sie ist Gesundheits- und Krankenpflegerin und hat schon in vielen Bereichen des Fachklinikums gearbeitet. Jetzt widmet sie sich mit Herzblut der Ausbildung und wie sie das macht, erfahrt ihr in diesem Interview.
Wie wird man Praxisanleiterin und was macht diese Arbeit so besonders?
Nach meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin bin ich nun seit 2008 hier in Teupitz in der Pflege beschäftigt. Zu Beginn habe ich in der Psychiatrie gearbeitet und bin dann in die Neurologie gewechselt. Ich habe mich weitergebildet, Zusatzausbildungen absolviert und war dann auch schon in der Neurologie als Praxisanleiterin für unsere dortigen Azubis tätig. Als meine jetzige Stelle frei wurde, habe ich erst überlegt, wer sich dafür von meinen Kolleginnen und Kollegen eignen würde und wen ich die Stellenausschreibung vorschlagen könnte. Dann kam mir der Gedanke: Eigentlich ist das ist doch genau das, was du willst! Und jetzt bin ich hier, plane die Einsatzstationen, koordiniere die Anleitungstermine auf den Stationen und bin ab dem 1. Tag der Ausbildung bei der persönlichen Entwicklung unserer Azubis dabei.
Um zu verstehen, wie die heutige junge Generation tickt, habe ich mich mit dem Thema Generationen beschäftigt. Wie agieren die jungen Menschen mit- und untereinander, wie lernen sie? Was kann ich als Praxisanleiterin von ihnen erwarten und wie kann ich sie bestmöglich unterstützen. Generationsübergreifend können wir vieles voneinander lernen. Es macht einfach einen Unterschied, wie man miteinander umgeht.
Was ist deine Intention als Praxisanleiterin zu arbeiten?
Die Entwicklung der Pflegeausbildung hat mich schon immer interessiert. Als Praxisanleiterin bin ich nah an den Auszubildenden, kann die Richtung mitbestimmen und sie mit meiner Begeisterung für die Pflege anstecken. Ich möchte ihnen mitgeben, dass die Tätigkeit in der Pflege bedeutsam und erfüllend ist. Dass es auch die eigene Persönlichkeit stärkt, am Ende des Dienstes in zufrieden- gepflegte Patientenaugen zu schauen.
Gemeinsam mit einem Team von 15 Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern auf den Stationen und in unseren Tageskliniken möchten wir ihnen durch praktischen Anleitungen Fachwissen vermitteln und Sicherheit geben. Sie sollen ein gesundes Selbstvertrauen gewinnen und während der Ausbildung ihre berufliche Identität entwickeln.
Wenn ich sehe, wie Azubis selbständiger werden, wenn sie immer mehr Aufgaben übernehmen, wenn sich ihre anfängliche Zurückhaltung in Selbstbewusstsein wandelt, wenn sie im Laufe der Zeit routinierter werden, bin ich stolz. Und alle anderen Kolleginnen und Kollegen auch. Das sind schöne und besondere Momente.
Was erwartet zukünftige Azubis im Asklepios Fachklinikum Teupitz?
Zu Beginn der Ausbildung machen sich unsere Azubis vertraut mit den Grundlagen der Pflege. Das geschieht in der Neurologie, also auf unseren somatischen Stationen. Sie lernen hier die Grundpflege kennen, Vitalzeichen messen und natürlich den Umgang mit unseren Patienten. Im ersten Ausbildungsjahr starten die Azubis bei uns im Fachklinikum. Im zweiten Lehrjahr sind sie in externen ambulanten Hauskrankenpflegen oder in der stationären Langzeitpflege in Einrichtungen hier in der Region eingesetzt.
Im dritten Lehrjahr haben unsere Azubis hier im Fachklinikum ihren Vertiefungseinsatz, bereiten sich auf die Prüfungen vor und können gemeinsam mit uns überlegen, auf welcher Station sie nach Abschluss der Ausbildung arbeiten möchten. Auf dieser Station können sie dann auch ihre Abschlussprüfung ablegen.
Unsere Azubis erleben bei uns ein wertschätzendes Lernklima: Unsere Klinik ist eine kleine Einrichtung in der sich alle Kolleginnen und Kollegen viele Jahre kennen und jeder die Arbeit des anderen wertschätzt. Wir stehen alle eng im Austausch und Gespräche sind besonders im psychiatrischen Behandlungsgebiet an der Tagesordnung. Unsere Auszubildenden gehören ab dem allerersten Ausbildungstag selbstverständlich zum Team.
Den theoretischen Teil der Ausbildung absolvieren unsere Azubis in der Gesundheitsakademie Heinz Sielmann, je nach Wohnort können unsere Azubis den Standort Wildau oder Lübben wählen. Die enge Zusammenarbeit mit der Gesundheitsakademie ermöglicht uns eine sehr gute Ausbildung unserer Azubis.
Unser Motto für unsere Azubis hier in Teupitz ist: „Wir fördern deine Stärken und stützen dich dort, wo du noch wachsen möchtest!“ Individuelle Förderung und Begleitung stehen bei uns an erster Stelle, denn jeder Mensch lernt anders. Um unsere Azubis gut kennenzulernen und ihre Stärken und Interessen besser in die Praxis zu transferieren, finden während der Praxiszeit regelmäßig Reflexionsgespräche statt. In diesen Gesprächen können unsere Azubis ihren aktuellen Stand im Team reflektieren und sich bei Lernaufgaben mit ihren Praxisanleitern und ihren Mitschülern austauschen.
Was macht die Ausbildung bei Euch so besonders?
Unser Fachklinikum verfügt über eine hohe Expertise in der Neurologie und der Psychiatrie. Unsere Azubis können hier eine Menge lernen und sich Spezialwissen aneignen. Uns zeichnet eine sehr familiäre Atmosphäre aus. Hier kennt jeder jeden. Unsere Duz-Kultur macht vieles leichter. Azubis können jedem Fragen stellen und um Hilfe bitten. Wir tauschen uns aus und helfen einander. Wir arbeiten sehr flexibel und nehmen uns Zeit für die Ausbildung. Es ist uns wichtig, unsere Azubis von Anfang an als Kolleginnen und Kollegen in den Teams zu integrieren. Sie können vom ersten Tag an Verantwortung übernehmen. Externe Azubis der VS-Bürgerhilfe, der KMG Kliniken Luckenwalde, Notfallsanitäter und Azubis anderer umliegender Hauskrankenpflegen sind gerne bei uns. Sie profitieren von den psychiatrischen Einsätzen in denen das Nähe-Distanz-Verhältnis gegenüber Patienten, deeskalierende Kommunikationsvorgaben und der multiprofessionelle Austausch mit ärztlichen und therapeutischen Kollegen die Grundlage der Therapien sind.
Wie ist die Vergütung geregelt?
Unsere Auszubildenden erhalten eine tarifliche Vergütung nach TVöD für Auszubildende. Zusätzlich werden sie anteilig an den Jahressonderzahlungen beteiligt und erhalten 30 Tage Urlaub im Jahr.
Was bieten Sie Ihren Azubis in der Klinik?
Alle Auszubildenden bekommen zum Start der Ausbildung ein Tablet, das nach der Probezeit in ihr Eigentum übergeht. Sie können wie alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Benefits des Asklepios-Konzerns nutzen, zum Beispiel Vergünstigungen im Fitness-Studio oder ein Job-Bike.
Wir halten eine preiswerte Azubi-WG mit in fußläufiger Nähe unseres Fachklinikums vor, für die sich Azubis monateweise anmelden können. Sportbegeisterte sind hier gut aufgehoben. Der Teupitzer See liegt vor der Tür. Auch Naturfreunde kommen hier auf ihre Kosten.
Welche Zukunftsaussichten haben Azubis in Eurer Klinik?
Auf jeden Fall haben alle Azubis, die ihre Ausbildung bei uns erfolgreich abschließen, gute Aussichten. Nach dem Probehalbjahr bekommen alle einen unbefristeten Arbeitsvertrag entweder hier in der Klinik oder in ihrer Wunschklinik innerhalb des Asklepios Konzerns. Die Übernahme nach der Ausbildung ist damit garantiert. Kurz vor Abschluss der Ausbildung führen wir mit unseren Azubis ein Perspektivgespräch durch. Hier können sie ihre Wünsche äußern und die Station benennen, auf der sie nach der Ausbildung gerne arbeiten möchten. Wir kennen unsere Azubis gut, können sie gut einschätzen und bei der Entscheidung unterstützen. In Teupitz gibt es einige interessante Stellen mit hohem Weiterbildungspotential.
Eine unserer Auszubildenden, der während der Ausbildung schon viel Verantwortung übertragen werden konnte, wurde nach Abschluss ihrer Ausbildung schon Stationsleitung hier am Fachklinikum. Sie ist bei uns gut groß geworden und leitet ihre gerontopsychiatrische Station hervorragend. Eine andere Auszubildende entschied sich nach der Ausbildung Praxisanleiterin auf der Neurologie zu werden und ist damit ganz nah bei den Azubis. Das ist wirklich toll. Wir haben so viele gute Leute hier, die bei uns gelernt haben und die von uns ausgebildet wurden.
Das Thema Weiterbildung wird von unserer Geschäftsführerin Daniela Wolarz und unserer Pflegedienstleitung Melanie Androw unterstützt. Für die Dauer der bezahlten Weiterbildungen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freigestellt. Viele spannende Angebote und Zusatzqualifikationen gibt es ergänzend von der Asklepios Akademie, die ein guter Weiterbildungspartner ist. Hier in Teupitz kann man sich einfach toll entwickeln.
Junge Menschen, die sich für eine Ausbildung bei uns interessieren, können sich gerne bei mir melden. Ich lade alle herzlich zu einem Klinikspaziergang ein, bei dem ich das traditionsreiche Klinikgelände zeige und unsere hervorragende Ausbildung vorstelle. Ein Termin kann per Email s.arndt@asklepios.com vereinbart werden.