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Verständnis und Behandlung

Knochenbrüche werden medizinisch als Frakturen bezeichnet. Sie sind für ältere Menschen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko. Besonders häufig kommt es zu hüftgelenknahen Frakturen, zu denen Brüche im Oberschenkelhals, im Becken und in den Beinen zählen. Diese Verletzungen können die Mobilität und Selbstständigkeit älterer Menschen erheblich einschränken.
Dank des medizinischen Fortschritts können diese Frakturen aber auch immer besser behandelt werden. Im Folgenden erläutern Ihnen unsere Expert:innen die Diagnose, die Symptome und die Behandlungsmöglichkeiten dieser speziellen Knochenbrüche. Dabei gehen wir auf die Bedeutung einer frühzeitigen Behandlung ein und erläutern, wie eine angepasste Therapie aussehen kann.
Dank unserer langjährigen Erfahrung können wir Sie bei einer Fraktur individuell beraten und beantworten gerne all Ihre Fragen. Mit der für Sie passenden Behandlung unterstützen wir Ihren Genesungsprozess bestmöglich.
Je nach Art und Schweregrad der Fraktur können die Symptome variieren. Die häufigsten Anzeichen, die auf einen Knochenbruch hinweisen, sind:
Nach der Menopause besteht bei Frauen aufgrund der höheren Osteoporoserate (Knochenschwund) ein höheres Risiko für Brüche.
Bitte achten Sie auf Ihre Gesundheit und nehmen Sie bei Verdacht auf einen Knochenbruch umgehend medizinische Hilfe in Anspruch.
Bei Verdacht auf einen Knochenbruch sollten Sie rasch handeln. Überprüfen Sie zunächst, ob die betroffene Person bei Bewusstsein und ansprechbar ist. Sichern Sie die Unfallstelle und leisten Sie Erste Hilfe. Sie können auch dann einen wichtigen Betrag leisten, wenn Sie keine medizinische Fachkraft sind.
Das Wichtigste ist, dass Sie ruhig bleiben und die verletzte Person nicht allein lassen. Der Bruch sollte nicht bewegt oder belastet werden, da sonst weitere Schäden entstehen können. Halten Sie die Person bei Bedarf mit einer Decke warm und warten Sie gemeinsam auf das Eintreffen des Rettungsdienstes. Ihre Unterstützung macht einen wesentlichen Unterschied für den oder die Betroffene.
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Für die Diagnose von Knochenbrüchen unsere erfahrenen Teams eine sorgfältige Untersuchung durch, bei der wir bildgebende Verfahren einsetzen. In einem ausführlichen Gespräch erfragt die Ärztin oder der Arzt die genauen Umstände des Unfalls oder der Verletzung und Sie können Ihre Symptome genau schildern. Solch ein strukturiertes Gespräch wird in der Medizin als Anamnese bezeichnet. Sie kann bereits erste Hinweise auf die Art des Bruchs geben.
Nach der Anamnese erfolgt eine körperliche Untersuchung: Die Ärztin oder der Arzt tastet die verletzte Region ab, um Schwellungen, Fehlstellungen oder Bewegungseinschränkungen festzustellen. Daneben werden Durchblutung, Sensibilität und Motorik überprüft. Das dient dazu, mögliche Begleitverletzungen wie Nervenschädigungen oder Gefäßverletzungen auszuschließen.
Für die genaue Diagnosestellung sind bildgebende Verfahren unerlässlich. Die meisten Knochenbrüche werden mit Röntgenaufnahmen identifiziert. Diese liefern klare Bilder der Knochenstruktur und zeigen Bruchlinien sowie die Position der Knochenfragmente. Bei komplexeren Brüchen oder um Gelenkverletzungen genauer beurteilen zu können, machen unsere Expert:innen zusätzlich eine Computertomografie (CT, computergestützte Röntgenuntersuchung) oder Magnetresonanztomografie (MRT, Bildgebungsverfahren, bei dem ein Magnetfeld genutzt wird). Mit diesen Verfahren bekommen wir detaillierte Querschnittbilder, dank derer wir die Verletzung präziser beurteilen können.
In einigen Fällen führen wir eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) durch. Dieses Verfahren kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn der Verdacht auf Osteoporose (Knochenschwund) als zugrundeliegende Ursache besteht. Die Messung hilft uns, das Risiko für weitere Frakturen einzuschätzen.
Mit einer genauen Diagnose können wir die Behandlung und Rehabilitation bei einem Knochenbruch optimal planen – je früher, umso besser. Unser Ziel ist es, Ihre Mobilität und Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern.
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Um die betroffenen Knochen zu stabilisieren, Ihre Schmerzen zu lindern und Ihre Beweglichkeit so schnell wie möglich wiederherzustellen, stehen unserem medizinischen Fachpersonal verschiedene Methoden zur Verfügung. Dabei wählen wir die Art der Therapie abhängig von Art und Schwere des Bruchs und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Natürlich gehen wir auch auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Lebensumstände ein.
Bei weniger schweren Brüchen müssen wir nicht operieren. Bei der konservativen Behandlung wird der gebrochene Knochen mittels Gipsverband oder Schiene ruhiggestellt, um die Heilung zu fördern. Wie lange Sie den Gips oder die Schiene tragen müssen, hängt von der Fraktur ab. Mit regelmäßigen Röntgenkontrollen überwachen wir den Heilungsprozess. Zusätzlich können wir Ihre Beschwerden mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten lindern. In unseren medizinischen Einrichtungen bei Asklepios ergänzen wir die konservative Behandlung durch ein individuell abgestimmtes Rehabilitationsprogramm, das Physiotherapie und gegebenenfalls Ergotherapie umfasst.
Handelt es sich um einen komplizierten Bruch oder lässt er sich nicht gut in Position bringen, ist oft eine Operation erforderlich. Dabei werden die Knochenfragmente gerichtet und stabil fixiert, damit sie korrekt zusammenwachsen können. Dazu werden häufig Implantate wie Schrauben, Platten oder Nägel verwendet. Mit minimalinvasiven Operationstechniken, bei denen unsere Expert:innen nur kleinste Hautschnitte durchführen, reduzieren wir das Risiko von Komplikationen und ermöglichen eine schnellere Genesung. Insbesondere bei hüftnahen Frakturen können Sie sich in unseren auf Traumatologie und Geriatrie spezialisierten Asklepios-Zentren bestmöglich aufgehoben wissen.
Nach einem Knochenbruch hilft die Physiotherapie, die Beweglichkeit und Kraft der betroffenen Gliedmaßen wiederherzustellen. Unsere Fachkräfte trainieren mit Ihnen beispielsweise Koordination, Balance und Muskelkraft. Die genauen Übungen stimmen wir auf Ihre individuelle Situation ab. So werden Sie schneller wieder selbstständig.
Insbesondere im Alter ist das Schmerzmanagement ein wichtiger Aspekt der Behandlung von Knochenbrüchen. Unser Ärzteteam setzt auf eine angepasste Schmerztherapie, die medikamentöse und nicht-medikamentöse Ansätze beinhaltet. Damit möchten wir Ihnen ein schmerzarmes und komfortables Heilungs- und Rehabilitationsverfahren ermöglichen.
Mit der richtigen Ernährung heilen Knochenbrüche besser. Daher bieten wir Ihnen auch eine Ernährungsberatung an. Unsere Expert:innen erklären Ihnen detailliert, welche Nährstoffe für die Knochenheilung und -stärkung erforderlich sind und wie Sie diese ausreichend erhalten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Kalzium und Vitamin D.
Damit wir Knochenbrüche älterer Patient:innen optimal versorgen können, arbeiten wir interdisziplinär, also fachübergreifend, zusammen. Mit dieser Kooperation zwischen Geriatrie und Orthopädie machen wir sehr gute Erfahrungen und steigern die Heilungsaussichten. Dabei steht Ihr Wohl stets im Mittelpunkt. Wir setzen alles daran, Sie auf dem Weg zur Genesung bestmöglich zu unterstützen.
Bei älteren Menschen treten Frakturen oft zusammen mit weiteren Erkrankungen auf, die den Bruch entweder verursacht haben oder durch die eingeschränkte Mobilität hervorgerufen werden. Damit Begleiterkrankungen Ihre Genesung nicht erschweren oder verzögern, beziehen unsere Ärzt:innen sie in die medizinische Therapie ein.
Häufig ist bei Knochenbrüchen eine Osteoporose mit im Spiel. Im Alter nimmt die Knochendichte häufig ab und die Knochenstruktur verschlechtert sich, wodurch die Knochen anfälliger für Brüche werden. Eine Osteoporose entwickelt sich oft schleichend und wird häufig erst nach einem Knochenbruch diagnostiziert.
Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die durch den Verschleiß des Gelenkknorpels entsteht. In der Folge kommt es oft zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die daraus resultierende Sturzgefahr erhöht indirekt das Risiko für Knochenbrüche.
Zu den Symptomen bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche) oder Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) zählen Schwindel oder plötzliche Schwächeanfälle. Diese können zu Stürzen und damit verbundenen Frakturen führen. Zudem erhöhen einige Herz-Medikamente die Sturzgefahr.
Diabetes mellitus kann die Nerven schädigen (diabetische Neuropathie). Die Beschwerden beginnen meist an den Füßen, was das Gleichgewicht beeinträchtigen und Stürze begünstigen kann. Außerdem ist bei Diabetes die Knochenheilung oft verzögert.
Viele ältere Menschen leiden an Unter- oder Mangelernährung, die zu einer Schwächung der Knochenstruktur führen kann. Besonders kritisch ist eine zu geringe Versorgung mit Kalzium und Vitamin D. Beide Nährstoffe sind für die Knochengesundheit unverzichtbar.
Bewegung ist die beste Sturzprophylaxe, da körperliche Aktivität Kraft und Gleichgewicht fördert. Patient:innen mit Depressionen bewegen sich häufig zu wenig, was wiederum das Risiko für Stürze und Knochenbrüche erhöht. Daneben wirkt sich eine Depression oft negativ auf die Genesung nach einem Bruch aus.
Wir versorgen nicht nur Ihre Fraktur, sondern beziehen eventuelle Begleiterkrankungen in die Behandlung ein. Wir möchten Ihnen nicht nur eine umfassende Betreuung bieten, sondern auch das Risiko für weitere Stürze und Brüche minimieren. Dafür verfolgen wir in unseren medizinischen Einrichtungen einen ganzheitlichen Ansatz.
Mobil und unabhängig zu sein, trägt viel zur Lebensqualität bei. Um beides zu erhalten, ist es wichtig, Frakturen vorzubeugen. Welche Maßnahmen Risikofaktoren reduzieren und Ihre Knochengesundheit stärken, verraten Ihnen unser Expert:innen im Folgenden –inklusive relevanter Fakten und Zahlen:
Wenn Sie diese Tipps in Ihrem Alltag umsetzen, tragen Sie aktiv zur Prävention von Knochenbrüchen bei. Dadurch steigen Ihre Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Brauchen Sie Unterstützung bei der Umsetzung dieser Präventionsmaßnahmen oder haben Sie weitere Fragen, sprechen Sie unser Fachpersonal gerne jederzeit an.
Der Oberschenkelhals verbindet den Oberschenkelkopf, welcher in der Hüftgelenkspfanne sitzt, mit dem Schaft des Oberschenkelknochens. Er ist aufgrund seiner Position und Funktion besonders anfällig für Brüche, insbesondere bei älteren Menschen.
Oberschenkelhalsbrüche gehören zu den häufigsten Frakturen bei älteren Menschen und stellen ein ernsthaftes Gesundheitsproblem dar. Sie treten oft als Folge von Stürzen auf, insbesondere, wenn durch eine Osteoporose bereits die Knochendichte und -stabilität verringert sind. Jedes Jahr erleiden 115 von 10.000 über 65-Jährigen in Deutschland einen Oberschenkelhalsbruch. Bei den über 80-Jährigen sind sogar 270 von 10.000 Menschen jährlich betroffen.
Je nach Art des Bruchs, dem Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patient:innen sieht die Behandlung eines Oberschenkelhalsbruchs anders aus. In vielen Fällen ist eine Operation erforderlich, um die Bruchstücke zu stabilisieren und eine schnelle Mobilisierung zu ermöglichen. Dabei verwenden unsere Expert:innen Implantate wie Schrauben oder Nägel. Die chirurgischen Techniken haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Mittlerweile sind minimalinvasive Eingriffe zunehmend Standard. Damit können wir das Risiko von Komplikationen minimieren und Ihre Genesung beschleunigen.
Nach der operativen Versorgung stellen wir in einer umfassenden Rehabilitation Ihre Mobilität wieder her und sorgen dafür, dass das Risiko für weitere Stürze und Brüche sinkt. Dabei sind Physiotherapie und gegebenenfalls Ergotherapie wichtige Bausteine.
Eine ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität können die Knochen stärken, Maßnahmen zur Sturzprävention beugen Oberschenkelhalsbrüchen ebenfalls vor. Wichtig ist zudem, dass eine mögliche Osteoporose früh erkannt und behandelt wird. In unseren medizinischen Einrichtungen finden Sie kompetente Ansprechpartner:innen, die Sie dabei unterstützen, Ihr persönliches Risiko für Oberschenkelhalsbrüche einzuschätzen und zu minimieren. Im Falle eines Bruchs kümmern wir bei Asklepios uns um eine optimale Behandlung und Rehabilitation.
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