Aortenaneurysma

In Deutschland erkranken jährlich 40 von 100 000 Einwohnern an einem Aortenaneurysma. Darunter versteht man eine krankhafte Erweiterung der Gefäße - meist im Bereich der Bauchaorta. Diese Erkrankung kann lange Zeit nicht in Erscheinung treten und ohne Beschwerden bleiben.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Oft entdecken Ärzte ein Aortenaneurysma im Rahmen einer Routineuntersuchung. Ein Bauchaortenaneurysma wird beispielsweise häufig im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung des Bauches erkannt. Beim Abhören mit einem Stethoskop können Strömungsgeräusche über Gefäßveränderungen entdeckt werden

Details über die Größe und Gefährlichkeit eines Aortenaneurysmas liefern bildgebende Maßnahmen wie eine Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) oder eine Angiografie (Darstellung der Gefäße).

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Um den Verlauf der Erkrankung günstig zu beeinflussen, gibt es Medikamente die, die Risikofaktoren einschränken können. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Übergewicht. Die Behandlung zielt darauf hin, dass es zu keiner kritischen Vergrößerung das Aortenaneurymas kommt. Dabei sind regelmäßige Kontrollen durch eine Ultraschalluntersuchung unabdingbar.
Wenn die Größe des Aneurysmas den behandlungsbedürftigen Durchmesser erreicht hat, werden mit  Ihnen die beiden möglichen Behandlungsmethoden ausführlich besprochen: zum Einen die minimal-invasive Therapie mittels Stentprothese, bei der die Erweiterung der Bauchschlagader von innen „geschient“ wird, zum Anderen die seit Jahren bewährte offene Operation. Welche Methode bei Ihnen angewandt wird, entscheiden Sie mit unserem qualifizierten Expertenteam, das Ihnen anhand der erhobenen Befunde das Für und Wider der jeweiligen Behandlungsmethode erläutert. Uns ist dabei sehr wichtig, Sie umfassend über mögliche Risiken, die Prognose und Erfolgsaussichten zu beraten. Zögern Sie bitte nicht, uns so lange zu befragen, bis alle Ihre Unklarheiten beseitigt sind.
 

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Am Entlassungstag führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch und weisen Sie dabei auf die besonderen Dinge hin, die Sie zukünftig beachten sollten. Sie erhalten einen Brief für Ihren weiterbehandelnden Arzt, in dem neben der Entlassungsmedikation diese Empfehlungen nochmals  schriftlich festgehalten werden.

Nach einer erfolgreichen Behandlung sollten Sie die regelrechte Funktion sowohl der Stent- als auch der operativ eingebrachten Prothese mittels Ultraschall regelmäßig überprüfen lassen. Diese Kontrollen können Sie jederzeit bei uns im Hause in der Gefäßsprechstunde wahrnehmen.

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