Abhängige Persönlichkeitsstörung

Wenn das Bedürfnis nach Unterstützung das Leben bestimmt

Abhängige Persönlichkeitsstörung

Die abhängige Persönlichkeitsstörung (auch dependente oder asthenische Persönlichkeitsstörung genannt) ist durch ein tiefgreifendes, übermäßiges Bedürfnis nach Fürsorge und Unterstützung gekennzeichnet. Die Betroffenen fühlen sich oft nicht in der Lage, eigenständige Entscheidungen zu treffen. Im Bestreben, ihre Ängste und Unsicherheiten zu bewältigen, klammern sie sich an andere.

Wie sich eine abhängige Persönlichkeitsstörung konkret äußert, wie sie diagnostiziert wird und wie mögliche Behandlungsansätze aussehen, beschreiben Expert:innen von Asklepios für Sie in diesem Text.

Bitte zögern Sie nicht, bei Anzeichen einer abhängigen Persönlichkeitsstörung Unterstützung zu suchen. Unsere erfahrenen Psycholog:innen, psychologischen Psychotherapeut:innen und Psychiater:innen sind auf Ihrem Weg in ein selbstständigeres Leben an Ihrer Seite.

Welche Symptome sind typisch für eine abhängige Persönlichkeitsstörung?

Die Merkmale einer abhängigen Persönlichkeitsstörung (APS) können das alltägliche Leben und die zwischenmenschlichen Beziehungen der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Im Folgenden finden Sie Informationen zu den häufigsten Symptomen. Es handelt sich dabei um die allgemein bekannten Anzeichen, die jedoch individuell unterschiedlich ausgeprägt sein können.

Übermäßiges Bedürfnis nach Unterstützung

Menschen mit einer abhängigen Persönlichkeitsstörung sind bei alltäglichen Entscheidungen schnell überfordert. Sie benötigen ein hohes Maß an Beratung und Bestätigung durch andere, selbst bei banalen Fragen. Häufig führt ihre Unsicherheit dazu, dass sie die Verantwortung für wichtige Lebensbereiche an andere Personen abgeben.

Trennungsangst und Klammern

Die Betroffenen haben eine ausgeprägte Angst davor, verlassen zu werden oder die Unterstützung durch nahestehende Personen zu verlieren. Aus dieser Trennungsangst resultiert ein starkes Klammerverhalten. Menschen mit einer abhängigen Persönlichkeitsstörung sind bereit, große Mühen auf sich zu nehmen, um Beziehungen aufrechtzuerhalten. Dafür übernehmen sie auch unangenehme Aufgaben oder tolerieren sogar Missbrauch.

Geringes Selbstwertgefühl

Typisch ist das geringe Selbstbewusstsein der Betroffenen. Sie empfinden sich selbst als minderwertig und zweifeln stark an ihren eigenen Fähigkeiten. Kritik oder Ablehnung sehen viele als Bestätigung ihrer Unfähigkeit an, was das ohnehin geringe Selbstwertgefühl weiter untergräbt.

Schwierigkeiten, Verantwortung zu übernehmen

Die meisten Menschen mit APS vermeiden Tätigkeiten oder Entscheidungen, die Eigenverantwortung erfordern. Stattdessen geben sie die Verantwortung an eine ihnen nahestehende Person ab. Das liegt nicht an mangelnder Motivation, sondern an ihrem fehlenden Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Passivität und Unterwürfigkeit

Aus Angst, die Unterstützung oder Zustimmung anderer zu verlieren, zeigen die Betroffenen häufig ein unterwürfiges Verhalten. Selbst wenn sie wissen, dass die Meinungen oder Handlungen anderer falsch sind, stimmen sie ihnen zu. Konflikten oder Meinungsverschiedenheiten nehmen sie als Bedrohung der Beziehung wahr und gehen ihnen daher aus dem Weg.

Unwohlsein beim Alleinsein

Abhängige Persönlichkeiten fürchten sich davor, allein zu sein. Ohne die Unterstützung durch andere fühlen sie sich hilflos. Sie glauben, dass sie nicht für sich selbst sorgen können und entwickeln eine starke Abhängigkeit von bestimmten Personen.

Schnelle Suche nach neuen Beziehungen

Wenn eine enge Beziehung endet, verspüren Betroffene den dringenden Wunsch, sofort eine neue einzugehen. Diese Eile führt oft dazu, dass sie sich nicht genug Raum lassen, eine stabile Vertrauensbasis aufzubauen und genau zu überprüfen, ob die neue Partnerschaft zukunftsfähig ist, was weitere Probleme verursachen kann.

Die genannten Symptome sind typisch für die abhängige Persönlichkeitsstörung und treten in unterschiedlicher Ausprägung auf. Sollten Sie oder eine Ihnen nahestehende Person mehrere dieser Anzeichen bei sich feststellen, sollte Unterstützung gesucht werden. Unsere Fachkräfte gehen den Ursachen auf den Grund und helfen Betroffenen mit einer individuell abgestimmten Therapie.

Wie wird eine abhängige Persönlichkeitsstörung diagnostiziert?

Die Diagnose einer abhängigen Persönlichkeitsstörung (APS) erfolgt durch eine eingehende medizinische und psychologische Beurteilung. Dabei werden die typischen Merkmale der Störung identifiziert und von anderen psychischen Erkrankungen abgegrenzt.

Eine APS liegt nur dann vor, wenn die Betroffenen ein tiefgreifendes und übermäßiges Bedürfnis nach Fürsorge zeigen, das sich in unterwürfigem Verhalten sowie starker Trennungsangst äußert. Zusätzlich müssen, damit eine APS diagnostiziert wird, mindestens fünf der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  1. Alltägliche Entscheidungen können nur mit übermäßiger Beratung und Bestätigung durch andere getroffen werden.
  2. Es besteht der Wunsch, dass andere die Verantwortung für wichtige Lebensbereiche übernehmen.
  3. Aus Angst, Unterstützung oder Zustimmung zu verlieren, wird anderen nicht widersprochen.
  4. Eigenständig Projekte zu beginnen, bereitet aufgrund von mangelndem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten Schwierigkeiten.
  5. Die Bemühungen, Zuwendung und Unterstützung zu erhalten, sind übertrieben und umfassen auch unangenehme Aufgaben.
  6. Allein zu sein, verursacht Unbehagen oder Hilflosigkeit, weil die Betroffenen glauben, nicht für sich sorgen zu können.
  7. Sobald eine Beziehung endet, besteht der dringende Wunsch nach einer neuen Partnerschaft.
  8. Unrealistische Ängste, verlassen zu werden und für sich selbst sorgen zu müssen, bestimmen das Denken.

Zudem müssen die Symptome bereits in der frühen Erwachsenenzeit begonnen haben und sich in verschiedenen Lebensbereichen zeigen. Unsere erfahrenen Psycholog:innen, psychologischen Psychotherapeut:innen und Psychiater:innen legen großen Wert auf eine genaue Diagnostik mit umfassenden Gesprächen. Liegt tatsächlich eine APS vor, plant die Sie behandelnde Fachkraft gemeinsam mit Ihnen konkrete nächste Schritte zur Stärkung Ihrer Selbstständigkeit.

Welche Behandlungsmethoden kommen bei einer abhängigen Persönlichkeitsstörung zum Einsatz?

Die Behandlung der abhängigen Persönlichkeitsstörung (APS) konzentriert sich vor allem auf psychotherapeutische Ansätze. Sie sollen Ihnen dabei helfen, Ihre Abhängigkeit zu überwinden. Um eine individuell angepasste Unterstützung zu gewährleisten, bieten wir in unseren Asklepios-Kliniken verschiedene Therapieformen an. Unsere Psycholog:innen, psychologischen Psychotherapeut:innen und Psychiater:innen sowie unsere Pflegefachkräfte begleiten Sie dabei mit viel Einfühlungsvermögen und Kompetenz.

Psychotherapie

Die Psychotherapie zielt darauf ab, das Selbstvertrauen der Betroffenen zu stärken, damit sie eigenständige Entscheidungen treffen können. Besonders Augenmerk legen unsere Fachkräfte darauf, die sozialen Fertigkeiten ihrer Patient:innen zu fördern und ihr Verständnis für die eigenen Verhaltensmuster zu schärfen. Die Betroffenen lernen, schrittweise mehr Eigenverantwortung zu übernehmen und die Abhängigkeit von anderen zu reduzieren. Dabei arbeiten sie auch an ihren Ängsten und Unsicherheiten.

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

Die kognitive Verhaltenstherapie ist bei APS besonders wirksam. Sie hilft den Betroffenen, schädliche Denkmuster zu erkennen, zu hinterfragen und neue Verhaltensmuster zu entwickeln. Durch gezielte Übungen und Selbstsicherheitstrainings lernen die Patient:innen ihre Bedürfnisse klarer auszudrücken und Konflikte zu bewältigen. Im besten Fall verlieren sie ihre Überzeugung von der eigenen Hilflosigkeit und können Herausforderungen zukünftig selbstständig bewältigen.

Psychodynamische Psychotherapie

Die psychodynamische Psychotherapie konzentriert sich auf die tiefliegenden Ursachen der abhängigen Persönlichkeitsstörung. Unbewusste Konflikte, die aus der Kindheit stammen, werden behutsam offengelegt und aufgearbeitet. Unsere Therapeut:innen thematisieren dabei auch den Wunsch nach Abhängigkeit. Sie erarbeiten mit ihrer Patientin oder ihrem Patienten neue Verhaltensmuster, die die Angst vor dem Verlust nahestehender Personen verringern. Die Patient:innen lernen, ihre eigenen Stärken, Bedürfnisse und Wünsche besser wahrzunehmen.

Gruppentherapie als unterstützende Maßnahme

In der Gruppentherapie können sich die Betroffenen mit anderen austauschen, die ähnliche Herausforderungen erleben. In einem geschützten Rahmen probieren sie neue Verhaltensweisen aus und stärken ihre sozialen Fertigkeiten. Die Unterstützung durch die Gruppe fördert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gleichzeitig profitieren die Teilnehmenden von den Erfahrungen und Fortschritten der anderen. Unsere Fachkräfte schaffen eine Atmosphäre, in der sich alle sicher und verstanden fühlen.

Welche Maßnahmen die für Sie passenden sind, wird die Sie unterstützende Psycholog:in, psychologische Psychotherapeut:in oder Psychiater:in eingehend mit Ihnen abstimmen.

Welche Erkrankungen können begleitend zu einer abhängige Persönlichkeitsstörung auftreten?

Viele Menschen mit einer abhängigen Persönlichkeitsstörung (APS) leiden auch unter anderen psychischen Erkrankungen. Zu den häufigsten Ursachen, Folgen und Begleiterscheinungen einer APS gehören die folgenden:

Angststörungen

APS-Patient:innen sind oft auch von einer generalisierten Angst- oder Panikstörung betroffen. Ihre Sorgen und Ängsten sind eng mit ihrer Unsicherheit und einem Bedürfnis nach Unterstützung durch andere verknüpft. Sie können das klammernde Verhalten verstärken und die Selbstständigkeit weiter erschweren.

Depressionen

Abhängige Persönlichkeitsstörungen münden oft in depressive Episoden oder sogar in eine schwere Depression. Das ständige Gefühl von Minderwertigkeit und die Abhängigkeit von anderen können zu einem tiefen Gefühl der Hoffnungslosigkeit führen. Die Betroffenen sind emotional überfordert und fühlen sich nicht ausreichend wertgeschätzt oder geliebt.

Persönlichkeitsstörungen

Es können auch mehrere Persönlichkeitsstörungen parallel auftreten. Beispielsweise überschneiden sich die Symptome der abhängigen Persönlichkeitsstörung teilweise mit denen der ängstlich-vermeidenden. Beide haben die Tendenz zu einem geringen Selbstwertgefühl und vermeiden soziale Interaktionen. Auch die Borderline-Persönlichkeitsstörung kann begleitend auftreten, wobei hier zusätzlich emotionale Instabilität und ein impulsives Verhalten im Vordergrund stehen.

Abhängigkeitserkrankungen

Einige Betroffene flüchten sich in eine Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten oder anderen Substanzen, um besser mit dem Alleinsein zurechtzukommen. Oft wird der Substanzmissbrauch genutzt, um die Angst und das Unbehagen zu lindern. Dies kann jedoch schnell zu ernsthaften Suchtproblemen und einer noch schlechteren psychischen Verfassung führen.

Die Diagnostik und Behandlung der APS sowie möglicher begleitender Erkrankungen sind sehr komplex und erfordern besondere Erfahrungswerte. Sie können sich darauf verlassen, dass unsere psychologisch geschulten Fachkräfte in den Einrichtungen von Asklepios die Zusammenhänge zwischen den Erkrankungen erkennen und berücksichtigen. Unsere Psycholog:innen, psychologischen Psychotherapeut:innen und Psychiater:innen erstellen eine detaillierte Diagnose und bieten mit gezielten Behandlungsansätzen umfassende Unterstützung.

Mit welchen Maßnahmen kann ich mich stärken?

Bei der Entwicklung einer abhängigen Persönlichkeitsstörung spielen auch genetische und frühkindliche Faktoren eine Rolle. Die Entstehung lässt sich daher nicht vollständig ausschließen. Sie können jedoch mit gezielten Maßnahmen Ihre Selbstständigkeit, Ihr Selbstbewusstsein und Ihre sozialen Fähigkeiten fördern. Hier sind einige konkrete Tipps, die Sie in Ihren Alltag integrieren können.

Eigene Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen

Wenn es Ihnen schwerfällt, eigenständig Entscheidungen zu treffen, sollten Sie mit kleinen Schritten beginnen. Planen Sie Ihren Tagesablauf und überlegen Sie, was Sie essen möchten. Vermeiden Sie es, die Verantwortung für Lebensbereiche ausschließlich anderen zu überlassen. Wenn Sie sich unsicher fühlen, können Sie Ihre Überlegungen schriftlich festhalten, um Ihre Gedanken zu strukturieren. Damit gewinnen Sie Vertrauen in Ihre Entscheidungsfähigkeit.

Selbstvertrauen stärken durch realistische Selbstwahrnehmung

Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel. Führen Sie ein Erfolgstagebuch und notieren Sie täglich drei Dinge, die Ihnen gut gelungen sind. Das macht Ihnen Ihre Stärken bewusst und verbessert das Selbstwertgefühl. Positive Selbstgespräche können ebenfalls unterstützend wirken. Ersetzen Sie abwertende Gedanken wie „Ich kann das nicht“ durch stärkende Aussagen wie „Ich probiere es und werde daraus lernen“.

Soziale Fähigkeiten trainieren

Der Aufbau und die Pflege eines stabilen sozialen Netzwerks stärken die Psyche. Üben Sie, Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche klar zu kommunizieren. Falls Ihnen das schwerfällt, können Sie an einem Selbstsicherheitstraining oder Kursen zur Verbesserung sozialer Kompetenzen teilnehmen. Es ist wichtig, in Beziehungen ein gesundes Gleichgewicht zwischen Nähe und Autonomie, also Unabhängigkeit, zu finden.

Umgang mit Kritik lernen

Eher abhängige Persönlichkeiten interpretieren Kritik oft als Bestätigung ihrer Unfähigkeit. Versuchen Sie, Beurteilungen stattdessen als Chance zur Weiterentwicklung zu sehen. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Rückmeldung zu reflektieren, ohne diese sofort auf Ihre gesamte Persönlichkeit zu beziehen. Fragen Sie sich: „Ist die Kritik gerechtfertigt? Wie kann ich sie konstruktiv nutzen?“. Das hilft Ihnen, gelassener zu werden und Ihr Selbstwertgefühl zu schützen.

Unabhängigkeit schrittweise fördern

Falls Sie dazu neigen, sich stark auf andere zu verlassen, setzen Sie sich bewusst Ziele, um unabhängiger zu werden. Beginnen Sie beispielsweise damit, einmal pro Woche allein in ein Café zu gehen. Oder erledigen Sie eine Aufgabe selbstständig, die Sie sonst an jemand anderen abgeben würden. Solche kleinen Schritte fördern langfristig Ihre Eigenständigkeit.

Alkohol meiden

Der Konsum von Alkohol kann das Risiko von Abhängigkeitserkrankungen erhöhen, die häufig im Zusammenhang mit Persönlichkeitsstörungen auftreten. Vermeiden Sie Alkohol, um Ihre psychische Gesundheit zu schützen und Ihre Fähigkeit zur Selbstregulation zu stärken. Falls Sie in emotional schwierigen Phasen das Bedürfnis nach Alkohol haben, könnten Ihnen Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen helfen, einen gesunden Ausweg aus der Situation zu finden.

Unterstützung durch Fachkräfte suchen

Sollten Sie große Probleme mit Selbstständigkeit und Selbstvertrauen haben, zögern Sie bitte nicht, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Eine frühzeitige Beratung durch Psychotherapeut:innen oder Psychiater:innen kann mögliche problematische Verhaltensmuster offenlegen und verändern, bevor sie sich verfestigen. In unseren medizinischen Einrichtungen finden Sie einfühlsame und speziell geschulte Fachkräfte, die Ihnen helfen, Ihre Lebensqualität zu verbessern.

Wie wirkt eine abhängige Persönlichkeitsstörung auf das Gehirn?

Das Gehirn, insbesondere die Regionen, die für emotionale Regulation, Entscheidungsfindung und soziale Interaktionen zuständig sind, spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung einer abhängigen Persönlichkeitsstörung (APS).

Die Amygdala ist für die Verarbeitung von Angst und emotionalen Reaktionen verantwortlich. Bei Menschen mit APS kann dieser Bereich des Gehirns überaktiv sein. Das wäre eine Erklärung dafür, warum die Betroffenen so stark auf Trennungen und soziale Unsicherheiten reagieren. Auf der anderen Seite sind präfrontale Hirnregionen, die für die Selbstkontrolle und rationale Entscheidungsfindung zuständig sind, häufig weniger aktiv. Dies trägt möglicherweise zu den Schwierigkeiten bei, eigenständig Entscheidungen zu treffen und sich von anderen abzugrenzen.

Darüber hinaus nimmt die Medizin an, dass neurobiologische Faktoren die Symptome einer APS verstärken können. Dazu zählt etwa ein Ungleichgewicht bei bestimmten Neurotransmittern (chemische Botenstoffe, die die Kommunikation zwischen Nervenzellen ermöglichen). Beispielsweise wird ein niedriger Serotoninspiegel oft mit Angst und Depressivität in Verbindung gebracht, zwei häufige Begleiterscheinungen der abhängigen Persönlichkeitsstörung.