Kerstin Ritter
Chefarztsekretariat
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Kinder- und Jugendpsychiatrie

Die Rosenvilla verfügt über zwei Stationen mit jeweils sieben Behandlungsplätzen für Jungen und Mädchen von etwa acht bis 14 Jahren.
Manche Kinder sind inneren und äußeren Belastungen ausgesetzt (zum Beispiel Trennungen, traumatischen Ereignissen, Verlusten, familiären Spannungen), die sie seelisch nicht bewältigen können. Daraus können Ängste, Depressionen, Schulvermeiden, Verweigerungsverhalten und oppositionelles Verhalten resultieren. Häufig werden Familie, Freundschaften und schulisches Leistungsvermögen dadurch massiv belastet. Wenn die Familie an ihre Grenzen gerät und ambulante Hilfen scheitern, ist eine stationäre Behandlung manchmal unumgänglich. Wir, das Team der Rosenvilla sind dann für Sie und Ihr Kind da.
Wir, das Team der Rosenvilla, möchten Sie als Familie mit Ihren Ängsten aber auch Wünschen für sich und Ihr Kind auffangen und begleiten.
Die Rosenvilla verfügt über zwei Stationen mit jeweils sieben Behandlungsplätzen für Jungen und Mädchen von etwa acht bis 14 Jahren. Die Altersgrenzen sind nicht starr, sondern orientieren sich an den Entwicklungsständen der Kinder.
Unser Team setzt sich zusammen aus Ärzt:innen, Psycholog:innen, analytischen Therapeut:innen für Kinder- und Jugendliche, Verhaltenstherapeut:innen, Ergotherapeut:innen (Experten für das Training von Alltagsfunktionen) und Mototherapeut:innen (Bewegungstherapeuten), Erziehern, Krankenpflegern sowie Sozialpädagog:innen
Wir achten bei der Aufnahme sehr auf eine Gruppenzusammensetzung der Kinder, die ein therapeutisches Milieu begünstigt, in dem jedes Kind sich seinen Möglichkeiten entsprechend gut entwickeln kann.
Das therapeutische Milieu wird durch unser besonderes Konzept, das sogenannte bipolare Therapiekonzept, unterstützt und aufrechterhalten. Hierbei sorgt der ärztliche Stationsleiter für Regelakzeptanz und verlässliche Strukturen. Er ermuntert Ihr Kind immer wieder – auch durch das Aussprechen von Konsequenzen – seine Behandlungsziele und somit seine Entwicklung im Blick zu behalten. Er übernimmt zusammen mit dem pädagogischen Team eine Aufgabe, ähnlich einem elterlichen Erziehungsauftrag.
Demgegenüber steht gleichberechtigt ein:e Einzeltherapeut:in. Er ist für Ihr Kind Vertrauensperson und unterliegt der Schweigepflicht. Im psychotherapeutischen Raum erarbeiten Ihr Kind und der Therapeut ein gemeinsames Verständnis und Veränderungsmöglichkeiten für die Probleme. Das bipolare Therapiekonzept ist die Garantie für eine innere und äußere Entwicklung zugleich und kann somit als ein Schwerpunkt unserer Behandlung gesehen werden.
Die stationäre Behandlung gliedert sich in drei Abschnitte:
Am Beginn der Behandlung steht eine gründliche und ausführliche Diagnostikphase: Wir beobachten Ihr Kind im stationären Alltag und in der Klinikschule, lernen sein Umfeld kennen und machen uns ein Bild über seine zugrundeliegenden Probleme. Dabei beziehen wir die Familie, Schule und gegebenenfalls Betreuer oder weitere Bezugspersonen mit ein. Auch medizinische, körpertherapeutische Befunde sowie eine umfassende Diagnostik von Lernfähigkeit und Leistungsvermögen gehören dazu.
Diese Phase dauert in der Regel sechs bis acht Wochen. Kinder benötigen diese Zeit, um Vertrauen aufzubauen und das Behandlungsangebot als Chance zu verstehen. Sie brauchen einen festen Rahmen, Sicherheit und Verlässlichkeit. In diesem therapeutischen Milieu können Konflikte mit Gleichaltrigen und Erwachsenen verstanden und konstruktiv genutzt werden.
Am Ende dieser Behandlungsphase steht die Zweitsicht, in der alle Informationen zusammengetragen werden und ein individuell auf den Patienten zugeschnittenes Behandlungsprogramm beschlossen wird.
Diese erste Phase führt in der Regel bereits zu einer leichten Verringerung der Symptomatik.
In der zweiten Phase der Behandlung findet weiterhin die Stabilisierung des emotionalen Zustands des Kindes statt. Hierzu stehen uns zahlreiche therapeutische Instrumente zur Verfügung. Zum Beispiel:
All diese Methoden führen letzlich dazu, dass Ihr Kind belastbarer wird, sodass wir ihm bald mehr abverlangen können. Ihr Kind ist jetzt unter geschützten stationären Bedingungen im Stationsalltag, in der Klinikschule, in der Kindergruppe in Bezug auf Regelakzeptanz und Sozialverhalten so weit, dass es die erreichten Fortschritte auf ein soziales Umfeld außerhalb der Klinik übertragen kann.
Nun stehen ein externer Außenschulbelastungsversuch und gegebenenfalls ein externer Arbeitsversuch in den Ferien an. Hierbei wächst Ihr Kind mit unserer Unterstützung an seinen Aufgaben, bis es ein Niveau erreicht hat, welches es erfolgreich auf seinen üblichen Lebensalltag übertragen kann.
Selbstverständlich werden Sie nicht nur über die jeweiligen Behandlungsschritte informiert; um erfolgreich mit Ihren Kindern arbeiten zu können, sind wir auf Ihre Mitarbeit angewiesen. In regelmäßig stattfindenden zweiwöchentlichen, gegebenenfalls häufigeren Elterngesprächen werden Sie nicht nur über die Fortschritte Ihres Kindes in Kenntnis gesetzt. Wir unterstützen Sie auch dabei, schwierige und konflikthafte familiäre Verhaltensweisen zu erkennen und so zu verändern, dass es für Ihre Familie eine konstruktive Lösung gibt und Sie Ihr Kind bestmöglich auf seinem Entwicklungsweg unterstützen können.
Ein wesentlicher Bestandteil der Eltern- und Familienarbeit ist der Elternsamstag.
In der dritten Phase zum Ende der Behandlung hin erfolgt neben der immer noch bestehenden oben beschriebenen Belastungssteigerungs-Behandlung die Überleitung in den zukünftigen Alltag Ihres Kindes. Alle Beteiligten – also auch Sie, die Eltern, Betreuer, Erzieher oder gegebenenfalls andere Personen, bei denen das Kind lebt – werden einbezogen in eine Planung. Mögliche Schwierigkeiten und vorhersehbare Belastungen werden ebenso einkalkuliert wie eine allgemeine Nachsorge und eine eventuelle Wiederaufnahmemöglichkeit, falls die erreichten Entwicklungsschritte nicht stabil beibehalten werden können.
... stützt sich auf anerkannte Vorgehensweisen und das heute verfügbare Wissen. Es berücksichtigt die Leitlinien der deutschen (und amerikanischen) Fachgesellschaft beziehungsweise der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und wird entsprechend dem wissenschaftlichen Fortschritt regelmäßig weiterentwickelt.
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