Liebe Patienten & Angehörige,

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  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
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Venöse Thrombose

Verschließt ein Blutgerinnsel eine Vene, so spricht man von einer venösen Thrombose. Durch den vollständigen oder teilweisen Verschluss wird der Rückstrom des Blutes aus den betroffenen Gebieten behindert, es entsteht eine Stauung. Am häufigsten sind die tiefen Venen der Beine und die Beckenvenen betroffen. Risikofaktoren sind längeres Liegen oder Sitzen, Operationen, Tumorerkrankungen, schwere fiebrige Allgemeinerkrankungen oder Veränderungen im Hormonhaushalt. Außerdem können die Einnahme von oralen Kontrazeptiva (Antibabypille) und das Rauchen auslösende Rollen spielen

Symptome

  • Schwellungen am Fußknöchel, am Unterschenkel oder am ganzen Bein mit Spannungsgefühl sowie Blauverfärbungen der Haut am Bein
  • Schmerz in der Wade beim Auftreten
  • Überwärmung des geschwollenen Beins
  • Akute Atemnot kann auf eine Lungenembolie hinweisen!
    • suchen Sie sofort einen Arzt auf oder rufen Sie den Rettungswagen 112
    •  24 Stunden erreichbar: Zentrale Notaufnahme ASKLEPIOS Klinik Harburg: Tel.: 040-1818 86 66 66

 

Komplikation Lungenembolie:

Nicht immer treten die typischen Symptome Schmerz, Schwellung und bläuliche Verfärbung des betroffenen Beines auf. Das erste Anzeichen einer Thrombose kann auch zugleich ihre gefährlichste Komplikation sein – die  Lungenembolie. Dazu kommt es, wenn Gerinnsel mit dem Blutstrom bis in die Lungengefäße schwimmen und diese verstopfen (venöse Thrombembolie). Das verursacht Luftnot, Schmerzen beim Einatmen, Herzrasen und Brustschmerzen. Die Lungenembolie kann sich durch die Belastung des Herzens schnell zu einem lebensbedrohlichen Krankheitsbild entwickeln.

Suchen Sie bei Verdacht sofort einen Arzt  auf oder rufen Sie den Rettungswagen 112.

(24 Stunden erreichbar: Zentrale Notaufnahme ASKLEPIOS Klinik Harburg: Tel.: 040-1818 86 66 66)

 

 

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Bei der klinischen Untersuchung durch den Arzt wird anhand von sogenannten Scores die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Thrombose bestimmt. Im Bedarfsfall wird in einer anschließenden Blutprobe ein Parameter (D-Dimere) bestimmt, der bei unauffälligem Ergebnis eine Thrombose mit hoher Sicherheit ausschließen.

Bei auffälligem klinischen und Laborbefund muss ein bildgebendes Untersuchungsverfahren eingesetzt werden, wobei die farbkodierte Duplexsonografie das Mittel der Wahl ist. Hiermit kann der Arzt genau erkennen, ob eine Thrombose vorhanden ist und welche Ausdehnung sie hat. In unklaren Fällen kann eine Computertomographie (CT)–Phlebographie mit Injektion eines Kontrastmittels zur Diagnosesicherung erforderlich sein. Mit Hilfe der Computertomographie können auch rasch und sicher Gerinnsel in den Lungenarterien erkannt werden (CT-Pulmonalisangiographie).

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Die wichtigste Therapiemaßnahme ist die sofortige Gabe eines gerinnungshemmenden Mittels, um das Risiko einer gefährlichen Lungenembolie vorzubeugen.

Die Kompressionstherapie kommt in der Akutphase wegen der Umfangsvermehrung des betroffenen Beines meist als spezieller Verband, nach Abschwellen als angepasster Strumpf zur Anwendung. Sie trägt dazu bei, die Spätkomplikation eines venösen Geschwüres (Ulcus) zu vermeiden.

Häufig kann eine Thrombose ambulant behandelt werden, bei ausgedehntem Befall von mehreren Gefäßabschnitten oder auch bei einer Lungenembolie ist die stationäre Aufnahme erforderlich. In dieser Zeit können ggf. weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um die Ursache zu finden oder andere, ernste Erkrankungen auszuschließen. Über die Dauer der notwendigen Behandlungen werden wir Sie ausführlich aufklären.

Bei thrombotischen Verschlüssen der Venen besteht in ausgewählten Fällen die Möglichkeit der endovaskulären Revaskularisierung mit Stentimplantation.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Am Entlassungstag führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch und weisen Sie dabei auf die besonderen Dinge hin, die Sie zukünftig beachten sollten. Sie erhalten einen Brief für Ihren weiterbehandelnden Arzt, in dem neben der Entlassungsmedikation die Empfehlungen noch einmal schriftlich festgehalten werden.

Regelmäßige Ultraschalluntersuchungen zur Beurteilung der Entwicklung der Thrombose sind sinnvoll. Nehmen Sie gern Kontakt mit unserer Gefäßsprechstunde auf. Das qualifizierte Team vereinbart mit Ihnen Termine zur Nachsorge und Kontrolle.

 

Vorsorge – was Sie selber tun können:

  • Bewegung verbessert die Durchblutung. Beispielsweise Gehen, Schwimmen, Radfahren oder Tanzen mindestens 5 x 30 Minuten/Woche
  • Ernährung
    • täglich frisches Obst und Gemüse
    • pflanzliche Fette mit vielen ungesättigten Fettsäuren (z.B. Raps-, Distel- oder Olivenöl)
    • regelmäßig Fisch wie Hering, Lachs oder Makrele, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind
    • Ausreichend Trinken (etwa 2 Liter Wasser/Tee pro Tag)
  • Auf Nikotin verzichten

 

Das Team der Klinik für Angiologie berät Sie gern über die für Sie persönlich geeigneten und notwendigen Vorsorgemaßnahmen.

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