Stillen und Stillgeburten

Wie Ihnen unsere Stillberaterinnen mit Rat und Hilfe zur Seite stehen

Stillen und Stillberatung

Das Stillen ist so viel mehr als nur die Brusternährung von Säuglingen, Babys und Kleinkindern. Es bildet auch eine ganz wichtige Säule der Mutter-Kind-Bindung, es unterstützt die Entwicklung des kindlichen Immunsystems und stellt eine optimal zusammengestellte natürliche Nährstoffversorgung sicher. Aber nicht nur für Ihr Kind, auch für Sie als Mutter bietet das Stillen gegenüber einer frühen Flaschenernährung bedeutende Vorteile: So unterstützt das Stillen beispielsweise eine schnellere Gebärmutterrückbildung.

In diesem Beitrag lesen Sie, wie Ihnen unsere qualifizierten Fachkräfte – insbesondere unsere Stillberaterinnen – mit ihrer Erfahrung, ihrem Wissen und praktischer Unterstützung rund um das Stillen zur Seite stehen. Bei allen Fragen zum Stillen, zur Stillberatung und zu den regelmäßigen Stillgruppen-Treffen in Ihrer Asklepios Geburtsklinik sind sie gerne für Sie da.
 

Stillen

Aus medizinischer Sicht ist heutzutage rund um die Schwangerschaft, die Geburt und die Versorgung von Neugeborenen vieles möglich, was noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar erschien. Wahr ist zugleich aber auch: Zu der natürlichen, perfekt abgestimmten Zusammensetzung der Muttermilch gibt es bislang noch keinen gleichwertigen Ersatz aus dem Fläschchen – zumindest keinen, der alle Vorteile der Muttermilch auf einmal in sich vereinen kann.

Denn die Muttermilch besitzt zahlreiche und dabei sehr unterschiedliche positive Eigenschaften, die weit über das reine Stillen des Hungers hinausgehen:

  • Zunächst muss man wissen, dass der kindliche Organismus völlig andere Bedürfnisse in Bezug auf die Nährstoffzusammensetzung hat als der Körper eines erwachsenen Menschen: Muttermilch bietet ein auf diese Bedürfnisse optimal abgestimmtes Verhältnis von Eiweißen, Kohlenhydraten, Mineralien, guten Fettsäuren, Vitaminen und verdauungsunterstützenden Enzymen.
     
  • Der kindliche Organismus benötigt mit fortschreitender Entwicklung außerdem eine veränderte Nähstoffzusammensetzung. Genialer Zug der Natur: Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich einfach mit.
     
  • Die Muttermilch übernimmt zudem einen Teil der kindlichen Immunabwehr. Denn das Immunsystem bei Neugeborenen, Babys und Kleinkindern muss sich schließlich erst noch entwickeln und ist daher noch verletzlicher als bei Erwachsenen. Über das Stillen erhält der kindliche Organismus Antikörper und Enzyme von der Mutter, die ihn bei der Abwehr von Krankheitserregern wirkungsvoll unterstützen.
     
  • Darüber hinaus ist Muttermilch einfach praktisch: Sie ist kostenlos, sie ist zuverlässig und bedarfsgerecht verfügbar, immer gut temperiert, hygienisch und sie trifft genau den Geschmack des Babys. Außerdem verhindert sie auf natürliche Weise eine Überernährung des Kindes.

Welche Vorteile hat das Stillen darüber hinaus für Mutter und Kind?

Zusätzlich zu den eben genannten Vorteilen der Muttermilch bietet auch der Vorgang des Stillens selbst viele Vorteile – und zwar für Mutter und Kind:

  • Mit dem ersten Anlegen des Kindes an die Brust und dem Stillbeginn schon in den ersten Stunden nach der Geburt nimmt das Stillen von Anfang an einen besonderen Platz in der Mutter-Kind-Bindung ein: Die körperliche Wärme, intensive Nähe und Geborgenheit bilden die Basis einer einzigartigen Vertrautheit zwischen Mutter und Kind.
     
  • Nicht nur beim Kind, auch bei der Mutter löst das Stillen ein Gefühl von Wärme, Nähe und Glück aus. Das liegt natürlich zuerst an der Mutterliebe, nicht unwesentlich aber auch an den entspannend wirkenden Hormonen, deren Ausschüttung im Körper der Mutter durch das Saugen des Babys aktiviert wird.
     
  • Des Weiteren verringert das Stillen bei der Mutter unter anderem das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs, Osteoporose, Herz-Kreislauferkrankungen, Typ-2-Diabetes und Übergewicht. Zudem fördert es eine zügige Rückbildung der Gebärmutter. Auch diese Prozesse sind übrigens zu einem guten Teil hormonell bedingt.
     
  • Zu den positiven Effekten des Stillens und der Muttermilch auf die langfristige Gesundheit des Kindes gehören unter anderem eine verringerte Neigung zu Allergien und vermutlich sogar eine lebenslang höhere Stresstoleranz als bei Menschen, die als Babys nicht gestillt wurden.

Wichtig zu wissen: Ausschließliches Stillen in den ersten Lebensmonaten ist zwar die beste Ernährung für Säuglinge, aber wenn dies aus medizinischen oder persönlichen Gründen nicht möglich ist, gibt es gute alternative Ernährungsformen mit und ohne Muttermilch – für einen gesunden Start ins Leben. Unsere Fachkräfte besprechen ausführlich mit Ihnen, welche Ernährung die individuell beste für die Gesundheit Ihres Babys – und für Ihre – ist. Zudem schafft unser Team der Geburtsklinik die Grundlagen dafür, dass sich ein inniger Mutter-Kind-Kontakt entwickeln kann – mit und ohne Stillen. 

Stillberatung, Vorbereitungskurse und Stillgruppen: Angebote für Sie rund ums Stillen

Woran erkenne ich, dass mein Baby gestillt werden möchte? Was mache ich, wenn die Brust wund wird? Braucht es eine besondere Brustpflege während der Stillzeit? Welche Pflegemittel und Kosmetika sind dabei erlaubt und welche tabu? Diese und viele weitere Fragen stellen sich Frauen während ihrer Stillzeit, oft aber bereits schon lange davor. Deswegen sind unsere speziell ausgebildeten Stillberaterinnen schon vor Beginn Ihrer Stillzeit immer gerne für Sie da und bereiten Sie beispielsweise im Rahmen von Infoveranstaltungen und Vorbereitungskursen auf das Stillen Ihres Babys vor.

Im Folgenden finden Sie erste Tipps, die Ihnen im Einklang mit den Empfehlungen der Nationalen Stillkommission den Start ins Stillen erleichtern und Sorge nehmen sollen:

  • Am wichtigsten: Stillen ist etwas ganz Natürliches! Das bedeutet auch, dass sich so manche Herausforderung am Anfang mit der Zeit von selbst auflöst. Ob nervös machende Verzögerungen beim Einschießen der Muttermilch oder anfängliche „Missverständnisse“ zwischen Mutter und Kind: Vieles muss sich erst einspielen, geben Sie daher sich, Ihrem Körper und Ihrem Baby etwas Zeit.
     
  • Stichwort Zeit: Je mehr Zeit Sie im Wochenbett und in den Wochen danach mit Ihrem Baby verbringen können, desto zuverlässiger können Sie seine Signale interpretieren. Hat Ihr Kind wirklich schon wieder Hunger oder ist es einfach müde oder verlangt es „nur“ nach Zuwendung? Sie werden sehen: Sie werden ganz von alleine schnell zur Expertin für die Bedürfnisse Ihres Kindes. Das klappt dann am besten, wenn Sie sich für jedes Stillen die Ruhe und Entspanntheit gönnen, die es verdient.
     
  • Für die Brustpflege gilt der Grundsatz: Meiden Sie alkoholhaltige Kosmetika und generell Pflegeprodukte mit Duftstoffen. Ihr Baby merkt genau, was zum Duft der Mama gehört und wann etwas vorhanden ist, das hier nicht hingehört. Gerne beraten Sie unsere Fachkräfte detailliert zur richtigen Brustpflege.

Unsere Stillberatung umfasst selbstverständlich auch bei allen weiteren Fragen zum Thema Stillen Ihre ganz persönliche Beratung, bei der Sie Ihre konkreten Anliegen im direkten Gespräch mit unserer Stillberaterin besprechen können. Zusammengefasst ist es das Ziel unserer ganzheitlichen Stillberatung, die beste Grundlage dafür zu schaffen, dass Sie und Ihr Baby sich in diesen ersten Monaten intensiv miteinander beschäftigen und bekannt machen können – für eine feste und innige Mutter-Kind-Bindung.

Hinweis:

Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und werden regelmäßig durch unsere Fachexpert:innen geprüft und aktualisiert. Sie ersetzen dennoch keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch Ärzt:innen, Psycholog:innen, Psychiater:innen oder andere medizinische Fachexpert:innen. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich jederzeit gerne an eine unserer Asklepios Kliniken, ambulanten Praxen und medizinischen Versorgungszentren in Ihrer Nähe oder an Ihre behandelnde Hausärztin oder Ihren behandelnden Hausarzt.