Depressionen (akute und chronische) und Angsterkrankungen

Station W5

Handeln statt behandeln lassen

Ziel unserer Therapie ist es, Handlungsspielräume zu erweitern und Veränderungsprozesse einzuleiten und zu begleiten. Therapie ist für uns ein aktiver, zielorientierter und individueller Problemlöseprozess.

Oberstes Behandlungsziel ist eine rasche Verbesserung der akuten Symptomatik und Stabilisierung, d. h. die Verbesserung der Stimmung, des Antriebs, des Schlafes, der Konzentration und eine Hinführung zu einem angemessenen Aktivitätsniveau. Wir möchten unsere Patienten dabei unterstützen, sowohl körperlich als auch sozial aktiver zu werden und krankheitsbedingtes Vermeidungs- und Schonverhalten zu überwinden.

Darüber hinaus möchten wir helfen, Problemzusammenhänge und Hintergrundprobleme besser zu verstehen.

Wir erarbeiten gemeinsam mit der Patientin/dem Patienten ein plausibles Erklärungsmodell für die Erkrankung. Die wohnortnahe Einbindung der familiären und beruflichen Zusammenhänge ist fester Bestandteil unserer Arbeit.

Zur Entlassungsplanung gehört für uns die Einbindung und Vernetzung in das wohnortnahe therapeutische Hilfesystem.

Wir unterscheiden zwischen kurzzeitiger stationärer Krisenintervention zur Stabilisierung (2-4 Wochen) und längerfristiger stationär-psychotherapeutischer Therapie (6-8 Wochen).

Unsere Behandlungsschwerpunkte

Wir behandeln Patienten mit allen Formen von Depressionen wie z. B.

  • akute Depression
  • rezidivierende (wiederkehrende) depressive Störung
  • chronische Depression („Double Depression“, Dysthymia)
  • depressive Phasen bei zugrundeliegender bipolarer affektiver Erkrankung (sog. manisch-depressive Störung)
  • Anpassungsstörungen bei besonderen Lebensereignissen und Krisen (z. B. Burn-out, Dekompensation nach schwerem Konflikt in Partnerschaft oder am Arbeitsplatz)

Auf die Station W5 werden zudem auch Patientinnen und Patienten mit anderen Formen des affektiven Spektrums psychischer Erkrankungen aufgenommen, z. B. Patienten mit Angst- und Panikstörungen, Posttraumatischen Belastungsstörungen oder Zwängen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Therapieangebot

Die Behandlung auf der Depressionsstation ist integrativ und multiprofessionell ausgerichtet. Ausgehend von einem verhaltenstherapeutisch orientierten Grundverständnis werden psychotherapeutische, pflegerische, ergotherapeutische, bewegungstherapeutische und sozialpädagogische Maßnahmen zusammen eingesetzt. Sofern erforderlich wird zudem eine medikamentöse Behandlung der Depression angeboten. Bei der Gabe von Medikamenten werden die Patienten über die Wirkungen und Nebenwirkungen informiert.

Während der Behandlung ist uns ein kontinuierlicher Transfer der Behandlungsfortschritte nach unserem Motto „Handeln – statt behandeln lassen“ in den Alltag hier vor Ort wichtig. Diesen Transfer planen wir individuell und die einzelnen Schritte werden vor- und nachbereitet.

Unser Team

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