Erkrankungen des Mittelfellraumes (Mediastinum)

Tumore und Raumforderungen des Mediastinums (Mittelfellraum, Gewebsraum zwischen Brustbein, Brustwirbelsäule und Lungen) werden zufällig oder aufgrund von verdrängender Symptomatik durch Druck auf große Gefäße oder das Herz, selten aber auch bei neurologischer Symptomatik (Myasthenia gravis, Muskelschwäche, neurologische Erkrankung durch gestörte Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel) entdeckt. Im Mittelbrustraum können sowohl gut- als auch bösartige Tumore entstehen.

Ihre Untersuchungen führen wir in gemeinsamer Absprache und Konferenz mit den Spezialisten der Lungenabteilung oder der Neurologie durch - für eine möglichst umfassende Diagnostik als Grundlage der für Sie bestmöglichen Therapie.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Die erste Diagnose wird durch Röntgenuntersuchungen gestellt. Danach folgen die Untersuchungen abhängig von der Lage, Größe und Art der Veränderungen:

  • Röntgen
  • Computertomographie (CT, computergestütze Röntgenuntersuchung zur Abbildung der Lunge in kleinsten Schichten, die auch dreidimensionale Darstellungen und Untersuchungen von Funktionen ermöglicht)
  • Positronen-Emmissions-Tomographie (PET, Untersuchung mittels sehr schwach radioaktiv markierter Wirkstoffe zur Darstellung von Stoffwechselprozessen)
  • Ultraschall (röngtenfreies Verfahren mittels Ultraschallwellen)
  • Bronchoskopie (Spiegelung der Lungenbronchien mittels mit Mini-Kamera ausgestatteten flexiblen Endoskops, gegebenenfalls mit Entnahme von Tumorproben)
  • Bronchialer Ultraschall (EBUS, vereint Vorteile aus Bronchoskopie und Sonographie, also Ultraschalluntersuchung, zur Untersuchung von Lymphknoten und gegebenenfalls Entnahme von Gewebeproben)
  • Lungen- und Herzfunktionsuntersuchungen

Für eine maximale Genauigkeit in der Diagnose werden die Untersuchungen durch die Diagnostik im Labor und die Analyse der Gewebeproben ergänzt.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

In Einzelfällen ist die genaue Differenzierung zwischen Gut- oder Bösartig zunächst nicht möglich. Diese Unterscheidung muss dann unter Umständen durch eine Schnellschnittuntersuchung (Untersuchung von Gewebeproben während einer Operation) oder nach einer Operation entschieden werden. Die Tumorentnahme erfolgt dabei so schonend wie möglich, beispielsweise in einer minimalinvasiven Schlüsselloch-OP.  Gerade für diese Operationsmethode verfügen unsere Experten über in Norddeutschland herausragende Erfahrungswerte. Bei den meisten unserer Patienten ist uns die Tumorentfernung in einem schonenden minimalinvasiven Verfahren möglich. Unsere Pathologie ist nicht nur auf Lungen- und Mediastinaltumore spezialisiert, sondern auch direkt an den OP angebunden. Dadurch können lange Warte- und Narkosezeiten im Rahmen der Operation vermieden werden.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Nachsorge

Die Nachsorge bei Mediastinaltumoren ist abhängig von der Tumorart und dem Stadium. So wird auch hier jeder Diagnostik- und Therapieverlauf nach der Operation, wenn alle pathologischen Ergebnisse vorliegen, noch einmal in unserer großen Tumorkonferenz besprochen. Dort wird erneut gemeinsam mit allen Fachabteilungen Ihre individuelle Behandlung diskutiert.

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