Behandlung von Hüftschäden mit der Hüftgelenkarthroskopie

Hüftgelenke ließen sich lange Zeit mit einer Gelenkspiegelung, der Arthroskopie, sehr schwer untersuchen. Aus diesem Grund konnten krankhafte Befunde im Hüftgelenk häufig nicht erkannt werden, eine frühzeitig einsetzende Arthrose (Gelenkverschleiß) war oftmals die Folge. Eingriffe, selbst an kleinen Strukturen im Hüftgelenk, erforderten zu früheren Zeiten eine aufwendige Operation mit einem großen Hautschnitt. Die Rehabilitationsdauer fiel dementsprechend lang aus.

Heutzutage hat sich diese Situation für unsere Patienten erheblich verbessert. Durch die Weiterentwicklung der minimalinvasiven Verfahren und technische Verbesserungen im Fachbereich Arthroskopie können wir nun am Hüftgelenk rekonstruktive (wiederherstellende) Methoden mit Nahttechniken, verschiedenen Knorpeltherapien sowie knöchernen Korrekturen über kleinste Hautinzisionen (Einschnitte in die Haut) vornehmen.

 

Hüftgelenke ließen sich lange Zeit mit einer Gelenkspiegelung, der Arthroskopie, sehr schwer untersuchen. Aus diesem Grund konnten krankhafte Befunde im Hüftgelenk häufig nicht erkannt werden, eine frühzeitig einsetzende Arthrose (Gelenkverschleiß) war oftmals die Folge. Eingriffe, selbst an kleinen Strukturen im Hüftgelenk, erforderten zu früheren Zeiten eine aufwendige Operation mit einem großen Hautschnitt. Die Rehabilitationsdauer fiel dementsprechend lang aus.

Heutzutage hat sich diese Situation für unsere Patienten erheblich verbessert. Durch die Weiterentwicklung der minimalinvasiven Verfahren und technische Verbesserungen im Fachbereich Arthroskopie können wir nun am Hüftgelenk rekonstruktive (wiederherstellende) Methoden mit Nahttechniken, verschiedenen Knorpeltherapien sowie knöchernen Korrekturen über kleinste Hautinzisionen (Einschnitte in die Haut) vornehmen.

 

Symptome und Diagnostik von Hüfterkrankungen

Schmerzen im Hüftgelenk treten manchmal bei körperlicher Belastung und manchmal auch ganz unabhängig davon auf. Häufig kommen ein sogenannter Anlaufschmerz, ein stechender Schmerz bei bestimmten Bewegungen und in einigen Fällen auch Dauerschmerzen vor. Meist spüren die Patienten mit Hüftbeschwerden den Schmerz in der Leistenregion, bei einigen Erkrankungen strahlen die Schmerzen jedoch auch aus. In diesem Fall bestehen die Hauptsymptome an der Außen- oder Innenseite des Oberschenkels, sie können sich aber auch an Knie oder Rücken zeigen.

Für unsere Chirurgen und sonstige behandelnde Ärzte ist eine Klärung der genannten Aspekte wichtig, um eine Verdachtsdiagnose stellen zu können.

Neben einer gezielten klinischen Untersuchung (hierbei setzt der Arzt seine Sinne sowie einfache Instrumente ein) sind eine Röntgenuntersuchung des Hüftgelenkes und eine Magnetresonanztomografie (MRT: Bildgebungsverfahren, bei dem ein Magnetfeld genutzt wird) erforderlich. In Ausnahmefällen wenden wir zudem eine Spezial-MRT oder eine Hüftpunktion (Entnahme von Flüssigkeit aus dem Gelenk mittels Nadel) zur Diagnosefindung an.

Operationstechnik

Den Eingriff führen wir meist in Vollnarkose durch. Ein Blutverlust bleibt dabei weitgehend aus, da wir nur sehr kleine Hautschnitte (drei bis vier Schnitte von ca. einem Zentimeter Länge) benötigen. Über diese Schnitte führen unsere Spezialisten kleine Operationsinstrumente und eine Kamera ein, deren Aufnahmen aus dem Gelenk auf einen Monitor übertragen werden. Abhängig vom Befund erfolgt dann die Therapie. Liegt ein Gelenklippenriss (Labrumriss) vor, können wir den geschädigten Anteil, ähnlich wie bei der Meniskuschirurgie am Knie, entfernen. In bestimmten Fällen ist auch eine Naht des Labrums möglich. Knorpel- und Bandverletzungen behandeln wir ebenfalls mit großer Erfahrung und setzen dabei verschiedene Techniken ein. Bei einer Inkongruenz („Deckungsungleichheit“) von Kopf und Pfanne (FAI: Femoroacetabuläres Impingement) können wir arthroskopisch (im Rahmen einer Gelenkspiegelung) eine Knochenresektion (Entfernung von Knochengewebe) durchführen, um physiologische anatomische Verhältnisse zu schaffen.

Häufige Hüftgelenkerkrankungen

Femoroacetabuläres Impingement (FAI)

Femoroacetabuläres Impingement vor und nach knöcherner Korrektur im 3D-CT
Femoroacetabuläres Impingement vor und nach knöcherner Korrektur im 3D-CT

Das Femoroacetabuläre Impingement ist einer der häufigsten Gründe, warum eine Hüftgelenkarthroskopie (Spiegelung des Hüftgelenks) durchgeführt wird. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine meist angeborene Fehlform des Hüftkopfes beziehungsweise der Hüftpfanne, welche zu schmerzhaften Einklemmungserscheinungen (Impingement) führt. Auch geht mit dieser Erkrankung sehr oft eine Schädigung der Gelenklippe (Labrum) sowie des Knorpels einher.

Die betroffenen Patienten erkranken dann in frühem Lebensalter an einer Arthrose (sogenannter Gelenkverschleiß).

Die Hüftgelenkarthroskopie bietet uns die Möglichkeit, diese Einklemmungserscheinungen zu beseitigen. Auf diese Weise können wir die Schmerzen unserer Patienten beheben und das Auftreten einer Arthrose verzögern oder sogar verhindern.

Labrumläsionen (Gelenklippeneinrisse)

Kombinationstherapie mit Mikrofrakturierung einer Defektfläche der Hüftpfanne und Labrumnaht
Kombinationstherapie mit Mikrofrakturierung einer Defektfläche der Hüftpfanne und Labrumnaht

Verletzungen der Gelenklippe (Labrum) können schmerzhaft sein und mitunter Einklemmungserscheinungen und Blockierungen im Hüftgelenk verursachen. Als Ursachen für Labrumverletzungen kommen Unfälle, aber auch Abnutzungen beziehungsweise ein Femoroacetabuläres Impingement in Betracht. Sofern durch eine konservative Therapie (zum Beispiel mit Entlastung, Medikamenten, Physiotherapie und gegebenenfalls Injektionen) die Beschwerden nicht gelindert werden können und die Teilnahme am Berufsleben sowie an häuslichen Tätigkeiten und Freizeitaktivitäten nicht mehr möglich ist, ist oftmals eine Operation erforderlich. In unserer Klinik sorgen erfahrene Experten dafür, dass es Ihnen so bald wie möglich wieder besser geht.

Bei dem operativen Eingriff entfernen wir kleine, abgelöste Labrumanteile. Ziel ist auch hier eine entsprechende Rekonstruktion, das heißt eine Wiederanheftung der Gelenklippe an den Rand der Gelenkpfanne.

Freie Gelenkkörper

Im Hüftgelenk vorhandene freie Gelenkkörper können Blockierungen und Einklemmungen verursachen. Diese äußern sich häufig durch einen stechenden kurzen Schmerz. Mit arthroskopischen Verfahren entfernen wir diese freien Körper. Unser Ziel ist es, Ihre Beschwerden dadurch zu beseitigen.

Knorpelschaden und Arthrose

Es gibt am Hüftgelenk verschiedene Möglichkeiten der Knorpeltherapie. Diese beinhalten neben den klassischen Therapieverfahren wie Abrasion (Abschleifen beziehungsweise Abfräsen) und Mikrofrakturierung (gezieltes Herbeiführen eines Knochendefektes, um die Entstehung von neuem Knorpelgewebe auszulösen) auch die Möglichkeit der Knorpelmembrantransplantation (AMIC: Autologe matrixinduzierte Chondrogenese, Modifikation der Mikrofrakturierung) beziehungsweise der in zwei Operationen durchzuführenden Autologen Chondrocytentransplantation (ACT: Entnahme von Knorpelzellen, welche im Labor vermehrt und dem Patienten anschließend implantiert werden). Welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt unter anderem von der Defektgröße, der Defektlokalisation und dem übrigen Gelenkstatus ab.

Die Möglichkeiten der Arthroskopie (Gelenkspiegelung) bei einer Arthrose des Hüftgelenkes (Koxarthrose) sind begrenzt. Hier entscheiden wir im Einzelfall, ob mit arthroskopischen Maßnahmen eine Beschwerdereduktion möglich ist oder ob die Implantation eines Kunstgelenkes (TEP) die sinnvollere Alternative darstellt. Dabei berücksichtigen wir unter anderem die Krankengeschichte unserer Patienten sowie die Ergebnisse der klinischen Untersuchung, des Röntgens und der Magnetresonanztomografie (MRT: Bildgebungsverfahren, bei dem ein Magnetfeld genutzt wird).

 

Hüftgelenkdysplasie

Bei einer Dysplasie (Fehlbildung) des Hüftgelenkes ist die ursächliche Beseitigung der Pathologie mit der Arthroskopie nicht möglich. Hier muss im Einzelfall in Abhängigkeit vom Ausprägungsgrad der Dysplasie entschieden werden, inwiefern eine arthroskopische Operation sinnvoll beziehungsweise möglich ist.

Krankenhausaufenthalt

In der Regel ist für eine Hüftgelenkspiegelung ein kurzer stationärer Aufenthalt erforderlich. Das bedeutet, Sie kommen am Tag der Operation in unser Krankenhaus und können es nach drei bis vier Tagen wieder verlassen.

Nachbehandlung

Narben sechs Wochen nach Hüftarthroskopie
Narben sechs Wochen nach Hüftarthroskopie

Es ist wichtig, dass unsere Patienten im Anschluss an die Operation Krankengymnastik erhalten, welche Bewegungsübungen, eine Muskelkräftigung und eine Gangschulung umfasst. Die Krankengymnastik wird entweder durch uns oder Ihren weiterbehandelnden Arzt eingeleitet. Ziel ist es, Ihre Gelenkfunktion schnell wiederherzustellen. Gegebenenfalls ist eine Teilbelastung an Unterarmgehstützen notwendig.

Weiterführende Informationen

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Arthroskopische Operationen und rekonstruktive Gelenkchirurgie Sprechstunde

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