Liebe Patienten & Angehörige,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
    ► Wählen Sie den Notruf 112
     
  • Besuchseinschränkungen: Aus Sicherheitsgründen reduzieren Sie die Besuche bei Ihren Lieben bitte auf einen Besucher pro Tag und maximal 1 Stunde. Bitte beachten Sie die Infektionsschutzrichtlinien.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Asklepios-Team

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Besondere Beatmungsverfahren - lungenprotektiv (lungenschonend)

Zur Behandlung von Patienten mit besonders schwieriger Beatmungssituation stehen uns eine Bandbreite an Intensivrespiratoren mit verschiedenen Sonderfunktionen zur Verfügung. Diese Geräte ermöglichen es uns, eine individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Therapie durchzuführen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungskonzept

Die Beatmungssituation und die Beatmungserfordernisse beim akuten Lungenversagen (ARDS) können sehr unterschiedlich sein.

In diesen Fällen ist eine spezielle Diagnostik und eine individuell zugeschnittene Beatmungstherapie notwendig, um die Patienten erfolgreich zu behandeln. Die lungenschützende Beatmungsstrategie erhöht dabei die Überlebenschance der Patienten und mindert gleichzeitig das Risiko für negative Beatmungsfolgen der Lunge. Hierfür werden diagnostische Parameter, wie transpulmonale Druckmessungen und Best-PEEP-Bestimmungen im Rahmen von FRC-Messungen erhoben. Nicht nur bei Patienten mit akutem Lungenversagen, sondern auch bei Patienten mit Kyphoskoliose oder schwerer Adipositas sind diese Bestimmungen für ein effizientes und lungenschützende Beatmungskonzept hilfreich. Durch eine hinzugezogene Lagerungstherapie können wir vielfach eine weniger aggressive Beatmungseinstellung ermöglichen.

Auch Patienten mit schwerster obstruktiver Ventilationsstörung -  z.B. im Rahmen eines Status Asthmatikus - können so unter Umständen  mit einer über das Zwerchfell gesteuerten Beatmung (NAVA) ausreichend beatmet werden. Diese Form der Beatmung greift den Atemantrieb und den Beatmungsbedarf im Bereich des Zwerchfells ab, um somit eine bedarfsgerechte Beatmung des Patienten zu gewährleisten. Mit dieser Methode ist es uns auch möglich, in der Behandlung mit extracorporalen Lungenersatzverfahren eine maximal schonende Beatmung mit möglichst geringer Sedierung durchzuführen.

Zur frühzeitigen Mobilisation,, sowie für den Patiententransport können wir auf kleine mobile Beatmungsgeräte zurückgreifen. Somit besteht auch die Möglichkeit, einen Patienten sequentiell mit mehreren verschiedenen Beatmungsgeräten zu behandeln, um eine Genesung in möglichst kurzer Zeit mit den besten Ergebnissen zu erreichen.

In der Phase der Spontanatmung bei Patienten mit führend hypoxämischem Versagen kommt bei geeigneten Patienten eine nasale Highflow-Oxygenierung zum Einsatz, welche wir im Bedarfsfall auch mit einer nicht-invasiven Beatmung erfolgreich einsetzen können. So können wir eine invasive Beatmung vermeiden, da wir unseren Patienten eine höhere Sauerstoffkonzentration verabreichen können. Gleichzeitig reduzieren wir so das Risiko einer erneuten invasiven Beatmungspflichtigkeit nach Extubation.

Integraler Bestandteil einer erfolgreichen Beatmungstherapie ist ein effizientes Sekretmanagement. Hierfür nutzen wir medikamentöse Ansätze, atmungstherapeutische Verfahren, spezielle Hustenassistenz über Atemtechniken (z.B. Luftstapeln) oder über maschinelle Hustenhilfen (z.B. In-/Exsufflator-Geräte). Diese unterstützen den Heilungsprozeß wesentlich.

Für Zuweiser

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