M-KIS: die neue digitale Patientenakte bei Asklepios in Hamburg

Grafik: Illustration einer Ärztin mit Smartphone - digitale Patientenakte bei Asklepios

Auf dem Weg zum führenden digitalen Klinikkonzern führt Asklepios seit 2016 das Krankenhausinformationssystem der Firma Meierhofer in Hamburg ein. Eine riesige Chance für unsere Kliniken, denn im Krankenhaus der Zukunft liegen alle Daten strukturiert ab und der Behandlungsprozess ist transparent dokumentiert. Auf die aktuellen und vollständigen Patientendaten können die an der Behandlung beteiligten Ärzte und Pflegekräfte schnell, einfach und ortsunabhängig zugreifen. Somit ist auch ein reibungsloser Austausch der medizinischen Patienteninformationen mit vor- und nachgelagerten Leistungserbringern möglich. Die Digitalisierung macht nicht bei der Dokumentation halt. Strukturierte Daten ermöglichen IT-gestützte Entscheidungshilfen für Ärzte und helfen bei der Standardisierung von Behandlungsabläufen.

Jahrelang wurden patientenbezogene Daten und Informationen in Krankenhäusern in Papierakten dokumentiert. Die Folge: „Zettelpolitik“, erschwerte Bürokratie und die Problematik, dass die Mappen mitunter zwischen den Abteilungen weitergereicht werden mussten, was die Behandlungsprozesse teilweise unnötig verkomplizierte. Um das umständliche Prozedere aufzubrechen und die Abläufe zu optimieren, führte Asklepios 2016 ein neues, zentrales Krankenhausinformationssystem der Firma Meierhofer, kurz M-KIS, ein, das die analoge Patientenakte überflüssig macht und sämtliche patientenbezogenen Daten digital und rechtssicher verwaltet.

Erstmals eingeführt haben wir M-KIS 2017 im Westklinikum in Rissen. Die Pilotklinik prüfte die neue Software auf Herz und Nieren, sodass wir „Kinderkrankheiten“ frühzeitig identifizieren, und das System Schritt für Schritt für Asklepios optimieren konnten. Im weiteren Verlauf folgten 2018 die Asklepios Klinik Wandsbek und 2019 die Asklepios Kliniken St. Georg und Harburg. Bis 2021 werden noch die Kliniken Altona, Barmbek und Nord mit insgesamt rund 6000 Anwendern auf M-KIS umgestellt.

Vorteile von M-KIS

  • Mithilfe von M-KIS wollen wir unsere Mitarbeiter in Medizin und Pflege bei der gesetzlich vorgeschriebenen Dokumentation von Behandlungen und der Informationsbeschaffung über Patienten unterstützen und entlasten: medizinische Maßnahmen werden nahtlos nachvollziehbar und die Chancen für eine hochqualitative Patientenbetreuung verbessert. Weil die Unterlagen immer vollständig und sofort griffbereit sind, erhöhen wir die Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter, verhindern unnötige Wartezeiten und vereinfachen die Kommunikation auf allen Ebenen.
  • Die analoge Papierakte wird weitgehend überflüssig. Das schont die Umwelt.
  • Der gemeinsame Standard vereinfacht die Prozesse und sorgt dafür, dass Patienten klinikübergreifend optimal behandelt werden können.  

Wie funktioniert M-KIS in der Praxis?

Das elektronische Krankenhausinformationssystem begleitet den Patienten von der Aufnahme bis zu seiner Entlassung und berücksichtigt alle Bereiche der Patientenversorgung. Damit bildet es den gesamten Behandlungsprozess transparent ab und steigert so die Patientensicherheit. Der behandelte Arzt kann sich sicher sein, dass die Patientenakte vollständige ist und aller Ergebnisse auf dem aktuellsten Stand sind. Mit M-KIS eröffnen wir unseren Mitarbeitern nun die Möglichkeit, dass sich beispielsweise Ärzte verschiedener Abteilungen parallel über einen Patienten informieren können. Sie sind nicht länger auf das Weiterreichen einer Papierakte angewiesen – oder darauf, die Handschrift eines Kollegen entziffern zu können.

So hilft M-KIS dabei, die Dokumentationszeit zu reduzieren

Mithilfe von standardisierten Vorlagen, strukturierten Listen und systemseitige Plausibilitätskontrollen im neuen KIS können unsere Mitarbeiter Behandlungsschritte schnell und effizient in der digitalen Patientenakte erfassen. Das spart wertvolle Zeit und ermöglicht unseren Mitarbeitern, sich intensiver den Patienten zu widmen und mehr Zeit in die Behandlung zu investieren. Denn: Ärzte und Pflegekräfte verbringen laut Statistik mehr als ein Drittel ihrer Arbeitszeit mit der Dokumentation.

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