Asklepios Klinik Nord - Heidberg

Hanseatisches-Cochlea-Implantat-Zentrum (HCIZ)

Hanseatisches Cochlea Implantat Zentrum

Cochlea-Implantat-Versorgung aus einer Hand

Im Hanseatischen Cochlea Implantat Zentrum, kurz HCIZ, bündeln die HNO-Abteilungen der Asklepios Kliniken Altona, Harburg, Heidberg und St. Georg ihre Expertise in der Cochlea-Implantat-Versorgung. Die Diagnostik ist standortübergreifend abgestimmt; die Infrastruktur für Implantation, Rehabilitation und Nachsorge befindet sich am Standort Heidberg. Das HCIZ gehört zu den größten Cochlea-Implantat-Zentren in Norddeutschland.

Seit 2022 ist das HCIZ nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie als CI-versorgende Einrichtung zertifiziert. Unsere Versorgung orientiert sich an den fachlichen Empfehlungen zur Cochlea-Implantat-Versorgung und umfasst den gesamten Weg von der Beratung und Diagnostik über die Operation bis zur Hörrehabilitation und lebenslangen Nachsorge.

Allgemeine Informationen dazu, wie ein Cochlea-Implantat funktioniert und wann es grundsätzlich eingesetzt werden kann, finden Sie in unserem Leistungsspektrum Cochlea-Implantat.

Das HCIZ auf einen Blick

  • gemeinsame Einrichtung der Asklepios HNO-Kliniken Altona, Harburg, Heidberg und St. Georg
  • Implantation, Rehabilitation und Nachsorge am Standort Heidberg
  • Versorgung von Erwachsenen und Kindern
  • spezialisierte audiologische und bildgebende Diagnostik
  • Implantate aller in Deutschland verfügbaren Hersteller
  • ambulante Basis- und Folgetherapie nach der Implantation
  • lebenslange medizinische, audiologische und technische Nachsorge
  • zertifizierte CI-versorgende Einrichtung seit 2022
  • Zusammenarbeit mit der CI-Selbsthilfe

Im Jahr 2024 wurden im HCIZ 66 Cochlea-Implantationen durchgeführt. Seit Gründung des Zentrums bis Ende 2024 waren es insgesamt 680 Implantationen. Aktuell betreut das HCIZ rund 800 Patient:innen in der Nachsorge.

Von der Beratung bis zur Entscheidung

Am Anfang steht ein ausführliches Beratungsgespräch am Standort Heidberg. Vorhandene Befunde, aktuelle Hörtests oder Anpassberichte des Hörakustikers können dabei bereits einbezogen werden.


Wenn eine Cochlea-Implantat-Versorgung infrage kommt, folgt ein eigener CI-Diagnostiktermin. Dazu gehören umfangreiche Untersuchungen des Hörens und Sprachverstehens sowie die Prüfung der Funktion des Hörnervs. Ergänzend erfolgen die erforderlichen bildgebenden Untersuchungen, insbesondere CT und MRT.


Anschließend besprechen wir die Ergebnisse ausführlich mit Ihnen. Dabei informieren wir auch über die verschiedenen verfügbaren Implantatsysteme und die anschließende Rehabilitation. Das HCIZ arbeitet mit allen auf dem deutschen Markt verfügbaren Cochlea-Implantaten. Sofern keine medizinischen Gründe für ein bestimmtes System sprechen, werden die Wünsche der Patient:innen bei der Auswahl berücksichtigt.

Cochlea-Implantate auch für Kinder

Auch Kinder mit hochgradiger Hörminderung oder Ertaubung werden im HCIZ betreut. Nach einem auffälligen Neugeborenenhörscreening kann in Heidberg die weiterführende spezialisierte Diagnostik erfolgen.

Bei entsprechender Indikation ist eine Cochlea-Implantation bereits im ersten Lebensjahr ab dem sechsten Lebensmonat möglich. Eltern betroffener Kinder können sich direkt am Standort Heidberg vorstellen. Bei Bedarf beziehen wir die Kolleg:innen aus Kinder- und Jugendmedizin und Neurologie auf kurzem Weg in die Diagnostik und Behandlung ein.

Damit ist das HCIZ zugleich ein wichtiger Partner von KinderHeidberg.

Unser Ziel

Bei der Behandlung von Erkrankungen der Schädelbasis steht nicht nur die Beseitigung oder Kontrolle der Erkrankung im Mittelpunkt. Ebenso wichtig ist es, Nerven, Blutgefäße und Sinnesfunktionen möglichst zu erhalten.

Die interdisziplinäre Planung ermöglicht es, unterschiedliche Behandlungsoptionen gegeneinander abzuwägen und ein individuelles Therapiekonzept zu entwickeln.

Operation und Rehabilitation

Vor dem geplanten Eingriff erfolgt ein weiterer ambulanter Termin zur Operations- und Narkoseaufklärung.

Dabei prüfen wir auch die vorliegenden Untersuchungsergebnisse noch einmal und bereiten die stationäre Aufnahme vor. Die Cochlea-Implantation erfolgt am Standort Heidberg in Vollnarkose.

Während des stationären Aufenthalts wird die Funktion des Implantats bereits kontrolliert.

Hören lernen: Rehabilitation nach der Implantation

Mit der Operation allein ist die CI-Versorgung nicht abgeschlossen. Entscheidend für den langfristigen Hörerfolg sind die individuelle Einstellung des Audioprozessors und ein gezieltes Hörtraining. Die Rehabilitation beginnt im HCIZ mit einer mehrtägigen Basistherapie. Dabei wird der Audioprozessor erstmals umfassend angepasst. Anschließend folgen weitere ambulante Therapie- und Anpassungstermine in zunehmenden Abständen.

Die Rehabilitation verbindet:

  • ärztliche Untersuchung
  • technische Anpassung des Cochlea-Implantats
  • audiologische Untersuchungen
  • logopädisches und audiotherapeutisches Hörtraining

2024 wurden am HCIZ 61 Basistherapien, 718 Folgetherapien und 303 Nachsorgetermine durchgeführt. Insgesamt kamen dabei 726 Stunden logopädisches und audiotherapeutisches Hörtraining zusammen.

Lebenslange Nachsorge

Auch nach Abschluss der eigentlichen Hörrehabilitation bleibt das HCIZ Ansprechpartner.

Die lebenslange Nachsorge dient dazu, die Hörentwicklung zu überprüfen, den Audioprozessor individuell anzupassen und die technische Funktion der Versorgung zu sichern.

Die weiteren Termine werden bereits im Rahmen der Erstanpassung geplant und im Nachsorgepass dokumentiert. Auch Patient:innen, die ihr Cochlea-Implantat an einem anderen Zentrum erhalten haben, können beispielsweise nach einem Umzug zur weiteren Nachsorge an das HCIZ wechseln.

Zweitmeinung

Eine zweite Meinung ist ausdrücklich möglich

Vor der Empfehlung für eine Implantation werden die Befunde im HCIZ mehrfach geprüft. Patient:innen können die abgeschlossene Diagnostik außerdem für eine zweite Expertenmeinung an einer anderen Klinik ihrer Wahl vorlegen.

Qualität

Das HCIZ veröffentlicht jährlich einen eigenen Qualitätsbericht. Darin werden unter anderem Implantationszahlen, verwendete Implantatsysteme, Komplikationen sowie Umfang von Rehabilitation und Nachsorge transparent dargestellt.

Grundlage der Versorgungsprozesse sind die Empfehlungen der einschlägigen Leitlinie zur Cochlea-Implantat-Versorgung und des darauf aufbauenden Weißbuchs der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie.

Austausch und Selbsthilfe

Zur langfristigen CI-Versorgung gehört für uns auch der Austausch mit Betroffenen und Selbsthilfeorganisationen. Seit 2016 unterstützt das HCIZ als Förderer der CI-Selbsthilfe die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft und steht in regelmäßigem Kontakt mit dem CI-Verband Nord.

Auf Wunsch nehmen wir unsere Patient:innen auch in unsere Einladungslisten für den mehrmals stattfindenden so genannten CI-Klönschnack mit auf. Regelmäßig treffen wir CI-versorgte Personen auf unserem Klinikgelände mit unseren Fachexpert:innen zum Austausch untereinander und zur Klärung von Fragen. Inzwischen ist eine feste Gemeinschaft aus diesen Treffen entstanden. 

Cochlea Implantat Sprechstunde am HCIZ - HNO

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie (Asklepios Klinik Nord - Heidberg)

Alle Versicherte

Mehr Infos
Rückruf anfragen

Sprechen Sie uns gern an

Das Chefarztsekretariat der HNO ist auch für Fragen rund um das HCIZ ansprechbar.

Jasmina Quandt

Chefarztsekretariat

Nachricht schreiben

Kontakt zum Sekretariat

Auch an das Sekretariat des Fachbereichs dürfen Sie sich gern wenden. 

Marie Witthöft

Sekretariat

Nachricht schreiben