Asklepios Klinik Sebnitz

Kardiologie - Eine Herzenssache

Kardiologie - Eine Herzenssache

Kein anderes Organ unseres Körpers hat einen so symbolischen Wert wie das Herz. Es gilt als Sitz unserer Emotionen, als Zeichen für Freundschaft, Zuneigung und Liebe. Schon im 12. Jahrhundert nannte Hildegard von Bingen das Herz „domus animae“, das Haus der Seele. Für Mediziner ist das Herz jedoch weit mehr: Es hält den lebenswichtigen Blutkreislauf aufrecht und versorgt damit alle anderen Organe. Unser Herz schlägt etwa 100.000 Mal am Tag und pumpt pro Minute bis zu fünf Liter Blut durch den Körper. Welch enorme Leistung! Doch wehe, wenn das Herz krank wird.

Alle Tätigkeiten des Alltags können dann zur Last werden. Um es mit einem oft zitierten Vergleich zu sagen: „Das beste Auto nützt nichts, wenn der Motor schwächelt.“ Auch das Herz kann an vielen Stellen schwächeln: im Herzmuskel, in den Herzkranzgefäßen, im Reizleitungssystem oder an den Klappen – überall können Erkrankungen auftreten.

Unser kardiologisches Spezialistenteam nimmt sich Ihrer Beschwerden mit vollem Einsatz an. Sie werden gründlich untersucht und umfassend behandelt. Alle gängigen Herzuntersuchungen und Behandlungen führen wir in unserer Klinik durch.

Erfahren Sie mehr über Herzerkrankungen

Herzrhythmusstörungen entstehen aus unterschiedlichsten Ursachen und zeigen vielfältige Folgen – vom „harmlosen Stolpern“ bis zur akuten Lebensgefahr.

Die Ursachen finden

Manche „Herzstolperer“ spürt man, andere leider nicht.

Mit moderner Technik entdecken wir die meisten Herzrhythmusstörungen und beginnen sofort die Therapie. In unserem Haus erfassen wir auch seltene Ereignisse mit einer speziellen Langzeit-EKG-Aufzeichnung, die bis zu fünf Jahre reicht. Dazu setzen wir einen Event-Rekorder, also einen „Ereignis-Aufzeichner“, in einem kleinen Eingriff unter die Haut.

Therapien umfassen den Einsatz eines Herzschrittmachers oder eines ICD, eines internen Defibrillators.

Unser Herz besitzt vier Klappen. Versagt eine, spüren wir das an nachlassender Belastbarkeit. Ein schmerzfreier Herzultraschall zeigt meist schon die meisten Klappenfehler. Will der Kardiologe es genauer wissen, folgen weitere spezielle Untersuchungen. Erst danach schlagen wir Ihnen gezielte Behandlungen vor. Unsere Spezialisten entscheiden dann gemeinsam mit Ihnen über die passende Therapie – ob medikamentös oder operativ.

Die Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen. Verengen sich diese Gefäße, entsteht bei Anstrengung Sauerstoffmangel im Muskel, was zu starkem Druck, Schmerzen im Brustkorb und Atemnot führt.

Die Engstellen beseitigen

Wenn ein Herzkranzgefäß vollständig verstopft, erleidet man einen Herzinfarkt, bei dem Herzmuskelzellen absterben. Die Schmerzen sind stark und strahlen oft in den linken Arm oder Oberbauch aus. Sofortige Hilfe ist lebenswichtig! 

Unser Notfallteam beginnt umgehend mit der ersten Therapie. Es folgt eine Untersuchung im Herzkatheterlabor. Dort suchen die Mediziner über einen kleinen Zugang in der Leiste die Engstelle am Herzen auf. Meist kann der Engpass sofort beseitigt werden.

Der Herzmuskel arbeitet härter als jeder andere Muskel. Lässt seine Kraft nach, fällt Ihnen jede Treppe, jeder kleine Anstieg und im schlimmsten Fall sogar das Atmen im Ruhezustand schwer.

Wir helfen Ihnen

Eine Herzschwäche kann plötzlich oder allmählich einsetzen und bis zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Wir sind auf alle Schweregrade vorbereitet und helfen Ihnen, Ihre körperliche Belastbarkeit schnell wieder zu steigern. 

Selten greift eine Infektion, die von anderen Entzündungsherden im Körper ausgeht, den Herzmuskel an. Hier ist besondere Vorsicht nötig. Unsere Spezialisten prüfen regelmäßig Ihre Herzfunktion und stehen Ihnen während der oft langwierigen Therapie zur Seite.

Komplexe Herausforderungen für das Herz

Das Herz ist eines der leistungsstärksten Organe des Körpers – und gleichzeitig anfällig für eine Vielzahl von Erkrankungen. Neben häufigen Herzproblemen wie Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz gibt es auch seltenere, sogenannte spezielle Herzerkrankungen, die besondere Diagnostik und Behandlung erfordern. Unsere Klinik bietet modernste Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, um auch komplexe Herzerkrankungen bestmöglich zu behandeln. Unser Ziel: Ihr Herz so gesund wie möglich zu erhalten.

Lungenembolie: Auswirkungen auf die Herzgesundheit

Eine Lungenembolie ist ein medizinischer Notfall, bei dem ein Blutgerinnsel eine Lungenarterie blockiert. Diese Blockade kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben, insbesondere für das Herz-Kreislauf-System. Das Herz pumpt sauerstoffarmes Blut in die Lunge, wo es mit Sauerstoff angereichert wird. Eine Lungenembolie unterbricht diesen Kreislauf: Das Gerinnsel verhindert den Blutfluss in einem Teil der Lunge. Dadurch kommt es zu einem Sauerstoffmangel, der den gesamten Körper belastet.

Wie ist das Herz betroffen?

Bei einer Lungenembolie muss das rechte Herz mehr Kraft aufwenden, um das Blut durch die verengten oder blockierten Lungenarterien zu pumpen. Diese Überlastung kann zu einer akuten Rechtsherzbelastung oder sogar einem Rechtsherzversagen führen. Je größer die Blockade, desto stärker die Belastung für das Herz. Außerdem sinkt durch die verminderte Sauerstoffaufnahme die Sauerstoffsättigung im Blut. Das Herz versucht, das auszugleichen, indem es schneller schlägt – eine Reaktion, die das Herz zusätzlich belastet. Bei schweren Fällen kann dies lebensbedrohlich sein.

Symptome, die das Herz betreffen:

  • Herzrasen: Das Herz schlägt schneller, um den Sauerstoffmangel auszugleichen.
  • Brustschmerzen: Oft als stechender Schmerz wahrgenommen, besonders beim Einatmen.
  • Schwindel oder Ohnmacht: Durch den Sauerstoffmangel kann die Versorgung lebenswichtiger Organe beeinträchtigt werden.
  • Atemnot: Ein typisches Symptom, das durch die eingeschränkte Lungenfunktion und die Belastung des Herzens verursacht wird.

Wie erfolgt die Behandlung?

Unbehandelt kann eine Lungenembolie zu einem Kreislaufkollaps oder sogar zum Tod führen. Deshalb ist es wichtig, bei Verdacht sofort einen Notarzt zu rufen. Moderne Behandlungsmethoden wie gerinnungshemmende Medikamente oder operative Verfahren können das Gerinnsel auflösen oder entfernen und die Belastung für das Herz reduzieren.

Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, lange Flugreisen oder Thrombosen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und die Behandlung von Grunderkrankungen wie Thrombosen sind wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung.

Die Lungenembolie zeigt eindrücklich, wie eng Herz und Lunge zusammenarbeiten. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung kann nicht nur die Gesundheit der Lunge, sondern auch die Herzfunktion schützen und Leben retten.

Sarkoidose des Herzens: Eine seltene, aber ernste Erkrankung

Die Sarkoidose ist eine entzündliche Erkrankung, bei der sich kleine Gewebeknötchen, sogenannte Granulome, in verschiedenen Organen bilden können. Betrifft sie das Herz, spricht man von kardialer Sarkoidose. Diese seltene Form der Erkrankung kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Herzgesundheit haben.

Was ist eine Sarkoidose?

Bei der kardialen Sarkoidose lagern sich Granulome im Herzgewebe ab. Dies kann die Funktion des Herzens beeinträchtigen, indem es zu Entzündungen, Vernarbungen oder einer Beeinträchtigung der elektrischen Reizleitung kommt. Betroffen sind häufig der Herzmuskel, die Herzklappen oder das Erregungsleitungssystem.

Die Beschwerden hängen von der Lokalisation und dem Schweregrad der Erkrankung ab. Typische Symptome sind:

  • Herzrhythmusstörungen: Unregelmäßiger Herzschlag bis hin zu gefährlichen Arrhythmien.
  • Herzschwäche: Erschöpfung, Atemnot und Leistungsminderung können auf eine eingeschränkte Herzfunktion hinweisen.
  • Brustschmerzen: Oft ausgelöst durch entzündliche Prozesse im Herzgewebe.
  • Schwindel oder Ohnmacht: Bei einer Beeinträchtigung des Erregungsleitungssystems kann die Blutversorgung gestört sein.

Wie wird eine Sarkoidose behandelt?

Die genaue Ursache der Sarkoidose ist bisher nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass eine Kombination aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen eine Rolle spielt. Die Diagnose erfordert eine umfassende Abklärung.

Die Therapie zielt darauf ab, Entzündungen zu reduzieren und die Herzfunktion zu stabilisieren. Dazu kommen häufig Kortikosteroide oder immunsuppressive Medikamente zum Einsatz. Bei schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen kann ein Herzschrittmacher oder Defibrillator notwendig sein.

Unbehandelt kann die kardiale Sarkoidose zu bleibenden Herzschäden oder sogar zum plötzlichen Herztod führen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung sind daher entscheidend, um die Lebensqualität zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.