Geschichte unserer Klinik
Geschichte unserer Klinik
Von der Lungenheilstätte zur modernen Spezialklinik
Geschichte der Asklepios Fachklinik Hohwald
Die Geschichte der heutigen Asklepios Fachklinik Hohwald reicht bis in die Zeit des Deutschen Kaiserreichs zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts war Tuberkulose eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Zur Behandlung der Erkrankung entstanden deutschlandweit Lungenheilstätten – bevorzugt in waldreichen Regionen mit sauberer Luft und ruhiger Umgebung.

Gründung der Lungenheilstätte (1902–1905)
Zwischen 1902 und 1905 errichtete die damalige Landesversicherungsanstalt Sachsen im Hohwald ihre erste Lungenheilstätte. Die Lage mitten im Wald auf rund 400 Metern Höhe bot ideale Voraussetzungen für die damalige Tuberkulosetherapie. Mit 270 Betten war die Einrichtung seinerzeit die größte Männer-Lungenheilstätte Deutschlands.
Die Behandlungsmöglichkeiten orientierten sich zunächst an den medizinischen Erkenntnissen der Zeit: Frischluft- und Liegekuren standen im Mittelpunkt der Therapie. Später kamen chirurgische Verfahren sowie ab den 1940er Jahren die ersten wirksamen Medikamente gegen Tuberkulose hinzu.
Die Klinik in Kriegs- und Nachkriegszeiten
Der Zweite Weltkrieg brachte erhebliche Einschnitte mit sich: Personalmangel, Versorgungsengpässe und Flüchtlingsströme prägten den Klinikalltag. Nach Kriegsende musste die Klinik zeitweise schließen, bevor der Wiederaufbau begann.
Mit den Fortschritten in der medikamentösen Behandlung der Tuberkulose wandelte sich auch die medizinische Ausrichtung der Einrichtung zunehmend. Moderne diagnostische Verfahren und neue therapeutische Möglichkeiten hielten Einzug in den Klinikbetrieb.
Wandel zur orthopädischen Fachklinik
1975 fiel die Entscheidung, die ehemalige Lungenheilstätte in eine orthopädische Rehabilitationsklinik umzuwandeln. Daraus entstand die „Bezirksklinik für Orthopädie und Rehabilitation“. Ziel war eine umfassende Versorgung von Patient:innen mit Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Bereits ab 1977 wurden erste orthopädische Operationen durchgeführt. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Klinik kontinuierlich weiter – unter anderem mit der Einführung der Hüftendoprothetik und dem Ausbau rehabilitativer Angebote. 1985 erhielt die Einrichtung den Status eines Fachkrankenhauses.
Entwicklung nach der Wiedervereinigung
Nach der deutschen Wiedervereinigung begann eine Phase tiefgreifender Veränderungen. 1992 wurde die Klinik neu strukturiert und die Orthopädie sowie Rheumaorthopädie gezielt ausgebaut.
1998 übernahm die Asklepios Kliniken GmbH die Klinik. Damit begann eine nachhaltige Modernisierung des Standorts. Neue Operationssäle, moderne Intensivbereiche und umfassende Sanierungsmaßnahmen schufen die Grundlage für die heutige Leistungsfähigkeit der Klinik.
Impressionen: Historische Bilder

Hohwald war mit 270 Betten die größte Männerheilanstalt Deutschlands für tuberkulosekranke Männer.



Ärzteteam 1949

Bild von ehemaligen Mitarbeitern der Heilstädte
