Station O31A: Schwerpunktbehandlung Abhängigkeit und Traumafolgestörungen
Station O31A
Schwerpunktbehandlung Stabilisierung bei Abhängigkeit und Traumafolgestörungen

Oberarzt Dr. Daniel Bader, Stationsleitung Marie Schipper
Auf der Station O31A behandeln wir Menschen, bei denen eine Abhängigkeit und eine Traumafolgestörung zusammenkommen. Neben einem qualifizierten Entzug liegt der Schwerpunkt auf der Stabilisierung. Bei Traumafolgestörungen können belastende Erinnerungen, starke innere Anspannung oder andere schwer auszuhaltende Symptome auftreten. Psychoaktive Substanzen werden dann mitunter genutzt, um diese Beschwerden kurzfristig erträglicher zu machen. Ziel der Behandlung ist es, den Substanzkonsum und andere selbstschädigende Verhaltensweisen zu reduzieren und neue Möglichkeiten im Umgang mit Belastungen zu entwickeln. Dabei arbeiten wir unter anderem mit dem Konzept „Sicherheit finden“. Die Behandlung verbindet den qualifizierten Entzug mit einer spezifischen psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung der psychotischen Erkrankung. Dabei berücksichtigen wir, welche Beschwerden aktuell im Vordergrund stehen und welche Unterstützung für die weitere Stabilisierung notwendig ist.
Für wen ist die Station geeignet?
Eine Behandlung auf der O31A kann insbesondere sinnvoll sein:
- bei einer Abhängigkeit und gleichzeitig bestehender Traumafolgestörung
- für einen qualifizierten Entzug von psychoaktiven Substanzen
- nach einem Rückfall
- in einer suchtbezogenen Krise
- wenn Substanzkonsum genutzt wird, um traumabezogene Belastungen oder starke innere Anspannung zu dämpfen
- wenn neben der Abhängigkeit weitere psychiatrische Begleiterkrankungen bestehen
Unser Therapieangebot
Die Behandlung wird individuell zusammengestellt. Zum Angebot der Station gehören:
- qualifizierter Entzug von psychoaktiven Substanzen
- Krisenintervention
- Rückfallunterbrechung
- Diagnostik und Behandlung psychiatrischer Begleiterkrankungen
- psychotherapeutische Einzelgespräche
- Therapiegruppen, unter anderem Psychoedukation und „Sicherheit finden“
- Bezugspflege
- Unterstützung bei der Tagesstrukturierung
- Üben alltagspraktischer Aufgaben
- Bewegungstherapie
- Kunsttherapie
- sozialarbeiterische Unterstützung
- Unterstützung bei der Organisation einer weiterführenden Behandlung
- Schuldnerberatung im Haus
Ergänzend werden auf der Station Akupunktur, Aromapflege und Lachyoga angeboten.
Stabilisierung bei Traumafolgestörungen
Im Mittelpunkt steht zunächst die Stabilisierung. Patient:innen lernen, eigene Belastungsreaktionen besser wahrzunehmen und alternative Möglichkeiten im Umgang mit Anspannung, Erinnerungen und anderen traumabezogenen Symptomen zu entwickeln.
Ein wichtiger Baustein ist das Konzept „Sicherheit finden“. Es verbindet die Behandlung von Traumafolgestörungen und Abhängigkeit und richtet den Blick besonders auf Verhaltensweisen, die kurzfristig entlasten, langfristig aber schaden können.
Die O31A ist damit keine klassische traumafokussierte Traumatherapie. Im Vordergrund stehen der qualifizierte Entzug und eine stabilisierende Behandlung, die Patient auf weitere therapeutische Schritte vorbereiten kann.
Wie geht es nach dem Aufenthalt weiter?
Bereits während der Behandlung klären wir gemeinsam, welche Unterstützung anschließend sinnvoll ist. Je nach persönlicher Situation kann das zum Beispiel eine medizinische Rehabilitation, eine ambulante psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung, die Weiterbehandlung in einer Psychiatrischen Institutsambulanz, ein therapeutisches Wohnangebot, eine Suchtberatungsstelle oder eine Selbsthilfegruppe sein.
Unsere Sozialarbeiter unterstützen bei der Planung und Organisation der weiteren Behandlung.
Kontakt
Aufnahmebüro
Telefon: 040 18 18 87-23 60
Telefonische Erreichbarkeit:
Montag bis Freitag: 10:00 bis 12:00 Uhr
Montag und Dienstag zusätzlich: 14:00 bis 16:00 Uhr
Für die Station O31A können Aufnahmetermine auch direkt online vereinbart werden.
Klinik für Abhängigkeitserkrankungen
Station O31A
Haus 3, 1. Obergeschoss
Langenhorner Chaussee 560
22419 Hamburg
Telefon: 040 18 18 87-26 67
Fax: 040 18 18 87-29 99
