Zentrale Atemwegserkrankungen (Lungenemphysem)

Das Lungenemphysem bezeichnet eine krankhafte und irreversible Schädigung der Lungenbläschen, aus der eine Überblähung der Lunge folgt. Ursachen der Erkrankung sind chronische Entzündungen, Rauchen oder genetische Veränderungen. Eine Heilung der geschädigten Lungenareale ist nicht möglich - durch die Therapie kann jedoch eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität des Patienten erreicht werden.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Bei Verdacht auf ein Lungenemphysem führen wir einen Lungenfunktionstest durch. Hierbei atmen Sie mehrfach in ein sogenanntes Spirometer aus, das die Leistungsfähigkeit Ihrer Lunge anhand mehrerer Werte misst. Weitere Tests, die je nach Fall durchgeführt werden, sind Blutuntersuchungen, eine Röntgenuntersuchung oder eine Computertomographie (CT, computergestützte Röntgenuntersuchung zur Abbildung der Lunge in kleinsten Schichten, die auch dreidimensionale Darstellungen und Untersuchungen von Funktionen ermöglicht).

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Sie können einen wichtigen Beitrag zu der Behandlung leisten: Die wichtigste therapeutische Maßnahme zur Vermeidung des Fortschreitens des Emphysems ist der Verzicht auf das Rauchen und die Reduktion sonstiger in die Lunge gelangender Giftstoffe. Zur Linderung Ihrer Beschwerden und zur Steigerung Ihrer Lebensqualität kommen Medikamente zur Inhalation (Kortison), die Langzeitsauerstofftherapie und ein Ihrer Belastbarkeit angepasstes körperliches Training zur Anwendung.

Eine Operation, bei der Teile des Lungengewebes entfernt werden, ist lediglich bei bestimmten Formen des Lungenemphysems und stark eingeschränkter Atmung sinnvoll. Ziel dieser Operation ist eine Verbesserung der Funktion der weniger stark geschädigten Lungenanteile durch eine Verminderung der Überblähung der Lunge. Diese Volumenreduktion führt zu einer verbesserten Beweglichkeit des größten Atemmuskels: des Zwerchfells.

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