Krankhaft vermehrtes Schwitzen

Patienten, die unter krankhaft vermehrtem Schwitzen (Hyperhidrose) leiden, fühlen sich oftmals stigmatisiert. Wenn konservative Behandlungsmethoden keinen langfristigen Erfolg erzielen konnten, so können wir diesen Patienten durch eine Operation helfen.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Da es keinen allgemeinen Richtwert gibt, ab wann jemand krankhaft vermehrt schwitzt, ist das erste Diagnoseverfahren ein persönliches Anamnesegespräch mit dem Hausarzt. Auf dieses folgen klinische Tests, um die Ursache und Menge der übermäßigen Schweißproduktion zu identifizieren. Zur Verfügung stehen hierfür beispielsweise die Gravimetrie (quantitatives Analyseverfahren) oder ein Jod-Stärke-Test (durch den Körperstellen verstärkter Schweißproduktion dunkel gefärbt werden). Auch Bluterwerte geben einen Aufschluss über den Ursprung einer vermehrten Schweißproduktion, da diese oft auch durch ernstzunehmende Krankheiten herbeigeführt werden können.

Wenn diese Tests keinen hinreichenden Grund liefern, kann der Besuch eines Psychologen beziehungsweise eines Psychotherapeuten möglicherweise Hinweise auf den Ursprung liefern. Depressionen, Ängste etc. sind häufig der Auslöser für ein vermehrtes Schwitzen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Die chirurgische Behandlung der Hyperhidrose besteht in der Zerstörung bzw. auch der Entfernung eines spezifischen Anteils des sympathischen Nervensystems, der für die Regulation von Schweißdrüsen zuständig ist. Der Teil des sympathischen Nervensystems, der die Schweißdrüsen des Armes und der Hand reguliert, liegt innerhalb des Brustkorbs. Während der chirurgischen Therapie werden diese Nervenfasern entfernt bzw. mit Hilfe elektrischen Stroms funktionsunfähig gemacht. In der Folge lässt die Schweißproduktion in der entsprechenden Region deutlich nach.

Wir führen die chirurgische Therapie minimal-invasiv durch: als video-assistierte Operation. Dabei wird in einer Vollnarkose ein Spiegel in den Brustkorb eingeführt. Über zwei bis drei weitere kleine Schnitte können Instrumente in den Brustkorb eingebracht und die Operation kann am Monitor verfolgt werden. Dann wird der sympathische Nervenstrang aufgesucht und die entsprechenden Abschnitte werden entfernt oder elektro-chirurgisch behandelt. Nach Beendigung der eigentlichen Operation wird meistens eine kleine Drainage in den Brustkorb eingelegt, um so die gesamte Luft zu entfernen. Diese Drainage kann jedoch meistens innerhalb von 24 Stunden nach der Operation wieder entfernt werden.

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