Arm-Lab
Funktion zurückgewinnen. Selbstständigkeit fördern. Lebensqualität steigern.
Arm-Lab – zurück zu Arm- und Handfunktion

Das Arm-Lab ist mehr als Training für Arm und Hand. Es ist ein Raum für Bewegung, Wahrnehmung, Motivation und neue Möglichkeiten.
Im ARM-Lab begleiten wir Patientinnen und Patienten auf dem Weg von keiner oder stark eingeschränkter Arm- und Handfunktion bis hin zur möglichst selbstständigen Alltagsbewegung.
Unser Ansatz ist leitlinienbasiert, strukturiert aufgebaut und individuell angepasst – und verbindet moderne Technologie mit therapeutischer Erfahrung und Motivation.
Ganz gleich, ob Bewegung erst angebahnt, unterstützt oder bereits sehr gezielt trainiert wird: Jede Bewegung zählt – und jede kann weiterentwickelt werden.
Für wen ist das Arm-Lab gedacht?
Das ARM-Lab richtet sich an Menschen mit neurologischen Erkrankungen, zum Beispiel nach
- Schlaganfall
- Schädel-Hirn-Trauma
- Querschnittlähmung
- degenerativen oder erworbenen neurologischen Erkrankungen
Egal, ob Arm und Hand sich noch gar nicht bewegen lassen oder bereits erste Funktionen vorhanden sind:
Wir holen jede Patientin und jeden Patienten genau dort ab, wo sie oder er steht.
Schrittweise zurück zur Bewegung
Die Therapie im Arm-Lab ist klar strukturiert und baut systematisch aufeinander auf:
- Von passiver Bewegung
- über assistive Unterstützung
- hin zu aktiver, eigenständiger Bewegung
Dabei arbeiten wir mit robotischen Endeffektoren, die gezielt Arm- und Handfunktionen trainieren.
So können Bewegungen präzise angeleitet, wiederholt und angepasst werden – von grobmotorischen Bewegungen bis hin zur feinen Hand- und Fingerkoordination.
Bewegung erleben – spielerisch und motivierend
Ein wichtiger Teil unseres Arm-Labs ist ein innovatives Bewegungs-Tracking-System, das mit spielerischen Elementen kombiniert wird. Ihre Bewegungen werden sichtbar gemacht, in spannende Aufgaben und Spiele eingebunden und direkt zurückgemeldet.
Das ermöglicht:
- Spielerisches Lernen
- Viele Wiederholungen für bessere Fortschritte
- Klare Erfolgserlebnisse
Viele Patient:innen entdecken hier zum ersten Mal, dass Bewegung wieder Spaß machen kann.
Sensorik gezielt verbessern
Neben der Motorik spielt auch das sensorische Erleben eine entscheidende Rolle.
Im ARM-Lab trainieren wir gezielt die Tiefensensibilität und Wahrnehmung der Hand, um Bewegungen wieder besser zu spüren, zu steuern und zu kontrollieren.
Spiegeltherapie neu gedacht
Ein besonderes Highlight im Arm-Lab ist unser neuer Ansatz der Spiegeltherapie, bei dem die Bewegung direkt aufgezeichnet und digital gespiegelt wird.
Dabei wird:
- Ihre Bewegung vom Therapeuten gefilmt,
- digital gespiegelt und
- präzise auf die betroffene Hand übertragen.
Das Gehirn „sieht“ die Bewegung so, als würde sie von der erkrankten Seite ausgeführt.
Dieses Training wirkt schon in der frühen Phase und kann die Aktivierung des Gehirns unterstützen – auch wenn noch keine aktive Bewegung möglich ist.
Force-Use neu interpretiert: Motivation statt Hemmung
Im Arm-Lab verfolgen wir einen innovativen Ansatz, bei dem der betroffene Arm gezielt herausgefordert wird. Der Fokus liegt dabei auf der aktiven Nutzung der betroffenen Seite.
Durch spielerische Aufgaben und motivierendes Feedback wird der betroffene Arm zunehmend aktiviert und in den Alltag integriert – positiv, alltagsnah und nachhaltig.
So wird der Patient ermutigt, den betroffenen Arm aktiv zu nutzen, ohne nur auf das Defizit fokussiert zu werden.
Wir sind stolz darauf, eines der ersten Systeme dieser Art anbieten zu können.
Hochrepetitiv, präzise und individuell
Ergänzend nutzen wir hochmoderne Systeme, die Muskelaktivität über Elektromyografie (EMG) erfassen.
Diese Signale können durch funktionelle Elektrostimulation (FES) unterstützt oder verstärkt werden.
So entsteht
- eine sehr hohe Wiederholungszahl,
- gezielte Aktivierung der Muskulatur und
- Training nach neuestem Stand der Technik.
Ihre Vorteile im Arm-Lab
Die Therapie im Arm-Lab verfolgt ein klares Ziel: Bewegung ermöglichen, verbessern und verfeinern – in jeder Phase der Rehabilitation. Patientinnen und Patienten profitieren dabei auf mehreren Ebenen:
Mehr Bewegung & größere Bewegungsfreiheit
- Erweiterung des Bewegungsausmaßes von Schulter, Arm und Hand
- Schonende Mobilisation bei stark eingeschränkter Beweglichkeit
- Erhalt und Ausbau vorhandener Bewegungen
Schmerzlinderung & Spastikreduktion
- Reduktion von schmerzbedingten Bewegungseinschränkungen
- Gezielte Vorbereitung und Regulation von Spastizitäten
- Harmonisierung von Muskelspannung und Bewegungsabläufen
Bewegung wieder anbahnen
- Unterstützung bereits bei fehlender oder minimaler Eigenbewegung
- Aktivierung neuronaler Strukturen durch wiederholte, geführte Bewegungen
- Frühes Training auch dann, wenn aktive Bewegung noch nicht möglich ist
Eigenbewegung ermöglichen & unterstützen
- Assistive Systeme helfen dort, wo Kraft oder Kontrolle noch fehlen
- Eigene Bewegungsimpulse werden erkannt, verstärkt und weitergeführt
- Förderung von Selbstwirksamkeit: „Ich bewege mich selbst.“
Bestehende Funktionen gezielt verbessern
- Training bereits vorhandener Bewegungen auf höherem Niveau
- Förderung von selektiver, präziser und koordinierter Bewegung
- Übergang von grobmotorischen zu feinmotorischen, alltagsnahen Bewegungen
Mehr Kontrolle, Sicherheit & Selbstständigkeit
- Verbesserung von Bewegungsqualität und -kontrolle
- Besseres Zusammenspiel von Kraft, Koordination und Wahrnehmung
- Unterstützung auf dem Weg zurück zu Alltagshandlungen und Selbstständigkeit
Motivation & positives Bewegungserleben
- Spielerisches Training mit direktem Feedback
- Sichtbare Fortschritte fördern Motivation und Durchhaltevermögen
- Therapie wird aktiv erlebt – nicht passiv „durchgeführt“.