Liebe Patienten & Angehörige,

 

im Asklepios Klinikum Harburg  

  • Sind rund 80 % der Mitarbeiter*innen geimpft
  • Wird jede*r Mitarbeiter*in wöchentlich getestet
  • Werden alle Patient*innen getestet

 

Folgende Regelung sollte dabei gelten: Es wird je 1 Besucher für maximal 1 Stunde zugelassen.

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
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Ihr Asklepios-Team

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Erkrankungen der Herzklappen

Herzklappen sind wie Ventile, die die Herzbinnenräume voneinander trennen und für einen gerichteten Blutfluss sorgen. Je nachdem, welche Funktionsstörung bei einer Herzklappenerkrankung überwiegt sprechen wir entweder von einer Stenose (eingeschränkte Öffnung des Ventils) oder einer Insuffizienz (verminderte Schliessfähigkeit).

Im Erwachsenenalter sind die häufigsten Herzklappenerkrankungen die Aortenklappenstenose, die Mitralklappeninsuffizienz und die Trikuspidalklappeninsuffizienz. Mit größerem Abstand folgen dann die Aortenklappeninsuffizienz, die Mitralklappenstenose sowie Erkrankungen der Pulmonalklappe .

Symptome der Aortenklappenstenose:

  • Leitsymptome sind Luftnot bei Belastung, Synkope (Ohnmachtsanfall), Angina pectoris (Engegefühl in der Brust), Herzrhythmusstörungen.

Symtome der Mitralklappeninsuffizienz:

  • Luftnot bei Belastung, Herzrhythmusstörungen, verminderte Belastbarkeit.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Der Verdacht auf eine relevante Herzklappenerkrankung wird durch das Abhören („Auskultation“) des Herzens gestellt. Wichtigstes Werkzeug zur Diagnosesicherung ist dann die sogenannte Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens), ergänzend können weitere Untersuchungen wie eine Computertomographie oder eine Herzkatheteruntersuchung folgen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Für den Fall, dass eine Herzklappenerkrankung rein medikamentös nicht (oder nicht mehr) kontrolliert werden kann stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung. Diese reichen von der konventionellen herzchirurgischen Operation bis zu einem minimal-invasiven katheter-interventionellen Verfahren. Die jeweilige Behandlungsstrategie wird an den einzelnen Patienten und seine Begleiterkrankungen angepasst und in einer interdisziplinären Konferenz – dem sogenannten „heart team“ diskutiert.

Interventionelle Herzklappenbehandlungen

Im Rahmen eines kathetergestützten Eingriffs können wir - unter Verzicht auf die Herz-Lungen-Maschine - einige  Herzklappen reparieren oder sogar ersetzen. Diese Eingriffe erfolgen entweder in Intubationsnarkose oder Analgosedierung, die Zugangswege umfassen die Leistengefässe, die Halsvene oder einen transaortalen bzw. transapikalen Zugang.

Aortaklappenersatz: Unser TAVI-Programm

TAVI
CoreValve Evolut R/PRO (c) Medtronic

Das TAVI-Programm ist eine gemeinsame Einrichtung der Klinik für Kardiologie sowie der Abteilung für Herzchirurgie des Asklepios Klinikums Harburg. Unser zertifiziertes TAVI-Team besteht aus erfahrenen Ärzten beider Abteilungen. Mit mehr als 150 Eingriffen im Jahr gehören unsere Experten hamburgweit zu den erfahrensten TAVI-Zentren. Dafür wurden wir von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als TAVI-Zentrum zertifiziert.

Was ist TAVI?

TAVI ist eine Abkürzung und steht für die transvaskuläre Aortenklappenimplantation  (engl. transcatheter aortic valve implantation). Mit dieser Methode können wir auch bei schwerkranken Risikopatienten schonend die Aortenklappe ersetzen. Es wird quasi eine neue Herzklappe an die Position der alten Herzklappe implantiert und so die Funktion wiederhergestellt.

Mitralklappenreparatur

Bei bedeutsamer Mitralklappeninsuffizienz, also bei undichter Mitralklappe, gibt es für Risikopatienten eine Alternative zur herzchirurgischen Behandlung. Unser Team der interventionellen Kardiologie ist spezialisiert auf die Behandlung der Mitralklappenundichte über das venöse Gefässsystem.

Hierzu stehen uns aktuell drei Systeme zur Verfügung:

MitraClip 2
Abbott, Abbott ‘A’, TriClipTM and MitraClipTM are trademarks of Abbott or its related companies. Reproduced with permission of Abbott, © 2020. All rights reserved.

Mitra-Clip

Über die Leistenvene wird der Mitra-Clip unter echokardiographischer und röntgenologischer Kontrolle zur Mitralklappe vorgebracht. Anschließend werden die zwei Segel der Mitralklappe in der Mitte zusammengeklippt.  Dadurch entstehen aus einem großen Loch zwei kleine Löcher und die Undichtigkeit wird deutlich reduziert. Der Eingriff wird unter Intubationsnarkose durchgeführt. Die Entscheidung, ob der Patient für solche interventionelle Verfahren geeignet ist, wird im Rahmen von interdisziplinären Konferenzen mit Herzchirurgen, Kardioanästhesisten und Kardiologen getroffen.

PASCAL
(c) Edwards Lifesciences Services GmbH

PASCAL

Auch das PASCAL-System wird über die Leistenvene an die Mitralklappe angebracht. Grundsätzlich dient das PASCAL-System ebenfalls zur Verbindung der zwei Mitralklappensegel, ähnlich dem Mitra-Clip-System, allerdings weist es zwei Unterschiede auf. Die Arme können unabhängig voneinander bewegt werden und es hat einen Sparer in der Mitte, um große Lücken schonender zu überbrücken. Dieses System kann den aktuellen Gegebenheiten entsprechend deutliche Vorteile bringen.

Carrilon
(c) Cardiac Dimension Europe GmbH

Carillon

Diese Spange zur Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz wird über die Halsvene eingesetzt. Das System dient der Verkleinerung des Mitralklappenrings - es schiebt die Segel näher zusammen.

Patientengeschichte

Eine ehemalige Patientin der Klinik für Kardiologie spricht über ihre Erfahrungen mit dem Herzklappenersatz (TAVI-Programm).

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