Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

Die Abkürzung COPD steht für „chronic obstructive pulmonary disease“, also chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Hierbei handelt es sich um eine dauerhafte Entzündung der Bronchien mit zusätzlicher Verengung der Atemwege, deren Hauptursache im Rauchen liegt. Da eine chronische Bronchitis fließend in eine COPD übergehen kann, sollten Sie Erkrankungen der Atemwege ernst nehmen und ärztlichen Rat suchen, wenn Sie z.B. an Kurzatmigkeit oder einem besonders hartnäckigen Husten leiden. Denn wird eine Verengung der Bronchien früh erkannt, kann die Krankheit meist noch gut behandelt werden.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Besteht bei Ihnen der Verdacht auf eine COPD, beginnt die Diagnose mit einem ausführlichen Gespräch über Ihre Beschwerden. Bei einer klinischen Untersuchung wird die Lunge abgehört und ein Lungenfunktionstest durchgeführt. Bei Bedarf folgen Belastungstests, Laboruntersuchungen, eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs oder eine Bronchoskopie (Spiegelung der Lunge). Um den Schweregrad einer COPD zu bestimmen, messen wir den so genannten Einsekundenwert (FEV1 - forciert ausgeatmetes Volumen in der ersten Sekunde) und Erfragen Ihre Beschwerden. Je nach Einschränkung der Lungenfunktion und Beschwerden richtet sich der Schweregrad der Erkrankung und die Auswahl der Medikation.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Bestätigt sich der COPD-Verdacht, werden entsprechende Behandlungsmaßnahmen eingeleitet. Da es sich bei der COPD um eine irreversible – also eine nicht rückgängig zu machende – Erkrankung handelt, ist es das Ziel der Therapie, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen oder bestenfalls aufzuhalten sowie Beschwerden zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Die wichtigste Maßnahme müssen Sie allerdings selbst umsetzen: Das kurzfristig Aufhören mit dem Rauchen. Selbstverständlich vermitteln wir Ihnen hierfür gern Kontakte zu Beratungsstellen sowie anderen Beratungsangeboten.

Individuelle Therapie nach Schweregrad

Eine individuell angepasste medikamentöse Therapie kann zwar nicht die Ursache der Erkrankung bekämpfen, aber Symptome lindern.

Leichte COPD

Handelt es sich um eine leichte COPD, erhalten Sie als Patient kurzfristig wirksame Medikamente, die die Bronchien weiten und die Sie bei Bedarf – also bei Luftnot – einnehmen können.

Schwere COPD

Mit Fortschreiten der Erkrankung werden meist Sprays mit Langzweitwirkung eingesetzt. Bei einer schweren COPD kommen zusätzlich Langzeit- Sauerstofftherapie und nicht-invasive Beatmung zum Einsatz.

Unser Zentrum besitzt des weiteren große Erfahrung in der endoskopischen Lungenvolumenreduktion (ELVR) und nimmt in diesem Rahmen an nationalen und internationalen Studien teil. Die endoskopische Lungenvolumenreduktion kann nicht jedem Patienten weiterhelfen, so dass eine exakte Voruntersuchung erforderlich ist, damit das Verfahren (endobronchiale Ventile, Coils, Studienverfahren) genau ausgewählt werden kann und der Patient den größtmöglichen Profit von dem Eingriff hat.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Am Entlassungstag führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch und weisen Sie dabei auf die besonderen Dinge hin, die Sie weiterhin beachten sollten. Sie erhalten einen Brief für Ihren weiterbehandelnden Arzt, in dem die Empfehlungen neben der Entlassungsmedikation noch einmal schriftlich festgehalten werden.

Besonders wichtig ist das Sie als Patient – durch Ihre Lebensweise – z.B. Rauchen, aber auch Ernährung, Lungensport und regelmäßige Atem-Physiotherapeutische Übungen – Mithelfen, das Ihre Erkrankung nicht weiter fortschreitet.

Weiterführende Informationen

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PD Dr. Wiest im Expertengespräch ©Asklepios Kliniken

In unserem Video erläutert PD Dr. Gunter Wiest, was die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung ist, welche Ursachen sie hat und wie Sie dieser Erkrankung vorbeugen können. 

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