Marcel Luttermann
Stationsleitung
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie – Asklepios Klinik Nord – Wandsbek
Auf der Station W2 behandeln wir Patient:innen mit akuten oder chronischen psychotischen Erkrankungen. Psychosen können Wahrnehmung, Denken, Gefühle und Verhalten erheblich verändern und die Bewältigung des Alltags erschweren. In der akuten Krankheitsphase steht zunächst die Stabilisierung im Mittelpunkt. Darüber hinaus unterstützen wir Patient:innen dabei, die eigene Erkrankung besser zu verstehen, Rückfällen vorzubeugen und neue Perspektiven für den Alltag zu entwickeln. Die W2 ist eine offene, gemischtgeschlechtlich belegte Station. Die Unterbringung erfolgt in Ein- und Zweibettzimmern.
Wir behandeln unterschiedliche Formen psychotischer Erkrankungen. Dazu gehören insbesondere:
akute und chronische Psychosen
schizophrene Erkrankungen
schizophrenes Residuum
postschizophrene Depressionen
kurzdauernde psychotische Episoden
Die Behandlung wird individuell auf die Erkrankung, die aktuelle Situation und den Unterstützungsbedarf der Patient:innen abgestimmt.
Grundlage ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen. Zu unserem Therapieangebot gehören:
Bezugspflege
ärztliche und medikamentöse Behandlung
Psychotherapie
Psychoedukation
Ergotherapie
Sporttherapie
Physiotherapie
Soziotherapie
Freizeittherapie
Kochgruppe
Aromatherapie
Die psychoedukativen Angebote vermitteln Wissen über psychotische Erkrankungen und deren Behandlung. Sie sollen Patient:innen dabei unterstützen, die eigene Erkrankung besser einzuordnen und Möglichkeiten kennenzulernen, selbst Einfluss auf den weiteren Verlauf zu nehmen.
Zu Beginn der Behandlung geht es darum, die akute Krise möglichst schnell zu überwinden und psychische Stabilität zurückzugewinnen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vorbeugung erneuter Krankheitsphasen. Dazu kann neben psychotherapeutischen und anderen therapeutischen Maßnahmen auch eine medikamentöse Behandlung gehören.
Gemeinsam mit den Patient:innen arbeiten wir daran,
die individuelle Lebensqualität zu verbessern,
einen angemessenen Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln,
soziale Kontakte und Aktivitäten wieder aufzunehmen oder auszubauen,
persönliche Perspektiven für das Leben nach dem stationären Aufenthalt zu entwickeln.
Die weitere Versorgung nach dem stationären Aufenthalt wird bereits während der Behandlung mitgedacht.
Bei Bedarf beziehen wir außerklinische Angebote ein. Dazu gehören beispielsweise ambulante psychiatrische und psychosoziale Hilfen sowie Arbeits- und Rehabilitationsangebote. Ziel ist ein möglichst gut vorbereiteter Übergang aus der stationären Behandlung in den Alltag.
Psychotische Erkrankungen wirken sich häufig auch auf das familiäre und soziale Umfeld aus. Deshalb beziehen wir Angehörige – im Einverständnis mit den Patient:innen – in die Behandlung und die Planung der weiteren Versorgung ein.
Darüber hinaus bietet die Psychiatrie Wandsbek eine offene Angehörigengruppe für Menschen an, die eine psychisch erkrankte Person begleiten. Das Angebot steht auch Angehörigen offen, deren Bezugsperson nicht bei uns behandelt wird. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zur Unterstützung des therapeutischen Prozesses und der Nachsorge arbeitet die Station außerdem mit der Gruppe „Psychiatrie-Erfahrene“ zusammen.
Eine geplante stationäre Aufnahme auf die W2 kann direkt mit der Station vereinbart werden. Station W2 Asklepios Klinik Nord – Psychiatrie Wandsbek Jüthornstraße 71 22043 Hamburg
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