
Heike Braun
Chefarztsekretariat
Schmerzen, Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Lähmungserscheinungen können auf eine Erkrankung oder Schädigung peripherer Nerven hinweisen. Wenn die Ursache mit den üblichen Untersuchungen nicht ausreichend geklärt werden kann, kann eine spezialisierte Magnetresonanztomografie der Nerven zusätzliche Informationen liefern. Mit der peripheren MR-Neurographie stellen wir in der Neuroradiologie der Asklepios Klinik Nord in Hamburg-Heidberg Nerven und ihre Umgebung hochauflösend dar. So können Veränderungen im Verlauf eines Nervs sichtbar gemacht und genauer lokalisiert werden.
Die Untersuchung erfolgt ohne Röntgenstrahlung und ergänzt je nach Fragestellung die neurologische und neurophysiologische Diagnostik.
Eine MR-Neurographie kann eingesetzt werden, wenn Beschwerden auf eine Erkrankung oder Schädigung eines peripheren Nervs hindeuten und eine weiterführende bildgebende Abklärung erforderlich ist.
Typische Beschwerden bei Erkrankungen peripherer Nerven können unter anderem sein:
• Schmerzen
• Kribbeln oder Taubheitsgefühle
• Muskelschwäche oder Lähmungserscheinungen
Ursachen solcher Beschwerden können beispielsweise Einengungen, Verletzungen, entzündliche Veränderungen oder Tumoren im Bereich eines Nervs sein.
Die MR-Neurographie ist eine spezielle Form der Magnetresonanztomografie. Mit hochauflösenden MRT-Sequenzen können periphere Nerven gezielt entlang ihres Verlaufs dargestellt werden. Dabei lassen sich nicht nur Veränderungen des Nervs selbst beurteilen. Auch umliegende Muskeln, Weichteile und andere anatomische Strukturen können sichtbar gemacht werden. Dies kann helfen, die Ursache und den genauen Ort einer Nervenschädigung einzugrenzen.
Die MR-Neurographie erfolgt wie eine Magnetresonanztomografie in einem MRT-Gerät. Welche Körperregion untersucht wird und welche speziellen Aufnahmen erforderlich sind, richtet sich nach den Beschwerden und der medizinischen Fragestellung.
Während der Untersuchung entstehen detaillierte Schnittbilder des betroffenen Nervs und seiner Umgebung. Eine Röntgenstrahlung wird dabei nicht eingesetzt.
Die MR-Neurographie ersetzt andere Untersuchungsverfahren nicht grundsätzlich, sondern ergänzt sie. Bei Erkrankungen peripherer Nerven werden abhängig von der Fragestellung beispielsweise auch klinisch-neurologische Untersuchungen, Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit, Elektromyografie oder Ultraschall eingesetzt.
Die bildgebenden Befunde können gemeinsam mit diesen Untersuchungsergebnissen dazu beitragen, Ursache und Lokalisation der Beschwerden genauer einzuordnen.

Chefarztsekretariat
Dr. Beate Schädlich
Kardiologie (Asklepios Klinikum Harburg)
Alle Versicherte