Kolorektale- und Proktologische Chirurgie

Nahezu alle Operationen am Dickdarm und Rektum werden in unserer Klinik minimal-invasiv in Schlüssellochtechnik durchgeführt. Aus diesem Grund hat uns die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) als Kompetenzzentrum Koloproktologie zertifiziert.

"Kolorektale und Proktologische Chirurgie" Was ist das?

Die kolorektale Chirurgie bezeichnet die operative Behandlung des Dickdarms (Kolon) und Mastdarms (Rektums) – proktologische Chirurgie bezeichnet die operative Behandlung des Analkanals sowie des Afters.

In der Behandlung von Erkrankungen des Dick- und Enddarms verfügen unsere Fachärzte über langjährige Erfahrung und Expertise.

Dies umfasst Krankheiten wie:

  • Divertikulitis (entzündliche Ausstülpungen der Schleimhaut)
  • Morbus Crohn (chronische Entzündung im Magen-Darm-Trakt)
  • Colitis ulcerosa (Entzündung der Darmschleimhaut)
  • Hämorrhoiden, Abszesse, Schleimhautrisse des Schließmuskels, Fisteln
  • Funktionsstörungen des Beckenbodens (Darmschwäche, Inkontinenz, Auslass-Störung)
  • Bösartige Tumore im Bereich des Dick- und des Enddarms.

Hämorrhoiden, Abszesse, Analfisteln und Analfissuren

Hämorrhoiden im Stadium I und II behandeln wir konservativ mit Zäpfchen, Sklerosorierungen (Verödungen) oder Gummibandligaturen. In den fortgeschrittenen Krankheitsstadien III und IV operieren wir in der Regel  in klassischer Weise nach Milligan Morgan.

Abszesse im After aber auch Analfisteln müssen wir operativ behandeln.

Bei Analfissuren (Schleimhauteinrisse im After), die sehr schmerzhaft sind, ziehen wir zunächst die konservative Behandlung vor. Erst wenn diese Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, werden die Einrisse  unter Erhalt der Schließmuskelfunktion operiert.

Bei allen o. g. Operationen stehen für uns die Stuhlregulierung und eine adäquate Schmerztherapie unserer Patienten im Vordergrund.

Funktionsstörungen des Beckenbodens

Die Diagnostik und Therapie von Funktionsstörungen des Beckenbodens machen einen wichtigen Teil unserer Aufgaben aus. Symptome hierfür sind

  • Obstipation (Verstopfung, Auslassstörung) oder
  • Inkontinenz

Zunächst führen wir differenzierte Untersuchungen der Dickdarmfunktion (dynamische Röntgenuntersuchungen - Defäkografie) durch. Darüber hinaus erfolgt  eine Kernspintomografie (MRT) des Beckens und in jedem Fall eine Dickdarmspiegelung.

Neben allen klassischen Behandlungsmöglichkeiten bei Inkontinenz bieten wir auch die Sakralnervenstimulation an. Mit diesem Verfahren können wir die Kontinenzleistung mittels Stimulation der Nerven verbessern. Maßnahmen wie Beckenbodengymnastik, Biofeedback oder Elektrostimulation kommen jedoch ebenso zur Anwendung. Liegt eine Obstipation vor, wenden wir vor allem konservative Therapien wie z. B. Biofeedback an.

Wird dagegen ein Enddarmvorfall (Rektumprolaps) diagnostiziert, der für eine Verstopfung verantwortlich ist, nehmen wir in der Regel einen minimal-invasiven Eingriff vor.

Krebserkrankungen

Bei Krebserkrankungen des Dick- und Mastdarms können wir diese Tumore je nach Erkrankungsgrad häufig bereits durch eine Operation vollständig entfernen. Allerdings können vor allem bei Tumoren des Enddarms (Rektum) bereits vor der OP Zusatzbehandlungen wie Chemo- und Strahlentherapie notwendig sein.

Um die Heilung unserer Patienten bestmöglich zu verwirklichen, ziehen wir über das Tumor-Board regelmäßig weitere Spezialisten aus anderen Fachbereichen hinzu, denn die Erhaltung der höchstmöglichen Lebensqualität ist bei der Behandlung eines jeden Patienten unser erklärtes Ziel. Darüber hinaus verfügen wir als zertifiziertes Darmzentrum über hohe Qualifikation in der Behandlung von Darmtumoren.

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