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Spezialisierte Brustschmerzeinheit für akute Notfälle
Brustschmerzen können beängstigend sein, auch weil sie ein erstes Anzeichen für ernste Probleme wie einen Herzinfarkt oder eine Lungenembolie sein können. Die Chest-Pain-Unit (CPU; auf Deutsch Brustschmerzeinheit) bietet in solchen Situationen spezialisierte Hilfe. Sie ist ein besonderer Bereich innerhalb der Notaufnahme. Ihre Aufgabe: Die Ursachen von Brustschmerzen in kürzester Zeit zu analysieren und lebensrettende Maßnahmen einzuleiten. Moderne Diagnostik und ein speziell geschultes Team aus Fachkräften stellen sicher, dass Betroffene die bestmögliche Versorgung erhalten.
In den folgenden Abschnitten beschreiben wir Ihnen, welche Symptome auf ernste Herzprobleme hinweisen können, was Sie in einer Chest Pain Unit erwartet und wie diese arbeitet.
Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt oder andere akute Symptome sollten Sie niemals selbst zum Krankenhaus fahren. Rufen Sie sofort den Notruf 112 an. Der Rettungsdienst bringt Sie direkt in die nächstgelegene Notaufnahme oder Chest Pain Unit (CPU).
Zeit ist bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen entscheidend. Zögern Sie nicht, Hilfe zu suchen, auch wenn Sie unsicher sind. Eine frühe Abklärung kann Leben retten.
Brustschmerzen sind das bekannteste der Symptome, die mit ernsthaften Herzproblemen wie einem Herzinfarkt in Verbindung gebracht werden. Sie erfordern in der Regel eine sofortige Abklärung, beispielsweise in einer Chest Pain Unit (CPU). Es ist wichtig, sowohl typische als auch atypische Symptome von Herzproblemen zu kennen, um im Notfall schnell handeln zu können.
Bei Herzinfarkt oder anderen schweren Herzerkrankungen treten oft folgende Beschwerden auf:
Nicht immer sind die Symptome eindeutig. Gerade Frauen oder junge Menschen, Diabetes-oder Dialysepatient:innen zeigen oft atypische Beschwerden, wie:
Auch scheinbar weniger schwere Beschwerden, wie eine leichte Leistungsminderung oder das Gefühl, „nicht ganz fit“ zu sein, sollten Sie ernst nehmen, wenn Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Vorerkrankungen bestehen.
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Die Chest-Pain-Unit ist speziell darauf ausgelegt, Brustschmerzen schnell und präzise zu diagnostizieren und lebenswichtige Behandlungen einzuleiten. Der gesamte Prozess ist darauf optimiert.
Sobald Sie in der Chest Pain Unit (CPU) ankommen, nimmt die Sie untersuchende Ärztin oder der Arzt eine erste Einschätzung Ihrer Beschwerden vor. Dazu gehören eine ausführliche Befragung zu Ihren Symptomen und Vorerkrankungen sowie eine körperliche Untersuchung. Anschließend erfolgt in der Regel ein Elektrokardiogramm (EKG), um die elektrische Aktivität Ihres Herzens zu überprüfen. Darüber erhalten unsere Ärzt:innen Hinweise, ob ein Herzinfarkt oder andere Herzrhythmusstörungen vorliegen.
Zusätzlich entnimmt eine Fachkraft Blutproben, um spezifische Herzwerte zu messen. Mithilfe von modernen Labormethoden wie dem hs-Troponin-Test können sie selbst kleinste Herzmuskelschäden nachweisen. Diesen Test wiederholen unsere Fachkräfte meist über mehrere Stunden hinweg, um Veränderungen festzustellen.
Neben dem Elektrokardiogramm (EKG) und Blutuntersuchungen stehen in der Chest-Pain-Unit (CPU) weitere diagnostische Hilfsmittel zur Verfügung. So können unsere Mediziner:innen eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) vornehmen, um die Struktur und Funktion des Herzens zu beurteilen. Hierbei lassen sich beispielsweise Herzklappenprobleme oder eine eingeschränkte Pumpfunktion erkennen.
Falls notwendig, können unsere Ärzt:innen bei Asklepios auch Röntgenbilder oder eine Computertomografie (CT; spezielle 3D-Röntgenuntersuchung) hinzuziehen, um andere Ursachen wie eine Lungenembolie oder einen Einriss in der Hauptschlagader (Aortendissektion) auszuschließen. Diese Untersuchungen führen unsere Fachkräfte in enger Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen durch; sie sind in der Chest-Pain-Unit oft innerhalb kürzester Zeit verfügbar.
Zeigen die Untersuchungen, dass ein akuter Herzinfarkt vorliegt, leiten unsere Ärzt:innen unmittelbar eine Herzkatheteruntersuchung ein. Dabei öffnen sie das verschlossene Herzkranzgefäß, um die Durchblutung des Herzens wiederherzustellen. Andere akute Zustände, wie eine Lungenembolie, behandeln sie mit einer gezielten medikamentösen Therapie.
Für Patient:innen, bei denen keine bedrohliche Ursache festgestellt wird, erfolgt eine kontinuierliche Überwachung der Vitalparameter. Diese umfasst unter anderem Herzfrequenz, Blutdruck und Sauerstoffsättigung. So können unsere Fachkräfte Veränderungen früh erkennen und behandeln.
Nach Abschluss der Diagnostik und Behandlung entscheidet das Team, wie es weitergeht. Einige Patient:innen können nach Hause gehen, während andere zur weiteren Abklärung oder Behandlung auf eine Normal- oder Intensivstation verlegt werden. Unsere Expert:innen möchten Ihnen eine passgenaue Betreuung bieten und Sie so schnell wie möglich auf den Weg der Besserung bringen.
Brustschmerzen können zahlreiche Ursachen haben, von akuten Herzproblemen bis hin zu weniger schwerwiegenden Beschwerden. Die Chest-Pain-Unit (CPU) ist darauf ausgelegt, schnell und präzise zwischen lebensbedrohlichen und harmloseren Ursachen zu unterscheiden, um dann die passende Behandlung einzuleiten.
Eine der Hauptaufgaben der Chest-Pain-Unit (CPU) ist die schnelle Diagnose und Therapie von Herzinfarkten. Hierbei wird zwischen zwei Formen unterschieden: dem ST-Hebungsinfarkt (STEMI), bei dem meist ein großes Herzkranzgefäß vollständig verschlossen ist, und dem Nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI), bei dem die Durchblutung des Herzens eingeschränkt ist. In beiden Fällen zählt jede Minute, um den Herzmuskel vor weiteren Schäden zu bewahren.
Neben Herzinfarkten behandelt eine Chest Pain Unit auch andere akute Herzerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen oder eine Herzinsuffizienz. Bei diesen Erkrankungen kann es zu Symptomen wie Atemnot, Schwäche oder plötzlichem Herzrasen kommen. Auch akute Probleme mit implantierten Geräten wie Herzschrittmachern oder Defibrillatoren gehören zum Behandlungsspektrum einer CPU.
Nicht alle Brustschmerzen haben ein Herzproblem als Ursache. Deshalb untersucht eine Chest-Pain-Unit (CPU) auch, ob andere lebensbedrohliche Zustände vorliegen, zum Beispiel eine Lungenembolie, bei der ein Blutgerinnsel die Gefäße in der Lunge blockiert, oder ein Einriss in der Hauptschlagader (Aortendissektion). Beide Erkrankungen erfordern eine sofortige Behandlung.
Darüber hinaus können auch weniger akute Ursachen für die Schmerzen verantwortlich sein, zum Beispiel Probleme des Bewegungsapparates, eine Rippenfellentzündung oder Magen-Darm-Erkrankungen. Die CPU hilft dabei, die Ursachen der Brustschmerzen sicher zu diagnostizieren und gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten.
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Eine Chest-Pain-Unit (CPU) bietet eine hochspezialisierte Versorgung für Menschen mit akuten Brustschmerzen. Ihr Aufbau und Betrieb folgen strengen Standards, die von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert und in festgelegten Abständen rezertifiziert werden. Diese speziellen Einheiten verbessern nicht nur die Effizienz der Notfallversorgung, sondern tragen auch maßgeblich zur Sicherheit der Patient:innen bei.
Eine CPU ist darauf ausgelegt, Brustschmerzen so rasch wie möglich abzuklären. Durch standardisierte Abläufe und moderne Diagnostik per EKG oder Bluttests können die Ärzt:innen lebensbedrohliche Zustände wie Herzinfarkt oder Lungenembolie schnell erkennen oder ausschließen. Dies spart wertvolle Zeit, die bei kardiologischen Notfällen über Leben und Tod entscheiden kann. Auch die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen, etwa der Radiologie, ermöglicht eine zügige, zielgerichtete Diagnostik.
In CPUs arbeiten speziell geschulte Fachkräfte aus Kardiologie und Pflege zusammen. Die Mitarbeitenden verfügen über umfassende Erfahrungen in der Diagnostik und bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Spezialisierung stellt sicher, dass eine Chest Pain Unit (CPU) auch komplexe Krankheitsbilder kompetent behandeln kann. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie bietet dafür ein spezielles Curriculum zur CUP-Pflegeexpertin an. Patient:innen profitieren von dieser individuellen Betreuung, die sich nicht nur auf die akute Behandlung konzentriert; die Chest-Pain-Unit (CPU) hat natürlich auch die langfristige Verbesserung der Gesundheit im Blick.
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hat klare Anforderungen für die Zertifizierung von CPUs definiert. Das führt zu einer gleichbleibend hohen Qualität. Dazu gehören unter anderem eine 24/7-Verfügbarkeit eines Herzkatheterlabors, mindestens vier interventionell erfahrene Kardiolog:innen und speziell geschultes Pflegepersonal. Die Einhaltung dieser Standards überprüft die DGK regelmäßig.
Zudem unterstützen strukturierte Qualitätskontrollen wie das Deutsche CPU-Register die Weiterentwicklung. Dieses Register erfasst Daten aus Diagnostik und Therapie und deren Ergebnisse. Es hilft dabei, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen und so die Versorgung weiter zu optimieren. Für jeden Bürger ist auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in einem interaktiven Atlas ersichtlich, wo sich die nächste Chest-Pain-Unit befindet.
Durch diese Maßnahmen bieten Chest Pain Units (CPUs) eine spezialisierte Versorgung.
Ein Besuch in der Chest-Pain-Unit erfolgt fast immer unerwartet und in einer akuten Notfallsituation. Dennoch gibt es einige praktische Schritte, die Sie im Voraus beachten können, um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein. Insbesondere, wenn bei Ihnen bereits eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vorliegt, sollten Sie folgende Vorkehrungen zu treffen.
Einige Dokumente können den Fachkräften in der CPU helfen, Ihre Situation schneller einzuschätzen und die passende Behandlung einzuleiten. Halten Sie folgende Unterlagen für den Notfall griffbereit, zum Beispiel für Angehörige:
Auch wenn niemand einen Herznotfall erwartet, kann es sinnvoll sein, einige Maßnahmen im Voraus zu treffen:
Nach der Behandlung in der CPU sollten Sie die Empfehlungen der Fachkräfte genau befolgen.
Dazu gehören:
Bereits kleine gezielte Schritte nach einem Aufenthalt in der CPU können dazu beitragen, Ihre Gesundheit langfristig zu stabilisieren.
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Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und werden regelmäßig durch unsere Fachexpert:innen geprüft und aktualisiert. Sie ersetzen dennoch keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch Ärzt:innen, Psycholog:innen, Psychiater:innen oder andere medizinische Fachexpert:innen. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich jederzeit gerne an eine unserer Asklepios Kliniken, ambulanten Praxen und medizinischen Versorgungszentren in Ihrer Nähe oder an Ihre behandelnde Hausärztin oder Ihren behandelnden Hausarzt.