Liebe Patienten & Angehörige,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
    ► Wählen Sie den Notruf 112
     
  • Besuchseinschränkungen: Aus Sicherheitsgründen reduzieren Sie die Besuche bei Ihren Lieben bitte auf einen Besucher pro Tag und maximal 1 Stunde. Bitte beachten Sie die Infektionsschutzrichtlinien.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Asklepios-Team

Mehr erfahren

Lungenentzündung (Pneumonie)

Lungenentzündungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen: Allein in Deutschland erkranken jährlich über 800.000 Menschen an einer Lungenentzündung (Pneumonie), knapp ein Drittel von Ihnen muss im Krankenhaus behandelt werden.

Auslöser einer Lungenentzündung ist meist eine Infektion des Lungengewebes bzw. der Lungenbläschen. Krankheitserreger können – z.B. über eine Tröpfcheninfektion beim Niesen oder Husten – erworben werden. Meist handelt es sich dabei um Bakterien wie z.B. Pneumokokken; aber auch andere Bakterien oder Viren wie z.B. Grippeviren können die Ursache einer Lungenentzündung sein.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Da für eine erfolgreiche Therapie ein schneller Behandlungsbeginn erforderlich ist, sollten Sie sich im Verdachtsfall nicht scheuen Ihren Hausarzt aufzusuchen! Vermutet der Hausarzt nach einem Gespräch über Ihre Beschwerden sowie dem Abhören der Lunge eine Lungenentzündung – oder kann er sich die Symptome nicht erklären – wird ein Röntgenbild des Brustraums angefertigt, auf dem entzündliche Veränderungen im Lungengewebe sichtbar werden. Auch eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss über Entzündungsprozesse.

Weitere diagnostische Maßnahmen, die insbesondere bei unklaren Befunden oder komplizierten Verläufen zum Einsatz kommen können, sind eine labormedizinische Untersuchung des Auswurfs, ein Ultraschall (Sonographie) von Bauch und Rippenfell, eine Computertomographie sowie gelegentlich auch eine Lungenspiegelung.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Während Lungenentzündungen heute meist gut behandelt werden können, gibt es auch komplizierte Verläufe und Komplikationen – insbesondere, wenn die Behandlung nicht rechtzeitig beginnt, die Therapie nicht ausreichend ist oder begleitende Erkrankungen hinzukommen. Zu den Komplikationen zählen z.B. Entzündungen des Lungenfells (Pleuritis), Flüssigkeitsansammlungen zwischen Lungen- und Brustfell (Pleuraerguss), einen Übergriff der Entzündung auf den gesamten Körper (Sepsis) oder die Bildung eitergefüllter Hohlräume (Lungenabszess).

Eine grundlegende Frage der Therapie ist, ob der Patient zu Hause bleiben kann oder in einer Klinik behandelt werden sollte. Hierbei spielen u.a. die Schwere der Erkrankung, aber auch Alter und Versorgungssituation des Patienten sowie Begleiterkrankungen eine Rolle. Unabhängig ob zu Haus oder in der Klinik sind Antibiotika ein Grundstein der Therapie von bakteriellen Lungenentzündungen. Welches Antibiotikum gewählt wird, entscheidet sich individuell nach Ihrer persönlichen Situation und dem zu erwartenden Keimspektrum. Geht die Lungenentzündungen auf Pilze oder Parasiten zurück, werden ggf. spezielle Medikamente gegen diese Erreger eingesetzt. Häufig liegt gleichzeitig ein Flüssigkeitsmangel vor, den man in den ersten Behandlungstagen meist durch Infusionen ausgleicht. Weiterhin erhalten Sie falls erforderlich Sauerstoff, der Bedarf kann mit einer Blutgasanalyse abgeschätzt werden.

Wichtig ist zudem die krankengymnastische Behandlung, die den Heilungsprozess unterstützt. Persönlich können Sie Ihre Gesundung unterstützen, in dem Sie sich Ruhe und ihrem Körper ausreichend Zeit zur Erholung gönnen. Bei schweren Lungenentzündungen ist es teilweise notwendig die Behandlung auf der Überwachungsstation durchzuführen, um jeder Zeit auf ein mögliches Atmungs- oder Kreislaufversagen reagieren zu können.

Liegt die Ursache der Lungenentzündungen nicht in einer Infektion, kommen je nach Auslöser ganz unterschiedliche Behandlungsverfahren in Betracht: Verhindert z.B. ein Fremdkörper die Belüftung eines Lungenabschnittes, ist eine Lungenspiegelung zur Entfernung dieser Fremdkörper möglich.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Am Entlassungstag führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch und weisen Sie dabei auf die besonderen Dinge hin, die Sie weiterhin beachten sollten. Sie erhalten einen Brief für Ihren weiterbehandelnden Arzt, in dem die Empfehlungen neben der Entlassungsmedikation noch einmal schriftlich festgehalten werden.

Eine Lungenentzündung beansprucht den Körper enorm, die Erholung nach einer Lungenentzündung dauert mehrere Wochen, manchmal können als Nachkontrolle weitere Röntgenbilder zu Ihrer Sicherheit erforderlich sein.

Seite teilen: