
Therapie, Pädagogik & Soziales
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Expert:innen im Bereich Therapie
Unser engagiertes und fachkundiges Therapeutenteam besteht aus über 50 Mitarbeiter:innen, die unsere Patient:innen tagtäglich auf Station begleiten und unterstützen dürfen.
Dabei legen wir großen Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Berufsgruppen. Jede Therapie soll individuell abgestimmt sein und orientiert sich an den Fähigkeiten, Bedürfnissen und Zielen der Patient:innen. Die Therapieerfolge werden dabei stetig überprüft und Behandlungspläne bei Bedarf angepasst.
Unsere Arbeit zielt darauf ab, die Selbstständigkeit und Selbstbestimmung und damit letztendlich die Lebensqualität der Patient:innen in einem möglichst hohen Maß zu fördern und zu verbessern, um im besten Fall eine umfassende Wiedereingliederung in das alltägliche Leben zu garantieren.
Gerade nach neurologischen Erkrankungen, beispielsweise nach einem Schlaganfall, ist ein frühzeitiger Therapiebeginn entscheidend für den weiteren Verlauf. Die Physiotherapie bildet dabei einen zentralen Bestandteil unseres therapeutischen Angebots. Durch den Einsatz moderner neurologischer Behandlungskonzepte (z.B. Therapie nach Bobath) unterstützen wir unsere Patientinnen und Patienten dabei, verlorengegangene Bewegungsabläufe neu zu erlernen und ihre Selbstständigkeit im Alltag schrittweise zurückzugewinnen.
In den ersten 24h nach Aufnahme erfolgt eine ausführliche erste Befundung. In dieser werden unter anderem funktionelle Fähigkeiten und vorhandene Ressourcen überprüft, an Hand derer ein individuell angepasster Behandlungsplan mit klar definierten Therapiezielen erstellt wird und der in jedem Fall an die Bedürfnisse der/des jeweiligen Patientin/Patienten orientiert ist.
Unsere Therapien finden sowohl in speziell ausgestatteten Therapieräumen als auch direkt am Patientenbett statt. Therapieeinheiten dauern in der Regel 30 Minuten. In der B-Phase wird die Behandlung meist im Co-Therapie-Setting mit zwei Therapeut:innen durchgeführt, während in der C-Phase, je nach Bedarf, überwiegend Einzeltherapien stattfinden.
Um den Therapieerfolg bestmöglich zu unterstützen, setzen wir gezielt moderne Technologien ein. Dazu gehören unter anderem robotergestützte Systeme zur Gangrehabilitation (z.B. das G-EO System) sowie zur Arm- und Handrehabilitation (z.B. das IVS 3 Spiegeltherapiegerät oder der Armeo®Spring).
Diese ermöglichen ein intensives, individuell anpassbares Training und fördern durch hochfrequentierte Therapiesequenzen gezielt die Anpassungsprozesse des Nervensystems (Neuroplastizität).
Unsere speziell weitergebildeten Fachkräfte unterstützen Patientinnen und Patienten mit neurologischen und pneumologischen Erkrankungen gezielt bei der Verbesserung ihrer Atemfunktion. Die Atmungstherapie umfasst Diagnostik und Behandlung von Störungen der Atmung, des Hustens und des Schluckens sowie ein professionelles Sekretmanagement. Dabei kommen sowohl manuelle als auch gerätegestützte Verfahren zum Einsatz.
In der Ergotherapie haben wir die Möglichkeit mit den Patient:innen die Teilhabe am Stationsalltag individuell zu fördern. Aktivitäten werden geübt, nötige Funktionen und Strukturen analysiert und geformt. Das Wasch- und Anziehtraining, die Frühstücksbegleitung, das Familientraining sowie die Hilfsmittelversorgung ermöglichen uns im direkten Umfeld des Patienten oder der Patientin zu agieren. Zusätzlich bieten wir ein breites Spektrum ergotherapeutischer Gruppen (in der Phase-C) an,
bestehend aus: Feinmotoriktraining, Sensibilitätsgruppe, computergestütztes Armtraining sowie ein Arm-Zirkeltraining.
In der Sprachtherapie besteht unser Ziel darin, für alle Patient:innen die bestmögliche Förderung zu finden, um die verlorenen Fähigkeiten wieder zu erlangen, bzw. die verbliebenen Fähigkeiten optimal zu nutzen. Im Rahmen von Einzel- und Gruppentherapie (in der Phase-C) setzte wir moderne Diagnose- und Therapieverfahren, sowie tabletgestützte Therapieprogramme ein.
Unsere Behandlungsschwerpunkte bestehen aus:
Neurologische Erkrankungen gehen häufig nicht nur mit körperlichen und motorischen Veränderungen einher, sondern können auch geistige, emotionale und soziale Fähigkeiten beeinträchtigen.
Die Neuropsychologie ist ein Spezialgebiet der Psychologie, das sich mit den Funktionen des Gehirns und deren Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten beschäftigt. Dazu zählen unter anderem Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Denkvermögen, Sprache, Wahrnehmung, visuelle Fähigkeiten sowie motorische Fertigkeiten. Auch Veränderungen der Persönlichkeit, des Verhaltens und der emotionalen Belastbarkeit können im Rahmen neurologischer Erkrankungen auftreten.
Ein besonderer Schwerpunkt der Neuropsychologie liegt in der Diagnostik und Behandlung von Funktionsstörungen, die infolge von Erkrankungen oder Unfällen des Gehirns entstehen. Ziel der neuropsychologischen Therapie ist es, Beeinträchtigungen gezielt zu behandeln, vorhandene Fähigkeiten zu stärken und die bestmögliche Teilhabe am Alltag zu fördern.
Die neuropsychologische Diagnostik bildet – neben der klinischen Verhaltensbeobachtung – eine wesentliche Grundlage, um sowohl Beeinträchtigungen als auch vorhandene Ressourcen zu erfassen. Unsere Patient:innen werden dabei in ruhiger Atmosphäre von einer Bezugstherapeutin untersucht.
Auf Basis der Ergebnisse werden individuelle Behandlungskonzepte nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt. In engem interdisziplinärem Austausch mit den weiteren Berufsgruppen werden Therapieziele gemeinsam abgestimmt, individuell festgelegt und im Verlauf kontinuierlich überprüft. Dabei stehen stets die persönlichen Bedürfnisse, Lebensumstände und Ziele unserer Patient:innen im Mittelpunkt.
Im Rahmen der neuropsychologischen Diagnostik werden unter anderem folgende Funktionsbereiche untersucht:
Wir begleiten unsere Patient:innen bereits in einem frühen Stadium der Rehabilitation und besuchen wache sowie kontaktfähige Patient:innen frühzeitig auf den Stationen.
Die Inhalte der neuropsychologischen Therapie orientieren sich an den festgestellten Funktionseinschränkungen, den individuellen Fähigkeiten sowie der aktuellen Belastbarkeit unserer Patient:innen. Ziel ist es, frühzeitig vorhandene Ressourcen zu fördern, Beeinträchtigungen gezielt zu behandeln und die weitere Rehabilitation bestmöglich zu unterstützen.
In der frühen Phase stehen insbesondere folgende Therapieziele im Vordergrund:
Die Erkrankung eines nahestehenden Menschen stellt auch für Angehörige eine große emotionale Belastung dar. Viele Familien wünschen sich in dieser Situation kompetente psychologische Unterstützung und Begleitung.
Die Mitarbeitenden der Abteilung Neuropsychologie bieten Angehörigen daher persönliche Beratungsgespräche an und stehen ihnen während des Aufenthalts unterstützend zur Seite.

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