Fragen und Antworten
Häufige Fragen zur Schmerztherapie und Schmerzklinik
Eine Schmerzklinik ist die richtige Adresse, wenn chronische Schmerzen trotz verschiedener Therapieversuche nicht gelindert werden können. Besonders hilfreich ist dies bei komplexen Schmerzsyndromen, die eine interdisziplinäre Behandlung erfordern, wie z. B. Migräne, Fibromyalgie oder neuropathische Schmerzen. Ein Besuch der behandelnden Ärzt:in wird Patient:innen mit chronischen Schmerzen zur Abklärung empfohlen.
Die Einweisung erfolgt in der Regel durch den Hausarzt bzw. die Hausärztin oder durch Fachärzt:innen wie Neurolog:innen und Orthopäd:innen, die oft mit dem multimodalen Schmerzzentrum Rücksprache halten. Voraussetzung ist meist, dass zuvor andere Therapien ausgeschöpft wurden. Neben der teilstationären Versorgung sind auch eine ambulante multimodale Schmerztherapie oder eine stationäre Therapie möglich.
In einem Schmerzzentrum erfolgt eine interdisziplinäre Behandlung chronischer Schmerzen. Ärzt:innen, Therapeut:innen und Psycholog:innen erstellen gemeinsam individuelle Therapiepläne. Dazu gehören medikamentöse Behandlungen, Physiotherapie, Psychotherapie sowie Verfahren wie Nervenblockaden. Es gibt sowohl Gruppen‑ als auch Einzelsitzungen. Ziele sind Schmerzlinderung, Funktionsverbesserung und die Förderung der Lebensqualität.
Ja, die gesetzlichen Krankenkassen kommen für Therapien bei Schmerzen auf, sofern sie ärztlich verordnet sind. Dazu zählen Behandlungen wie Medikamente, Physiotherapie, Psychotherapie oder multimodale Schmerztherapien. Private Krankenkassen übernehmen die Kosten abhängig vom Tarif. Wir empfehlen, vorher Rücksprache mit dem Versicherer zu halten.
Die Dauer der Therapie richtet sich nach dem jeweiligen Schmerzpatienten bzw. der jeweiligen Schmerzpatientin und den individuellen Beschwerden. Handelt es sich um akute oder chronische Schmerzen? Eine akute Therapie kann wenige Wochen dauern, während chronische Schmerzen oft längerfristige, teils monatelange Behandlungen erfordern. Multimodale Schmerztherapien dauern 4 Wochen (a 20 Werktage) in intensiven Programmen.