Trachealkarzinom

Symptome, Diagnose und Behandlung bei Luftröhrenkrebs

Trachealkarzinom

Ein Trachealkarzinom ist ein bösartiger Tumor der Luftröhre. Es handelt sich um eine sehr seltene Krebserkrankung, die die Atemwege stark beeinträchtigen kann. Weil die Symptome wie Husten, Atemnot oder blutiger Auswurf eher unspezifisch sind, wird Luftröhrenkrebs oft erst in späteren Stadien entdeckt. 

Eine Krebsdiagnose ist für die meisten Betroffenen eine große Belastung. Vielen hilft, sich über die Krankheit zu informieren. In diesem Text haben Expert:innen von Asklepios für Sie wichtige Informationen zu den Anzeichen, der Diagnosestellung und den Behandlungsmöglichkeiten bei Luftröhrenkrebs zusammengestellt. In unseren Einrichtungen sind erfahrene Teams mit moderner Medizintechnik für Sie da, die Ihnen auch weiterführende Fragen gern beantworten.
 

Welche Symptome treten bei Luftröhrenkrebs auf?

Anfangs verursacht Luftröhrenkrebs keine Beschwerden. Oft treten die Symptome erst auf, wenn der Tumor etwa die Hälfte der Luftröhre verschließt. Nachfolgend finden Sie die häufigsten Anzeichen:

Atemnot

Oft ist Atemnot (Dyspnoe) das erste Anzeichen dafür, dass ein Tumor die Luftröhre zunehmend einengt. Zunächst bekommen die Betroffenen nur bei körperlicher Anstrengung zu wenig Luft. Mit fortschreitender Tumorentwicklung tritt die Atemnot meist auch in Ruhe auf.

Häufiger Husten

Die Verengung der Luftröhre führt oft auch zu Husten, der entweder trocken oder produktiv, also mit schleimigem Auswurf verbunden, sein kann. Bei einem lang andauernden Husten, der nicht auf herkömmliche Behandlungen anspricht, sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen. Er kann auf verschiedene Atemwegserkrankungen hinweisen.

Blutiger Auswurf

Blutiger Husten (Hämoptyse) ist ein besonders ernstzunehmendes Symptom. Er könnte ein Anzeichen dafür sein, dass ein Tumor bereits in die umliegenden Gewebe oder Blutgefäße einwächst. Bei einem Plattenepithelkarzinom, das von der Haut und den Schleimhäuten ausgeht, tritt er häufiger auf als bei anderen Arten von Luftröhrenkrebs.

Heiserkeit

Ein Tumor, der in den Kehlkopf oder die Stimmbänder einwächst oder den Stimmbandnerv (Recurrensnerv) beeinträchtigt, führt zu einer anhaltenden Heiserkeit.   

Ungewöhnliche Atemgeräusche

Bedingt durch die Verengung der Luftröhre, können beim Atmen auffällige Geräusche wie Pfeifen oder Zischen entstehen. Medizinisch werden solche Geräusche als Stridor bezeichnet. Sie sind vor allem bei fortgeschrittenen Tumoren zu hören.

Schluckbeschwerden

Ein Tumor in der Luftröhre kann auch auf die Speiseröhre drücken. Daher leiden manche Patient:innen unter Schluckbeschwerden, die mit der Zeit meist zunehmen.

Allgemeinsymptome

Zusätzlich treten bei vielen Betroffenen Symptome wie Müdigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit oder Fieber auf. Es handelt sich dabei um allgemeine Symptome einer Krebserkrankung, die unbedingt ernstgenommen werden sollten.

Hinweis: Die aufgeführten Symptome kommen auch bei anderen Krankheiten vor, darunter Asthma, COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder Lungenentzündungen. Sie sollten immer ärztlich abgeklärt werden, um schwerwiegende Erkrankungen wie das Trachealkarzinom so früh wie möglich behandeln zu können. In den medizinischen Einrichtungen von Asklepios werden Sie von erfahrenen Fachkräfte untersucht, die der Ursache für Ihre Beschwerden auf den Grund gehen.
 

Diagnose

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Luftröhrenkrebs?

Die Behandlung von Luftröhrenkrebs hängt davon ab, wie groß der Tumor ist und wie weit er sich ausgebreitet hat. Da es sich um eine sehr seltene Erkrankung handelt, ist es wichtig, sich in einer spezialisierten Klinik von Expert:innen behandeln zu lassen. In unseren entsprechenden Einrichtungen werden Sie von erfahrenen Fachkräften betreut, die eine maßgeschneiderte Therapie für Sie entwickeln. Sie kann aus den folgenden Bestandteilen zusammengestellt werden:

Chirurgische Entfernung des Tumors

Angestrebt wird eine komplette chirurgische Entfernung des Krebsgewebes, auch Resektion genannt. Um sicherzustellen, dass keine Krebszellen zurückbleiben, entfernen unsere Fachkräfte auch einen Teil des umliegenden Gewebes. In einigen Fällen müssen sie komplette Abschnitte der Luftröhre herausoperieren und die verbleibenden Enden wieder miteinander verbinden. Modernste Verfahren halten die Belastung für die Patient:innen so gering wie möglich. Vor, während und nach der Operation kümmern sich unsere Pflegefachkräfte um Ihr Wohlergehen. Wird der Eingriff rechtzeitig durchgeführt, bietet er gute Heilungschancen

Strahlentherapie

Einen inoperablen Tumor bekämpfen unsere Ärzt:innen mit hochenergetischen Strahlen. Ziel ist es, den Tumor zu verkleinern, wodurch gegebenenfalls doch noch eine chirurgische Entfernung möglich wird. Manchmal kommt die Strahlentherapie aber auch nach einer Operation zum Einsatz, um verbliebene Krebszellen zu zerstören. Bei fortgeschrittenem Krebs kann diese Therapieform auch dazu genutzt werden, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Die Radiolog:innen in unseren medizinischen Einrichtungen arbeiten mit präzisen strahlentherapeutischen Verfahren, die das gesunde Gewebe weitgehend schonen. 

Chemotherapie

Eine Chemotherapie ziehen unsere Fachkräfte zusätzlich zur Operation oder Strahlentherapie in Betracht, wenn der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte oder wenn er bereits Metastasen gebildet hat. Sie wirkt im gesamten Körper und soll das Wachstum der Krebszellen hemmen und deren Ausbreitung verhindern. Um die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten, passen unsere Onkolog:innen die Behandlung individuell an. Während der Sitzung überwachen speziell geschulte Pflegefachkräfte Ihren Gesundheitszustand und bieten emotionale Unterstützung.

Palliative Maßnahmen

Ist eine Heilung nicht mehr möglich, stehen palliative Behandlungen im Vordergrund. Sie dienen dazu, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Dazu gehört unter anderem der Einsatz von Stents, die die Luftröhre offen halten. Es kann auch versucht werden, den Tumor mit Laserbehandlungen zu verkleinern. Unsere Psychoonkolog:innen und Pflegefachkräfte sorgen in dieser schwierigen Phase für eine einfühlsame Betreuung.
 

Wie hängt Luftröhrenkrebs mit anderen Erkrankungen zusammen?

Luftröhrenkrebs steht oft in Verbindung mit anderen Krankheiten, die als Ursache oder Folge der Krebserkrankung auftreten können. Sie können den Verlauf und die Behandlung des Trachealkarzinoms beeinflussen und müssen daher in die Therapie einbezogen werden.

Lungenkrebs

Bei der primären Form von Luftröhrenkrebs entsteht der Tumor direkt in der Luftröhre. Ein sekundäres Trachealkarzinom ist eine Absiedelung von Krebszellen eines anderen Tumors. In vielen Fällen befindet sich der Ursprungstumor in der Lunge. Bei Rauchern ist diese Verbindung besonders häufig, da Tabakkonsum das Risiko für beide Krebsarten erheblich erhöht. Symptome wie Husten, Atemnot und Gewichtsverlust treten bei beiden Erkrankungen auf.

Kehlkopfkrebs

Kehlkopfkrebs gehört wie Luftröhrenkrebs zu den Kopf-Hals-Tumoren. Er kann entweder in die Luftröhre metastasieren oder parallel zu einem Trachealkarzinom als eigenständige Erkrankung auftreten. Symptome wie Heiserkeit und Schluckbeschwerden überlappen sich, was eine genaue Diagnose besonders wichtig macht.

COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung)

Die COPD ist durch eine Verengung der Bronchien gekennzeichnet, die zu Atemnot und Husten führt. Sie tritt vor allem bei Menschen auf, die über viele Jahre hinweg geraucht haben. Eine COPD erhöht das Risiko für Luftröhrenkrebs.

Asthma bronchiale

Die durch Luftröhrenkrebs verursachte Atemnot wird häufig fälschlicherweise auf Asthma zurückgeführt. Obwohl diese entzündliche Erkrankung der Atemwege keine direkte Ursache für ein Trachealkarzinom ist, kann Asthma die Beschwerden verschärfen und die Diagnosestellung erschweren.

Unsere interdisziplinären Teams berücksichtigen diese Zusammenhänge bei der Entwicklung eines individuell abgestimmten Behandlungsplans.

Wie können Sie Luftröhrenkrebs vorbeugen?

Besondere Maßnahmen, um Tumoren in der Luftröhre vorzubeugen, gibt es nicht. Die einzige Möglichkeit besteht darin, bekannte Risikofaktoren zu vermeiden und die Atemwege vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Nachfolgend finden Sie konkrete Tipps für Ihren Alltag.

Hören Sie mit dem Rauchen auf

Rauchen ist die häufigste Ursache für Luftröhrenkrebs: Mehr als 90 Prozent der Menschen mit Plattenepithelkarzinomen der Luftröhre sind Raucher:innen. Gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen, ist daher eine der effektivsten Präventionsmaßnahmen. Falls Sie bislang geraucht haben, legen Sie einen konkreten und zeitnahen Tag für Ihren Rauchstopp fest. Informieren Sie Freund:innen und Verwandte und bitten Sie um Unterstützung. Zuckerfreie Kaugummis und gesunde Snacks schaffen eine Ersatzbefriedigung. Entspannungstechniken und Spaziergänge lenken vom Verlangen ab. Schützen Sie sich auch vor Passivrauch und vermeiden Sie Bereiche, in denen viel geraucht wird. So senken Sie auch Ihr Risko für zahlreiche andere Erkrankungen wie Lungenkrebs, COPD und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Vermeiden Sie Alkohol

Ein hoher Alkoholkonsum steht im Verdacht, das Risiko für Krebserkrankungen zu erhöhen. Am meisten profitiert Ihre Gesundheit, wenn Sie vollständig auf Bier, Wein und Spirituosen verzichten. Inzwischen gibt es viele Drinks auch in einer alkoholfreien Variante. 

Schützen Sie sich vor Schadstoffen

Wer beruflich oder privat mit krebsauslösenden Substanzen wie Asbest, Kohlenwasserstoffen oder Feinstaub in Kontakt kommt, muss sich mit einer geeigneten Schutzausrüstung absichern. Tragen Sie Atemschutzmasken und sorgen Sie für eine gute Belüftung, wenn Sie in Innenräumen arbeiten. Reinigen Sie Ihre Arbeitskleidung regelmäßig und lagern Sie sie getrennt von Alltagskleidung.

Achten Sie auf eine gesunde Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung stärkt das Immunsystem. Auf Ihrem täglichen Speiseplan sollten mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse stehen. Setzen Sie dabei auf ballaststoffreiche Lebensmittel wie Brokkoli, Äpfel und Karotten, die entzündungshemmend wirken können. Vermeiden Sie stark verarbeitete oder frittierte Lebensmittel. Diese können schädliche chemische Verbindungen enthalten.

Bleiben Sie körperlich aktiv

Regelmäßige Bewegung unterstützt die Gesundheit der Atemwege und senkt das Risiko für chronische Erkrankungen, einschließlich Krebs. Planen Sie mindestens 30 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Tag ein, beispielsweise einen zügigen Spaziergang, eine Fahrt mit dem Rad oder Yoga. Nutzen Sie außerdem jede Gelegenheit, um Bewegung in den Alltag zu integrieren. Gehen Sie kurze Wege zu Fuß, nehmen Sie die Treppe oder machen Sie Dehnübungen während der Arbeitspausen.

Regelmäßige ärztliche Kontrollen

Frühe Untersuchungen helfen, erste Anzeichen von Atemwegserkrankungen rechtzeitig zu erkennen. Planen Sie jährliche Kontrolltermine bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt und besprechen Sie mögliche Risikofaktoren wie eine familiäre Vorbelastung. Bei Symptomen wie anhaltendem Husten oder Atemnot sollten Sie zeitnah ärztlichen Rat einholen.

Mit diesen Maßnahmen fördern Sie nicht nur Ihre allgemeine Gesundheit, sondern auch Ihr generelles Wohlbefinden.

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Wie ist die Prognose bei Luftröhrenkrebs?

Die Luftröhre (Trachea) verbindet den Kehlkopf mit den Bronchien. Tumore in der Luftröhre führen häufig dazu, dass der Luftstrom durch die Atemwege stark eingeschränkt wird. Schon eine teilweise Verengung kann Atemnot, Husten oder ungewöhnliche Atemgeräusche hervorrufen. Größere Tumore verursachen gravierende Beschwerden und erschweren die Atmung erheblich.

Die häufigste Form des Luftröhrenkrebses ist das Plattenepithelkarzinom, das aus den Zellen der Schleimhaut der Luftröhre entsteht. Die Prognose ist schlechter als bei adenoid-zystischen Karzinomen, deren Ursprung im Drüsengewebe liegt. Grundsätzlich handelt es sich jedoch um eine sehr seltene Krebsart. Von einer Million Menschen erkrankt nur etwa eine Person pro Jahr an Luftröhrenkrebs. Je früher er entdeckt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten. Ein auf die Luftröhre beschränkter Tumor kann oft chirurgisch entfernt werden. Daher ist es so wichtig, sich bei den ersten Anzeichen gründlich untersuchen zu lassen. Die Fachkräfte in den Einrichtungen von Asklepios klären die Ursache für Ihre Beschwerden und leiten eine entsprechende Behandlung ein. Wenden Sie sich bei weiterführenden Fragen und Anliegen im Rahmen Ihrer Behandlung jederzeit an eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter. Wir möchten, dass Sie stets bestmöglich informiert und aufgehoben sind.