Unser Schwerpunkt: Gastroenterologie
Unser Schwerpunkt: Gastroenterologie
Diagnostische und therapeutische Endoskopie
Die Endoskopie zählt zu unseren wichtigsten Schwerpunkten. Mit hochauflösender Videoendoskopie und computergestützter Bildverarbeitung können wir selbst kleinste Veränderungen an Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm frühzeitig erkennen. Gleichzeitig ermöglichen uns moderne Instrumente eine Vielzahl therapeutischer Eingriffe direkt über das Endoskop. In vielen Fällen kann dadurch eine größere Operation vermieden werden.
Endoskopie
Mit Hilfe von Spiegelungsgeräten (Endoskopen) können wir über natürliche Körperöffnungen wie Mund und Nase heutzutage alle Verdauungsorgane für diagnostische und therapeutische Zwecke zugänglich machen.
Durch die immensen technischen Fortschritte in den letzten Jahrzehnten stehen uns heutzutage schlanke Endoskope mit einer sehr hohen Auflösung zur Verfügung, die das Erkennen von kleinsten Veränderungen in der Schleimhaut ermöglicht. Durch Färbeverfahren (Chromoendoskopie) können diese Veränderungen noch besser sichtbar gemacht werden. Auf diese Weise können z. B. bösartige Veränderungen in einem frühen Stadium erkannt und über eine endoskopische Therapie (d. h. mit dem Spiegelungsgerät) sogar geheilt werden. Auch die Gallenwege und der Bauchspeicheldrüsengang können heutzutage nicht nur indirekt über Kontrastmittelgabe (sogenannte endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie, ERCP) dargestellt werden, sondern es gibt Mini-Spiegelungsgeräte, die den direkten Zugang ermöglichen (Cholangioskopie).
Um die Spiegelungen für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten, bieten wir eine Schlafspritze (Sedierung) an.
Zentrum für endoskopische Tumortherapie (ZET)
Das ZET ist ein nationaler Zusammenschluss von ausgewählten Kliniken, in denen eine besondere Expertise bei der endoskopischen Behandlung von Tumoren und komplizierten Polypen besteht. Unser Team ist Gründungsmitglied und Mit‑Initiator:in des ZET. Alle beteiligten Expert:innen‑Zentren haben sich selbst verpflichtet, einen definierten hohen Qualitätsstandard bei der Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen vorzuhalten. Das meint modernste technische Ausstattung und die Verfügbarkeit sämtlicher diagnostischer und therapeutischer Verfahren.

Dünndarmendoskopie (Enteroskopie)
Die Dünndarmendoskopie ist ein hochspezialisiertes Verfahren zur Darstellung des gesamten Dünndarms, der mit herkömmlichen Endoskopen lange Zeit nicht zugänglich war. Unser Team gehört zu den führenden Zentren in Deutschland, die diese Technik frühzeitig eingeführt und weiterentwickelt haben. Sie kommt insbesondere bei unklaren Blutverlusten zum Einsatz und ermöglicht eine gezielte Abklärung bislang unklarer Befunde. Zudem können zahlreiche therapeutische Eingriffe wie z. B. Blutstillungen, Dehnungen von Engstellen oder die Abtragung von Polypen durchgeführt werden.
Dünndarmendoskopie (Enteroskopie)
Die technischen Weiterentwicklungen haben dafür gesorgt, dass heutzutage jeder Darmabschnitt mit einem Spiegelungsgerät einsehbar ist. Gerade der Dünndarm stellte mit seinen 4–8 m Länge eine große Herausforderung dar. Mit Einführung der sogenannten Kapselendoskopie (eine kleine Kamera, die mit den Darmbewegungen durch den Dünndarm wandert und dabei Bilder anfertigt) wurde der Dünndarm erstmals in ganzer Länge diagnostisch zugänglich. Durch die Entwicklung entsprechender Spiegelungsgeräte (sogenannte Ballon‑ oder Spiralenteroskope) kann heute der Dünndarm aufgefädelt und so auch therapeutischen Eingriffen zugänglich gemacht werden.

Sonographie
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist ein bewährtes, nicht‑invasives Verfahren zur Darstellung innerer Organe wie Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz oder Nieren. Aber auch der Darm kann mit einem speziellen Ultraschallkopf untersucht werden. Bei Bedarf setzen wir Kontrastmittel ein, um unklare Befunde weiter einzugrenzen. Auch gezielte Punktionen zur Entnahme von Gewebe oder Flüssigkeit erfolgen unter Ultraschallsicht. Ferner können auch die Schilddrüse und viele Gefäße sonographisch beurteilt werden.
Sonographie
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) von inneren Organen und Gefäßen ist heute fester Bestandteil der ärztlichen Untersuchung. Neben der möglichst präzisen Abbildung der Organe und deren krankhaften Veränderungen haben bedeutende technische Weiterentwicklungen die Ultraschalldiagnostik revolutioniert.
Die Farbdopplersonographie ermöglicht die Darstellung der Blutströmung in den Gefäßen; Flussrichtung und Geschwindigkeit werden gemessen und dem Ultraschallbild in Farbe überlagert. So können beispielsweise Durchblutungsstörungen der Organe oder Engstellen in Blutgefäßen direkt sichtbar gemacht werden.
In der Kontrastmittelsonographie wird eine kleine Menge (2–3 ml) eines speziellen Ultraschallkontrastmittels in das Blut eingespritzt (meist über eine Vene in der Ellenbeuge). Das Kontrastmittel besteht aus mikroskopisch kleinen Gasbläschen, die nur wenige Minuten im Blutkreislauf verbleiben und danach zerfallen und den Körper über die Lunge und die Ausatemluft verlassen. Mit dieser Methode kann die Durchblutung verschiedener Gewebe sehr exakt bestimmt werden. Dies erlaubt wiederum eine Charakterisierung z. B. von tumorösen Veränderungen (Unterscheidung von gut‑ und bösartigen Tumoren).
Die Ultraschall‑Elastographie verwendet Ultraschallwellen zur Bestimmung der Elastizität von Organen und Geweben. So kann z. B. eine Leberzirrhose, bei der das Organ durch Vernarbungen an Elastizität verliert, ohne Punktion erkannt werden.
Die ultraschallgesteuerte Biopsie ermöglicht die Gewinnung von Gewebeproben aus krankhaft veränderten Arealen des Körpers. Die Punktionsnadel wird dabei unter kontinuierlicher Ultraschallsicht bis in die Zielregion vorgeführt. Durch die ständige Überwachung (realtime) ist die Methode sehr sicher und komplikationsarm.
Neben der Verwendung des Ultraschalls zur Diagnostik (bildliche Darstellung und Gewebeentnahme) gibt es therapeutische Verfahren, die unter sonographischer Überwachung durchgeführt werden. So können z. B. Flüssigkeitsansammlungen oder Abszesse im Körper punktiert und mit Drainagesystemen nach außen abgeleitet werden.
In unserer Klinik besteht eine hohe Expertise in der Sonographie und in der Endosonographie. Alle modernen Verfahren für Diagnostik und Therapie werden vorgehalten.

Endosonographie
Als Kombination aus Endoskopie und Ultraschall ermöglicht die Endosonographie eine besonders detailgenaue Darstellung von Organstrukturen im Brust‑ wie auch Magen‑Darm‑Bereich und benachbarter Organe wie der Bauchspeicheldrüse oder Lymphknoten. Sie erlaubt sowohl diagnostische als auch therapeutische Maßnahmen: So können unter Ultraschallsicht gezielt Gewebeproben entnommen oder kleinere Eingriffe vorgenommen werden – mit hoher Genauigkeit und minimaler Belastung für Patient:innen.
Endosonographie
Bei der Endosonographie ist die Ultraschallsonde in verkleinerter Form an der Spitze eines Endoskops (meist ein Endoskop zur Magenspiegelung) angebracht. Sie kann dann unter optischer Sicht z. B. in den Magen vorgeführt werden. Veränderungen der Speiseröhren‑ und Magenwand können so mit Ultraschall beurteilt und exakt vermessen werden. Auch die umgebenden Organe, z. B. die hinter dem Magen gelegene Bauchspeicheldrüse, können in hoher Auflösung dargestellt werden.
Die Endosonographie wird als Spezialuntersuchung in der Regel erst dann erforderlich, wenn andere bildgebende Verfahren (Abdomensonographie, Computertomographie, Kernspintomographie) aufgrund der geringeren Bildauflösung zur Beurteilung eines Befundes nicht ausreichen.
Die ultraschallgesteuerte Biopsie ist auch in der Endosonographie möglich. Hier wird eine spezielle Punktionsnadel über den Arbeitskanal des Endoskops bis zur Gerätespitze vorgeführt und dann unter kontinuierlicher Ultraschallsicht z. B. durch die Magenwand in eine Zielläsion außerhalb des Magens gesteuert. Auch diese Art der Probenentnahme ist aufgrund der kontinuierlichen Ultraschallüberwachung äußerst präzise und komplikationsarm.
Neben der endosonographischen Diagnostik (bildliche Darstellung und Gewebeentnahme) gibt es mehrere therapeutische Verfahren, die unter endosonographischer Kontrolle durchgeführt werden. So können z. B. größere Flüssigkeitsansammlungen, die sich gelegentlich nach einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse bilden, in den Magen abgeleitet werden. Auch die endosonographische Anlage einer Gallenableitung in den Magen, z. B. bei Tumoren der ableitenden Gallenwege, ist möglich.
In unserer Klinik besteht eine hohe Expertise in der Sonographie und in der Endosonographie. Alle modernen Verfahren für Diagnostik und Therapie werden vorgehalten.
