Chronische Primäre Schmerzen
Chronische Primäre Schmerzen
Die Diagnose „Chronische Primäre Schmerzen“ (einschließlich Fibromyalgie) bedeutet, dass chronische Schmerzen als eigenes Krankheitsbild gelten. Das ist ein wichtiger Schritt und eine große Entlastung für alle Patient:innen, die lange Zeit nicht ernst genommen oder nicht richtig diagnostiziert wurden.
Was bedeutet eigenständige Erkrankung? Es ist grundsätzlich wichtig, einerseits zwischen akuten und chronischen Schmerzen und andererseits zwischen primären (eigenständigen) und sekundären (in Folge von einer anderen Erkrankung) zu unterscheiden. Akuter Schmerz ist ein von Schmerzrezeptoren unseres Körpers geliefertes und vom Gehirn ins Bewusstsein geschobenes, sehr intensives Erleben, dass zahlreiche Reaktionen und Reflexe auslösen kann. Akuter Schmerz ist ein lebenswichtiger Schutzschild für unseren Körper, der immer Vorrang hat. Wenn wir plötzliche, starke Schmerzen haben, schaltet das Gehirn auf Notbetrieb: Der Schmerz fordert unsere gesamte Aufmerksamkeit. Alles andere – ob wir gerade hungrig sind, Durst haben oder uns über etwas freuen – wird augenblicklich zur Nebensache.
Mit diesem akuten Schmerz hat ein chronischer Schmerz hingegen nichts zu tun. So sehr es scheinbar um dasselbe Phänomen geht (Schmerz), so sehr ist es mehr eine Schwierigkeit des Gehirns, die gemachten Erfahrungen zu löschen und ins Unbewusste zurück zu schieben. Konkret bedeutet das: Bei chronischen Schmerzen ist die ursprüngliche körperliche Verletzung oft längst verheilt oder spielt kaum noch eine Rolle. Stattdessen hat das Gehirn den Schmerz quasi abgespeichert. Es feuert weiter Schmerzsignale ab – ähnlich wie ein Echo oder ein Phantomschmerz. Der Körper schlägt also Alarm, obwohl die eigentliche Gefahr im Gewebe gar nicht mehr da ist.
Es ist wie eine Nebenwirkung einer unserer größten Stärken: Dank unseres großen Gedächtnisses können wir immer besser vorhersagen, was wohl auf uns zukommen wird. Man nennt das pedictive coding. Während die meisten Prozesse unbewusst und automatisiert laufen, werden nur die Phänomene ins Bewusstsein geschoben, die nicht erwartet worden sind, resp. die von unserer Erwartung abweichen. Wir haben so im Laufe der Evolution immer besser vorhersagen können, was passieren wird, was wesentlich unsere Überlegenheit begründet.
Im Falle des Chronischen primären Schmerzes sagt unser Gehirn nun einen Schmerz voraus, der gar nicht oder kaum noch über die Schmerzrezeptoren (Nociceptoren) zum Hirn gemeldet wird. Was wir fühlen ist also unsere Erwartung und nicht die objektive Realität.
Bilde ich mir das also alles nur ein?
Das ist die wichtigste Frage überhaupt. Die Antwort lautet: Nein, Sie bilden sich das nicht ein. Biologisch gesehen baut unser Gehirn jede unserer Wahrnehmungen zusammen. Wenn Ihr Gehirn nun Schmerz erwartet, feuert es dieselben Signale ab wie bei einem äußeren Reiz. Für Sie als Patient:in macht das keinen Unterschied: Der Schmerz ist zu 100 % echt. Er lässt sich nicht per Knopfdruck im Kopf ausschalten, weil er in tiefen, automatischen Schichten des Gehirns entsteht, auf die unser Wille überhaupt keinen Zugriff hat.
Was sind chronische primäre Schmerzen?
Die Betroffenen leiden unter chronischen Schmerzen, wenn diese bereits mindestens sech s Monate andauern. Die Schmerzen können als Ganzkörperschmerz (früher: Fibromyalgie) auftreten oder einzelne Körperpartien betreffen. Dabei sind besonders häufig der Kopf, die Eingeweide oder die Muskeln betroffen. Der Schmerz unterscheidet sich in seiner Quantität (erlebte Stärke) und Qualität (heiß, kalt, drückend, brennend, etc.) ebenso wie in seinem Verlauf. Er kann schwankend, wellenförmig, anfallsartig, uvm sein. Dabei ist entscheidend: Der Schmerz ist kein Symptom. Der Schmerz ist die Krankheit.
Die Vielseitigkeit spiegelt sich in der Diagnoseeinteilung der ICD-11 wider:
- Chronisches ausgedehntes Schmerzsyndrom: Früher oft als Fibromyalgie bezeichnet.
- Chronische primäre muskuloskelettale Schmerzen: Schmerzen im Bewegungsapparat ohne erkennbare organische Ursache.
- Chronische primäre Kopf-/Orofazialschmerzen: Anhaltende Kopf- oder Gesichtsschmerzen.
- Chronische primäre viszerale Schmerzen: Schmerzen im Bereich der Eingeweide.
- Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS).
Die Schmerzen sind nicht selten mit vegetativen Beschwerden (z. B. Benommenheit, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden) und Gefühlen der Erschöpfung, Gereiztheit, Angst und Hoffnungslosigkeit assoziiert.
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Wie erkennt man ein chronisches primäres Schmerzsyndrom bei Erwachsenen?
Die Symptome einer Schmerzerkrankung sind vielfältig. Die meisten Betroffenen leiden aber unter einigen der folgenden Symptome:
- Andauernde Schmerzen
- Verselbständigung des Schmerzes
- Erwartungsängste (vor Schmerzen)
- Folgeerscheinungen wie Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gefühl der Ausweglosigkeit, Verzweiflung, Zukunftsängste
- Gereiztheit, Schlafstörungen
- Häufige Arztbesuche
Es finden sich oft auch die Anzeichen einer Überforderung:
- Erschöpfung
- Sozialer Rückzug
- Belastungsvermeidung
- Schlafstörungen
- Libido- und Freudverlust
Nicht jedes der hier aufgelisteten Symptome muss gleich bedeuten, dass Betroffene an einer Schmerzerkrankung leiden – wie bei allen Störungen des Fühlens ist der eigenen Leidensdruck entscheidend: Wie eingeschränkt bin ich in meinem Alltag? Wie eingeschränkt ist meine körperliche Funktionsfähigkeit?
Sollten Sie den Verdacht haben, betroffen zu sein, empfehlen wir Ihnen ein persönliches Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin Ihres Vertrauens bzw. einem Psychosomatiker oder einer Psychosomatikerin oder suchen Sie Beratung in einer unserer psychosomatischen Kliniken.
Wie entsteht eine primäre Schmerzerkrankung bei Erwachsenen?
Meistens gibt es nicht nur eine Ursache, sondern es wirken wie immer mehrere Faktoren zusammen. In einem persönlichen Gespräch mit einem Facharzt oder Therapeuten können Sie den individuellen Hintergrund Ihrer depressiven Erkrankung klären.
Die Ursachen einer Schmerzerkrankung sind vielfältig und sind immer Teil eines persönlichen Geworden-Seins. Oft findet sich eine akute Schmerzerkrankung in der Vorgeschichte, die sich im Laufe der zeit verselbständigt hat.
Für die Übersichtlichkeit werden folgende Einflussbereiche abgegrenzt:
- Psychosoziale Faktoren, wie Überforderung, Selbstausbeutung, Stress, Einsamkeit, eine schwierige Lebenssituation
- Persönlichkeitsmerkmale, die häufig in der Entwicklung durch äußere Einflüsse entstanden sind, wie Ängstlichkeit, geringes Selbstwertgefühl, hohe Ideale, Erwartungen oder Ansprüche
- Genetische Veranlagung die Struktur unseren Nervensystems hat wesentlichen Einfuss auf Reizoffenheit, Reizverarbeitung, etc.
- Neurobiologische Störungen Stoffwechselkrankheiten u.a. des Nervensystems, Hormonstörungen
Darüber hinaus können verschiedenste Konstellationen eine Schmerzerkrankung auslösen. Dazu zählen vor allem herausfordernde Lebensphasen mit großen Umstellungsanforderungen: Geburten, Verluste (Tod, Trennung, etc.), Verlassen gewohnter Umgebungen, Krankheiten und Lebensphasenwechsel (Auszug von Zuhause, Abschluss der Ausbildung, Familiengründung, Midlifereflektionen, Ausscheiden aus dem Arbeitsleben).
Eine Erschöpfungsdepression kann auch begleitend bei schweren oder chronischen körperlichen Erkrankungen auftreten.
Psychosoziale Faktoren
Zu den psychosozialen Faktoren (Umweltfaktoren) zählen Erfahrungen im persönlichen Umfeld des Betroffenen. Dies können traumatische Erlebnisse oder sozial schädliche Verhältnisse in der Kindheit sein. Auch besondere Persönlichkeitsfaktoren, wie ein mangelndes Selbstwertgefühl, Unsicherheit oder Perfektionismus können eine Erkrankung begünstigen. Eine Depression tritt häufig nach kritischen, negativen Ereignissen auf. Das kann der Verlust des Partners oder eines Angehörigen sein, eine Trennung oder eine schwere Erkrankung (z.B. Krebs).
Burnout
Auch ständige Überforderung, privater oder beruflicher Stress können bei Erwachsenen Erschöpfungsdepressionen auslösen. In diesem Zusammenhang ist häufig von „Burnout“ die Rede. Dabei beschreibt Burnout eine durch Überforderung, Überbelastung und fehlende Erholung ausgelöste Depression. Dies führt zu Ärger, Wut, negativen Gefühlen und einer spürbaren Minderung der Leistungsfähigkeit. Die Betroffenen fangen an, die Arbeit, die sie zuvor gern gemacht haben, abzulehnen oder zu hassen.
Podcast Digitale Sprechstunde
Wie wird eine chronische primäre Schmerzerkrankung bei Erwachsenen behandelt?
Unsere Fachexpert:innen arbeiten im Rahmen der Psychosomatische Komplextherapie als multimodales Behandlungskonzept. Dieses integriert Psychotherapie, Kreativtherapie, Sozialtherapie sowie Körpertherapie inklusive Physiotherapie und Sport und wird bei indizierter Notwendigkeit durch eine medikamentöse Behandlung ergänzt. Die Therapie findet sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting statt; der individuelle Behandlungsplan wird partizipativ erarbeitet.
Psychotherapie
Manchmal fragen wir uns: Warum reagiere ich immer wieder so? Warum treffen mich manche Dinge so tief? In der Psychotherapie gehen wir diesen Fragen gemeinsam auf den Grund – in einem persönlichen Gespräch, das hilft, Erlebtes zu sortieren und zu verstehen.
Dafür stehen bewährte, anerkannte Methoden zur Verfügung: psychodynamische Ansätze wie Psychoanalyse und tiefenpsychologische Therapie, Verhaltenstherapie, Schematherapie oder DBT, Gesprächstherapie nach Rogers sowie systemische Therapie – und bei Bedarf spezialisierte Verfahren wie EMDR.
Das alles geschieht in einem geschützten Raum, in dem Sie sich sicher fühlen dürfen. Hier können Sie ehrlich zu sich selbst sein, neue Perspektiven einnehmen und Dinge ausprobieren. Sie lernen, sich selbst besser zu kennen – und zu akzeptieren. Veränderung heißt nicht, ein anderer Mensch zu werden. Es heißt, mehr Sie selbst zu sein.
Medikamente
Falls die Anspannung einmal zu viel wird, können wir kurzfristig auf spannungslösende Medikamente zurückgreifen. Auf Dauer ist es aber hilfreicher, Gefühle zuzulassen und zu verarbeiten, anstatt sie zu unterdrücken. Ob Medikamente zur Stimmungsaufhellung oder andere Mittel für Sie in Frage kommen, besprechen wir in Ruhe miteinander.
Kreativtherapie
Wir wissen nicht, was wir noch nicht wissen — und genau darin liegt die Chance. Kreativtherapie eröffnet Wege, die eigene begrenzte Welt zu verlassen und Neues zu entdecken. Unterschiedliche Methoden — Tanz- und Bewegungstherapie, Theatertherapie, Körpererlebnistherapien wie Feldenkrais und Shiatsu, Kunsttherapie, Musiktherapie und mehr — laden dazu ein, den Körper und die Welt spielerisch neu kennenzulernen. Im achtsamen Ausprobieren werden Ressourcen entdeckt und ans Licht gebracht. Kreative Räume dafür gibt es viele: das Mäandern und Spazierengehen, therapeutisches Boxen, gemeinsames Spielen und anderes mehr. Es braucht immer neue Wege — nur so entkommen wir dem Kreislauf des Alten, das Schmerz und Leid mit sich bringt.
Ernährung
Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme. Es zeigt, wie wir mit uns und unserer Umwelt in Beziehung stehen. Wagen wir Neues? Lassen wir uns Zeit? Teilen wir, was wir haben? Gehen wir respektvoll miteinander um? Wirtschaften wir nachhaltig? Essen wir füreinander? Was nährt mich wirklich? In diesem Rahmen beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema Essen: Wir erstellen gemeinsam Pläne, arbeiten in der Lehrküche und lernen voneinander im täglichen Miteinander.
Naturheilverfahren
Wir schauen auf den ganzen Menschen – körperlich, seelisch und sozial. Passend zu diesem ganzheitlichen Ansatz setzen wir ergänzend Naturheilverfahren ein: Phytotherapie (Heilpflanzen), Hydrotherapie (z.B. Bäder, Auflagen, Wickel), Bewegungstherapie, Ordnungstherapie (z.B. Psychoedukation, soziotherapeutische Gespräche, Entspannungsverfahren), Ernährungsberatung und Ohr-Akupunktur.
Podcast - Was heißt hier gestört?
Häufige Fragen
Körperliche Erkrankungen und psychische Erkrankungen werden nach unterschiedlichen Prinzipien beurteilt.
Körperliche Erkrankungen beruhen häufig auf objektiv feststellbaren Veränderungen. Diese können durch Untersuchungen, Laborwerte oder andere medizinische Verfahren nachgewiesen werden.
Psychische Erkrankungen werden hingegen vor allem anhand von Beschwerden beschrieben, die Menschen selbst wahrnehmen und mitteilen. Dazu gehören beispielsweise Gefühle, Gedanken, Ängste oder Veränderungen des Erlebens.
Das persönliche Erleben eines Menschen ist immer individuell. Deshalb steht bei psychischen Erkrankungen die Frage im Mittelpunkt, ob Beschwerden zu Belastungen oder Einschränkungen führen.
Eine psychische Störung liegt nicht allein deshalb vor, weil jemand anders fühlt oder denkt als andere Menschen. Wichtig ist vielmehr, ob sich das Erleben im Vergleich zur eigenen bisherigen Lebensweise verändert hat und ob daraus Leidensdruck entsteht.
Ein Beispiel hierfür ist Untergewicht. Das Körpergewicht kann gemessen werden. Ob zusätzlich eine Essstörung vorliegt, hängt jedoch von den damit verbundenen Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen ab.
Von einer psychischen Störung spricht man insbesondere dann, wenn das Erleben zu Leid, Selbstschädigung oder einem Verlust wichtiger Lebensmöglichkeiten führt.
Ob professionelle Unterstützung sinnvoll ist, entscheidet letztlich jede Person selbst.
Ein möglicher Hinweis darauf kann sein, dass man unter den eigenen Beschwerden leidet oder den Alltag nicht mehr so bewältigen kann wie gewünscht. Welche Hilfsangebote passend sind, lässt sich häufig durch Gespräche mit vertrauten Menschen oder Fachpersonen sowie durch eigenes Ausprobieren herausfinden.
Wichtig ist dabei: Die Entscheidung über die nächsten Schritte trifft immer die betroffene Person selbst.
Die Planung einer psychosomatischen Behandlung erfolgt grundsätzlich gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten. Da jeder Mensch unterschiedliche Erfahrungen, Bedürfnisse und Ziele mitbringt, gibt es keine Lösung, die für alle gleichermaßen passt.
Im Rahmen von Vorgesprächen, diagnostischen Gesprächen und probatorischen Sitzungen wird daher gemeinsam geprüft, welche Behandlungsschritte sinnvoll erscheinen.
Dieser Prozess benötigt Zeit, schafft jedoch die Voraussetzung für eine tragfähige und individuell passende Behandlung. Die aktive Mitwirkung der Patientinnen und Patienten ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des therapeutischen Erfolgs.
Psychosomatische Therapie versteht sich deshalb als Unterstützung dabei, eigene Fähigkeiten und Handlungsmöglichkeiten wiederzuentwickeln und zu stärken.
Üblicherweise übernimmt die Krankenversicherung die Behandlung. In einigen Fällen muss vor Einleitung der Behandlung eine Kostenübernahme beantragt werden. Aber auch das wird in den vorbereitenden Gesprächen gemeinsam geplant und umgesetzt.
Zu Beginn einer Behandlung lässt sich oft noch nicht sicher sagen, wie viel Zeit benötigt wird. Deshalb überprüfen wir gemeinsam im Verlauf, welche Behandlungsdauer sinnvoll ist.
In der psychosomatischen Behandlung liegt diese häufig zwischen vier und zwölf Wochen. Dabei orientieren wir uns nicht an starren Vorgaben, sondern an Ihrem persönlichen Bedarf und Behandlungsverlauf.
Die gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass eine Behandlung so lange durchgeführt werden kann, wie sie medizinisch erforderlich ist und keine weniger intensive Alternative ausreichend wäre.
Die Entscheidung für oder gegen eine medikamentöse Behandlung treffen Sie selbst.
Wir informieren Sie über Wirkungen, mögliche Nebenwirkungen sowie die Grenzen einer medikamentösen Therapie. Nach den erforderlichen Voruntersuchungen kann bei Bedarf eine Behandlung mit Medikamenten eingeleitet werden.
Medikamente können psychische Störungen derzeit nicht heilen oder deren Ursachen beseitigen. Sie können jedoch dazu beitragen, Beschwerden zu reduzieren und Belastungssituationen besser zu bewältigen.
Ein Beispiel hierfür sind Beruhigungsmittel: Sie beseitigen eine Flugangst nicht, können aber helfen, einen Flug mit deutlich weniger Belastung zu erleben.
Menschen kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen zu uns. Manche befinden sich in einer akuten Krise und benötigen möglichst schnell Unterstützung. Andere möchten ihre Gesundheit stabilisieren, um langfristig arbeitsfähig zu bleiben oder wieder arbeitsfähig zu werden.
Deshalb unterscheiden wir zwischen psychosomatischer Akutbehandlung und psychosomatischer Rehabilitation.
Die Wartezeiten können je nach Behandlungsangebot und aktueller Nachfrage unterschiedlich sein. Bitte sprechen Sie uns an, damit wir Ihnen eine individuelle Auskunft geben können.
Wenn eine Notfallsituation besteht, erfolgt die Behandlung umgehend.
Die Erfolgsaussichten hängen wesentlich davon ab, welche Ziele verfolgt werden und wie Erfolg definiert wird.
Grundsätzlich bestehen gute Möglichkeiten, durch psychosomatische Behandlung Entlastung, Stabilisierung und Verbesserungen im Alltag zu erreichen. Dabei profitieren Menschen mit sehr unterschiedlichen Verläufen von Unterstützung.
Ob es sich um eine einmalige Krise, wiederkehrende Krisen oder einen langfristigen Unterstützungsbedarf handelt: Für jede dieser Situationen stehen hilfreiche Behandlungs- und Bewältigungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Es gibt daher in allen Verlaufsformen begründete Perspektiven für positive Entwicklungen.
Im Rahmen der individuellen Behandlung werden gemeinsam Wirkfaktoren erarbeitet, die als unterstützend und schützend erlebt werden können. Zusätzlich können Stabilität, Orientierung und Vertrauen in eigene Erfahrungen gefördert werden.
Diese Erfahrungen tragen dazu bei, dass im Falle einer erneuten Krisensituation bereits Kenntnisse darüber vorhanden sind, welche Unterstützungsangebote hilfreich sein können und wo Hilfe zu finden ist.