Dissoziative Störungen
Wenn die Psyche sich selbst schützt, aber dabei zerbricht
Dissoziative Störungen
Unter dissoziativen Störungen versteht man verschiedene Krankheitsbilder. Ihnen ist gemein, dass die Betroffenen auf Erlebnisse, die sie stark belasten, mit einer „Abspaltung“ (lateinisch: Dissoziation) reagieren: Sie vergessen ganze Lebensabschnitte, nehmen ihren Körper nicht mehr wahr oder können in schweren (und sehr seltenen) Fällen sogar eine „multiple Persönlichkeit“ entwickeln. Mit solchen sogenannten psychogenen Abspaltungen versucht die Seele, sich vor unerträglichen traumatischen Erfahrungen zu schützen. Doch diese Schutzfunktion führt im Alltag der Betroffenen zu erheblichen Problemen und Einschränkungen, vom Gedächtnisverlust bis hin zu körperlichen Beschwerden. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, welche Anzeichen auf dissoziative Störungen hinweisen, wie die Krankheitsbilder diagnostiziert werden und welche Therapien zum Einsatz kommen.
Welche Symptome sind typisch für eine dissoziative Störung?
Dissoziative Störungen können sich in einer Vielzahl von Symptomen äußern. Diese Symptome spiegeln oft die Art und Schwere der zugrunde liegenden psychischen Belastung wider. Im Folgenden finden Sie die häufigsten Beschwerden, die mit dissoziativen Störungen in Verbindung stehen. Diese Symptome treten nicht immer gleichzeitig auf und können in ihrer Intensität variieren.
Gedächtnisverlust (Dissoziative Amnesie)
Gedächtnisverlust ist eines der zentralen Symptome von dissoziativen Störungen. Betroffene können sich an wichtige persönliche Informationen, bestimmte Ereignisse oder Zeiträume nicht erinnern. Dies geschieht häufig nach belastenden oder traumatischen Erlebnissen. Der Gedächtnisverlust kann selektiv (nur bestimmte Erinnerungen fehlen), lokalisiert (ein bestimmter Zeitraum ist ausgelöscht) oder in seltenen Fällen vollständig sein.
Identitätsverlust oder Identitätswechsel (dissoziative Identitätsstörung)
Die schwerste Ausprägung einer dissoziativen Störung ist die sogenannte dissoziative Identitätsstörung, auch als Multiple Persönlichkeitsstörung bekannt. Dabei kommt es zu einem situationsbedingten Wechsel zwischen verschiedenen Persönlichkeitsanteilen. Diese unterschiedlichen Identitäten haben oft eigene Erinnerungen und Verhaltensweisen und wissen häufig nichts voneinander.
Depersonalisation und Derealisation
Menschen mit Depersonalisation empfinden sich selbst als fremd oder losgelöst. Sie fühlen sich, als ob sie ihren Körper von außen beobachten würden, oder nehmen sich wie in einem Film wahr. Bei der Derealisation wiederum wirkt die Umwelt unwirklich, verzerrt oder verändert. Beide Phänomene können isoliert auftreten oder Teil einer dissoziativen Störung sein.
Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen
Dissoziative Störungen können auch körperliche Beschwerden hervorrufen. Dazu zählen Lähmungen, Koordinationsprobleme oder der Verlust bestimmter Sinnesempfindungen: Die Betroffenen hören, fühlen oder schmecken anders als gewöhnlich. Diese Symptome ähneln oft neurologischen Erkrankungen, haben jedoch keine organische Ursache.
Krampfanfälle
Dissoziative Krampfanfälle sehen epileptischen Anfällen sehr ähnlich, unterscheiden sich jedoch in wichtigen Punkten. Sie treten in der Regel nach stressigen oder belastenden Situationen auf und gehen nicht mit einem Gedächtnisverlust für die Dauer des Anfalls einher.
Verlust der Kontrolle über den Körper
Einige Betroffene verlieren komplett die Kontrolle über ihren Körper. Dies kann sich in Form eines sogenannten dissoziativen Stupors (lateinisch für „Erstarrung“) zeigen: Die Person ist völlig regungslos und regiert nicht auf äußere Reize wie Licht, Geräusche oder Berührungen. Dabei ist die betroffene Person jedoch nicht bewusstlos.
Emotionale Taubheit
Viele Menschen mit dissoziativen Störungen berichten, dass sie Gefühle nicht mehr wahrnehmen können oder es ihnen nicht mehr gelingt, auf Reize emotional zu reagieren. Man spricht hier von einer emotionalen Abspaltung.
Die aufgeführten Symptome treten zumeist phasenweise auf, häufig nach belastenden oder traumatischen Erlebnissen. Dabei können sie je nach Person und Situation stark variieren. Es ist wichtig, die Beschwerden ernst zu nehmen und zeitnah ärztlich abklären zu lassen, um sie individuell bestmöglich zu behandeln. In den medizinischen Einrichtungen von Asklepios stehen Ihnen erfahrene und empathische Fachkräfte zur Seite, um die Symptome gemeinsam anzugehen.
Wie wird eine dissoziative Störung diagnostiziert?
Die Diagnose einer dissoziativen Störung kann herausfordernd sein, da die Symptome oft anderen psychischen oder neurologischen Erkrankungen ähneln. Der erste Schritt besteht darin, körperliche Ursachen auszuschließen, die die Beschwerden erklären könnten. Dazu führt die Ärztin oder der Arzt umfassende Untersuchungen durch, wie beispielsweise neurologische Tests, Blutanalysen oder eine Magnetresonanztomografie (MRT), ein Bildgebungsverfahren, bei dem ein Magnetfeld genutzt wird. Diese Untersuchungen helfen, organische Erkrankungen wie Epilepsie oder Hirntumore auszuschließen.
Im Anschluss erfolgt ein ausführliches Gespräch, das sogenannte Anamnesegespräch. Hierbei schildern die Betroffenen ihre Beschwerden, mögliche traumatische Erlebnisse und ihren persönlichen Lebenshintergrund. Die Ärzt:innen oder Therapeut:innen können dabei gezielte Fragen stellen, um die besonderen Anzeichen für eine dissoziative Störung zu erkennen. Beispiele für solche Fragen sind: „Haben Sie Erinnerungslücken?“ oder „Fühlen Sie sich manchmal, als wären Sie jemand anderes?“. Ergänzend kommen häufig strukturierte Fragebögen oder diagnostische Interviewleitfäden zum Einsatz, mit den unsere Therapeut:innen die Symptome systematisch erfassen.
Zudem legen unsere Ärzt:innen ein besonderes Augenmerk auf den zeitlichen Zusammenhang zwischen den Symptomen und belastenden Ereignissen. Denn für dissoziative Störungen ist typisch, dass die Beschwerden nach traumatischen Erlebnissen oder in schwer zu bewältigenden Lebenssituationen auftreten.
Die Diagnose erfolgt immer auf Basis der internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD). Diese stellt sicher, dass die Symptome den Kriterien für eine dissoziative Störung entsprechen. Unsere Fachkräfte bei Asklepios nehmen sich die Zeit, sorgfältig auf Ihre Beschwerden einzugehen. Ziel ist es, eine präzise Diagnose zu stellen und gemeinsam mit Ihnen den besten Weg zur Behandlung zu finden.
Wie werden dissoziative Störungen behandelt?
Dissoziative Störungen erfordern eine vielseitige und individuelle Behandlung, die sich an den besonderen Symptomen und Bedürfnissen der Betroffenen orientiert. In unseren medizinischen Einrichtungen setzen spezialisierte Teams auf ganzheitliche Therapien, die sowohl psychische als auch körperliche Aspekte berücksichtigen. Folgende Therapien kommen zum Einsatz:
Psychotherapie
Psychotherapie ist die wichtigste Säule bei der Behandlung dissoziativer Störungen. Ziel ist es, die zugrunde liegenden traumatischen Erlebnisse aufzudecken und den Betroffenen zu ermöglichen, diese zu verarbeiten. In Einzel- und Gruppensitzungen lernen die Patient:innen, ihre Gefühle bewusst wahrzunehmen und mit Stresssituationen besser umzugehen. Im Rahmen der sogenannten Verhaltenstherapie entwickeln sie außerdem zusammen mit ihrer Therapeutin oder ihrem Therapeuten Strategien, um dissoziative Zustände frühzeitig zu erkennen und gezielt darauf zu reagieren. Unsere Expert:innen arbeiten dabei mit bewährten Techniken wie Atemübungen, Gedankenlenkung und der Nutzung äußerer Reize, um die Patient:innen wieder in die Realität zurückzuholen.
Psychoedukation
Ein zentraler Bestandteil der Therapie ist die Psychoedukation (von lat. educare: erziehen). Hierbei informieren unsere Fachkräfte die Betroffenen ausführlich über ihre Erkrankung, deren Ursachen und mögliche Behandlungsmethoden. Dieses Wissen gibt Patient:innen ein tieferes Verständnis für ihre Symptome und stärkt ihre aktive Mitarbeit in der Therapie. Diese Form der Aufklärung wird auch dann fortgeführt, wenn Betroffene sich in einem dissoziativen Zustand befinden, so fördert die Psychoedukation langfristig das Verständnis für die eigenen Beschwerden.
Bewegungstherapie
Bewegungstherapie hilft Betroffenen, den Kontakt zu ihrem eigenen Körper wiederherzustellen. Durch gezielte Übungen können Bewegungsstörungen oder Koordinationsprobleme gelindert werden. Gleichzeitig fördert körperliche Aktivität das emotionale Wohlbefinden und reduziert Spannungszustände. Besonders bei dissoziativen Bewegungsstörungen ist diese Methode sehr hilfreich. Unsere Pflegefachkräfte arbeiten eng mit Therapeut:innen zusammen, um die Übungen individuell auf die Bedürfnisse ihrer Patient:innen anzupassen.
Traumatherapie
Die gezielte Auseinandersetzung mit traumatischen Erlebnissen erfolgt in der Traumatherapie. Unsere Therapeut:innen führen diese Behandlung schrittweise und behutsam durch, um zu vermeiden, dass die Betroffenen überfordert werden. Zu den Techniken, die dabei zum Einsatz kommen, kann auch die Nutzung stabilisierender Elemente gehören: So stehen die Patient:innen beispielsweise auf einer wackligen Unterlage. Das Balancieren unterstützt die Betroffenen dabei, sich sicherer zu fühlen und das Trauma kontrolliert zu verarbeiten.
Entspannungstechniken
Entspannungsverfahren wie Atemübungen, progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitsübungen sind wirkungsvolle Mittel, um dissoziative Zustände zu verhindern oder zu durchbrechen. Sie bieten eine Möglichkeit, Stress und Anspannung abzubauen, und fördern das Wohlbefinden der Betroffenen.
In unseren Einrichtungen setzen die Behandlungsteams auf eine Kombination dieser Maßnahmen, um eine individuell angepasste und umfassende Therapie zu gewährleisten, die dabei hilft, die Lebensqualität ihrer Patient:innen nachhaltig zu verbessern.
Welche Erkrankungen treten begleitend bei dissoziativen Störungen auf?
Dissoziative Störungen treten häufig nicht isoliert auf, sondern gehen mit anderen psychischen Erkrankungen einher. Diese können sowohl eine Ursache als auch eine Folge der dissoziativen Symptome sein:
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
Eine PTBS entwickelt sich oft nach extrem belastenden oder traumatischen Erlebnissen wie Unfällen, Gewalt oder Missbrauch. Sie äußert sich durch Flashbacks (unwillkürliche Erinnerungen), Albträume und ein starkes Vermeidungsverhalten. Viele Menschen, die von dissoziativen Störungen betroffen sind, berichten von traumatischen Erfahrungen, die ihre Symptome auslösen oder verstärken. In manchen Fällen wird die PTBS als dissoziativer Subtyp, also eine Unterart der Erkrankung, diagnostiziert, etwa wenn Symptome wie Depersonalisation oder Derealisation im Vordergrund stehen.
Depressionen
Depressionen sind bei Menschen mit dissoziativen Störungen weit verbreitet. Sie können sowohl die Folge der psychischen Belastung durch die Abspaltung als auch eine begleitende Erkrankung sein. Symptome wie Antriebslosigkeit, tiefe Traurigkeit und ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit sind oft eng mit einer dissoziativen Störung verbunden.
Angststörungen
Menschen mit einer dissoziativen Störung leiden häufig auch unter ausgeprägten Angststörungen, etwa Panikattacken oder generalisierter Angst. Diese Ängste können durch den Kontrollverlust über den eigenen Körper oder die Umwelt verstärkt werden. Gleichzeitig können Angststörungen selbst Auslöser für dissoziative Zustände sein.
Borderline-Persönlichkeitsstörung
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist durch emotionale Instabilität, impulsives Verhalten und ein gestörtes Selbstbild gekennzeichnet. Viele Betroffene zeigen auch dissoziative Symptome, insbesondere in Stresssituationen. Diese Zustände dienen oft als Schutzmechanismus, um intensive Emotionen abzuwehren.
Das Zusammenspiel dieser Erkrankungen erschwert häufig die Diagnose und Behandlung von dissoziativen Störungen. In den Einrichtungen von Asklepios legen unsere Fachkräfte für eine umfassende Therapie großen Wert darauf, alle relevanten Symptome und Ursachen sorgfältig zu betrachten.
Wie kann die psychische Gesundheit unterstützt werden?
Eine dissoziative Störung ist in erster Linie ein Schutzmechanismus der Seele vor unerträglichen Erinnerungen oder Erlebnissen. Daher muss das Ziel von vorbeugenden Maßnahmen sein, dass die psychische Widerstandskraft gefördert wird.
Traumatische Erlebnisse frühzeitig verarbeiten
Traumatische Erlebnisse sind häufig die Hauptursache für dissoziative Störungen. Es ist daher entscheidend, belastende Ereignisse nicht zu verdrängen, sondern aktiv zu bearbeiten. Wenn Sie nach Erlebnissen wie Unfällen, Gewalt oder Verlusten Anzeichen von emotionaler Belastung spüren, suchen Sie sich frühzeitig professionelle Unterstützung. Therapeutische Ansätze wie die Verhaltenstherapie oder Traumatherapie können helfen, das Erlebte zu verarbeiten und langfristige Auswirkungen auf die Psyche zu vermeiden. Auch der Austausch mit vertrauten Personen kann entlastend wirken und eine erste Stabilisierung bieten.
Stressbewältigung durch regelmäßige Entspannungstechniken
Chronischer Stress kann dissoziative Symptome fördern. Daher ist es wichtig, Techniken zur Stressbewältigung zu erlernen und regelmäßig anzuwenden. Methoden wie progressive Muskelentspannung, Atemübungen oder Achtsamkeitspraktiken können helfen, das Nervensystem zu beruhigen und Spannungszustände abzubauen. Eine einfache Atemübung, die Sie täglich anwenden können, ist die 4-7-8-Technik: Atmen Sie vier Sekunden lang ein, halten Sie den Atem für sieben Sekunden an und atmen Sie dann acht Sekunden lang aus. Diese Übung stärkt die innere Ruhe und kann auch in akuten Stresssituationen angewendet werden.
Ausreichend Schlaf für mentale Stabilität
Schlafmangel ist ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen, einschließlich dissoziativer Störungen. Achten Sie darauf, jede Nacht mindestens sieben bis acht Stunden zu schlafen. Schaffen Sie eine feste Schlafroutine, indem Sie jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett gehen und elektronische Geräte mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen vermeiden. Ein entspannendes Ritual, etwa ein Buch zu lesen oder beruhigende Musik zu hören, kann ebenfalls helfen, die Schlafqualität zu verbessern.
Alkohol und andere Substanzen meiden
Der Konsum von Alkohol und anderen psychoaktiven Substanzen kann dissoziative Symptome verstärken oder auslösen, insbesondere bei Menschen, die bereits belastet sind. Um das Risiko einer dissoziativen Störung zu senken, sollten Sie Alkohol vollständig vermeiden. Bereits kleine Mengen können die Verarbeitung emotionaler Belastungen beeinträchtigen und die psychische Stabilität gefährden.
Körperliche Aktivität zur Förderung des Wohlbefindens
Regelmäßige Bewegung hat nicht nur positive Auswirkungen auf den Körper, sondern stärkt auch die psychische Gesundheit. Yoga oder Spaziergänge in der Natur können Stress abbauen und das Gefühl von Kontrolle über den eigenen Körper fördern. Versuchen Sie, täglich 30 Minuten körperlich aktiv zu sein, um Ihren Stresspegel zu senken und Ihre Resilienz zu stärken.
Soziale Kontakte pflegen
Ein starkes soziales Netzwerk kann vor psychischen Belastungen schützen. Der Austausch mit Familie, Freund:innen oder Selbsthilfegruppen bietet emotionale Unterstützung und hilft, schwierige Situationen besser zu bewältigen. Planen Sie regelmäßige Treffen oder Gespräche mit Menschen, denen Sie vertrauen, um sich verbunden und verstanden zu fühlen.
Was passiert bei einer Dissoziativen Störung im Gehirn?
Das Gehirn verarbeitet als komplexes Steuerorgan des Körpers nicht nur Informationen, sondern reguliert auch Emotionen, Erinnerungen und das Identitätsbewusstsein – all jene Funktionen, die bei dissoziativen Störungen beeinträchtigt sein können. Bestimmte Hirnregionen spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf solcher Störungen: der präfrontale Kortex, das limbische System und der Hippocampus, jene Hirnregionen also, die für die Verarbeitung von Stress und traumatischen Ereignissen verantwortlich sind.
Der Hippocampus speichert Erinnerungen und stellt sie wieder her. Studien zeigen, dass starker Stress seine Funktionalität beeinträchtigen kann. Dies erklärt, warum Menschen mit einer dissoziativen Störung häufig unter Gedächtnislücken (dissoziative Amnesie) leiden. Der präfrontale Kortex, der normalerweise Emotionen reguliert und rationale Entscheidungen unterstützt, zeigt bei dissoziativen Störungen oft eine verminderte Aktivität. Dies kann dazu führen, dass Betroffene Schwierigkeiten haben, ihre Emotionen zu kontrollieren oder sich in der Realität zu verankern.
Auch die Amygdala, ein Teil des limbischen Systems, spielt eine Schlüsselrolle. Sie ist für die Verarbeitung von Gefahren und Bedrohungen zuständig und zeigt bei Betroffenen oft eine Überaktivität. Dies kann erklären, warum viele Menschen mit dissoziativen Störungen gleichzeitig unter Angststörungen oder Panikattacken leiden.
Betrachtet man diese neurobiologischen Veränderungen im Gehirn, wird deutlich, dass dissoziative Störungen nicht nur psychologische, sondern auch physiologische Ursachen haben. Diese Erkenntnisse helfen dabei, gezielte Therapien zu entwickeln, die die neurobiologischen Funktionen des Gehirns unterstützen und stabilisieren können.