Schulter- und Kniesprechstunde
Dr. med. Bernd Hantke
Orthopädie (Asklepios Fachklinik Hohwald)
Alle Versicherte
Schulterschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben. Häufig lassen sich Erkrankungen des Schultergelenks mit einer konservativen Behandlung, also ohne Operation, gut behandeln. Wenn diese Behandlung nicht ausreichend hilft oder eine schwere Verletzung vorliegt, kann eine Operation erforderlich sein. In der Fachklinik Hohwald behandeln wir ein breites Spektrum von Erkrankungen und Verletzungen der Schulter – von der Schulterluxation nach einem Unfall bis hin zu Verschleißerkrankungen wie der Schulterarthrose. Dabei prüfen wir sorgfältig, welche Behandlung für Ihre Beschwerden und Ihren individuellen Befund geeignet ist. Zu den Krankheitsbildern, die wir in der Fachklinik Hohwald behandeln, gehören unter anderem:
Beim Impingement-Syndrom werden Sehnen oder Schleimbeutel im Bereich unter dem Schulterdach eingeengt. Dadurch können insbesondere bei Bewegungen über Kopf Schmerzen entstehen.
Die Rotatorenmanschette besteht aus mehreren Muskeln und Sehnen, die für die Beweglichkeit und Stabilität der Schulter wichtig sind. Ein Riss kann durch einen Unfall oder durch Verschleiß entstehen.
Bei einer sehr großen Rotatorenmanschettenruptur können die gerissenen Sehnen unter Umständen nicht mehr rekonstruiert, also wieder am Knochen befestigt werden. In bestimmten Fällen kann dann ein sogenannter subakromialer Abstandshalter eingesetzt werden.
Der InSpace®-Abstandshalter kann dabei helfen, die Funktion der Schulter zu verbessern und Beschwerden zu reduzieren. Ob dieses Verfahren geeignet ist, hängt vom individuellen Befund ab.
Bei einem nicht mehr reparierbaren Schaden der Rotatorenmanschette kann sich eine sogenannte Defektarthropathie entwickeln. Dabei gehen ein ausgeprägter Schaden der Rotatorenmanschette und Veränderungen des Schultergelenks miteinander einher. Welche Behandlung in diesem Fall sinnvoll ist, wird individuell geprüft.
Auch die lange Bizepssehne kann durch Verschleiß oder Verletzungen Beschwerden und Bewegungseinschränkungen verursachen.
Dabei springt der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne. Wir behandeln vordere und hintere Schulterluxationen sowie in Einzelfällen multidirektionale Instabilitäten.
Das Akromioklavikulargelenk ist das sogenannte Schultereckgelenk (AC-Gelenk).
Es verbindet:
Zu den Erkrankungen dieses Gelenks zählen insbesondere Verschleißerscheinungen aber auch Verletzungen.
Eine besonders langwierige Erkrankung kann die Frozen Shoulder, also die Schultersteife, sein. Dabei ist die Beweglichkeit des Schultergelenks teilweise erheblich eingeschränkt und häufig mit Schmerzen verbunden.
In geeigneten Fällen bieten wir eine stationäre konservative Behandlung an. Dabei wird das Schultergelenk gezielt mobilisiert und gleichzeitig eine wirksame Schmerzbehandlung durchgeführt. Hierfür kann ein spezieller Schmerzkatheter eingesetzt werden.
So kann es gelingen, die Beweglichkeit der Schulter zu verbessern und den häufig langwierigen Krankheitsverlauf zu verkürzen. Eine Operation ist bei einer Frozen Shoulder nur in besonders hartnäckigen Fällen erforderlich.
Durch den Verschleiß des Gelenkknorpels können Schmerzen und eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit entstehen.
Bei einer weit fortgeschrittenen Schulterarthrose können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr ausreichend helfen, kann eine Schulterprothese eine geeignete Behandlungsmöglichkeit sein.
In der Fachklinik Hohwald kommen je nach Erkrankung und individuellem Befund moderne anatomische oder inverse Schulterprothesen zum Einsatz.
Welche Prothese geeignet ist, hängt unter anderem vom Zustand des Schultergelenks und der Rotatorenmanschette ab. Die Entscheidung für einen Gelenkersatz wird daher individuell nach sorgfältiger Untersuchung und Beratung getroffen.
Nicht jede Schultererkrankung muss operiert werden. Wenn es medizinisch sinnvoll ist, behandeln wir zunächst konservativ. Je nach Krankheitsbild können beispielsweise eine gezielte Bewegungstherapie, Schmerzbehandlung oder weitere konservative Maßnahmen eingesetzt werden. Eine Operation empfehlen wir nur, wenn sie medizinisch sinnvoll ist und eine konservative Behandlung nicht ausreichend hilft. Die Entscheidung für oder gegen eine Operation treffen wir nach einer sorgfältigen Untersuchung und unter Berücksichtigung Ihrer Beschwerden, Ihres Befundes und Ihrer individuellen Situation.
In unserer Schultersprechstunde können Sie Ihre Beschwerden und offene Fragen mit unseren Spezialisten besprechen. Dabei informieren wir Sie über mögliche Therapieoptionen und erläutern, ob eine konservative oder operative Behandlung für Sie infrage kommt.
Seit unserer ersten Schulterarthroskopie im Jahr 1994 konnten wir umfangreiche Erfahrungen mit dieser minimalinvasiven Operationsmethode sammeln.
Bei einer Arthroskopie, auch Gelenkspiegelung genannt, werden über kleine Hautschnitte eine Kamera und spezielle Instrumente in das Schultergelenk eingebracht. Dadurch können viele Eingriffe mit möglichst kleinen Zugängen durchgeführt werden.
Unser operatives Spektrum reicht vom Impingement-Syndrom und der Behandlung von Schulterluxationen bis hin zur Versorgung komplexer Rotatorenmanschettenrupturen. Je nach Krankheitsbild und Befund kommen arthroskopische oder offene Operationsverfahren zum Einsatz.
In unserer Schultersprechstunde können Sie Ihre Beschwerden und offene Fragen mit unseren Spezialisten besprechen. Dabei informieren wir Sie über mögliche Therapieoptionen und erläutern, ob eine konservative oder operative Behandlung für Sie infrage kommt.
Dr. med. Bernd Hantke
Orthopädie (Asklepios Fachklinik Hohwald)
Alle Versicherte
Moderne Schulterprothesen können Schmerzen lindern und die Beweglichkeit des Schultergelenks verbessern. Die Fachklinik Hohwald verfügt seit 1994 über umfassende Erfahrung in der Schulterendoprothetik und setzen unterschiedliche Prothesensysteme ein – auch bei komplexen Befunden und ausgeprägten Knochendefekten. Wir setzen auf innovative und individuelle Lösungen für Ihre Schulter
Seit 2018 setzen wir die MIRAI® Schulterprothese der Firma Permedica ein. Eine Besonderheit dieses Systems ist die sogenannte Inversion der Gleitpaarung: Bei der Prothese besteht das Inlay der Gelenkpfanne aus einem speziellen Metall, während der Prothesenkopf am Oberarm aus Vitamin-E-verstärktem Polyethylen gefertigt ist. Die verwendeten Komponenten sind antiallergen.
Die umgekehrte Materialkombination soll insbesondere den Abrieb und damit mögliche Ursachen für eine spätere Lockerung reduzieren. Unsere bisherigen klinischen Erfahrungen mit diesem System sind sehr ermutigend.
Ein weiterer Vorteil der MIRAI® Prothese ist ihre hohe Modularität. Sollte es beispielsweise im weiteren Verlauf zu einem Versagen der Rotatorenmanschette kommen, kann eine anatomische Schulterprothese in eine inverse Schulterprothese umgewandelt werden. Dabei können die bereits fest im Knochen verankerten Basiskomponenten in vielen Fällen erhalten bleiben. Gerade am relativ kleinen Schultergelenk kann dies einen wichtigen Vorteil darstellen.
Für die inverse Schulterendoprothetik verwenden wir außerdem die SMR-Prothese der Firma Enovis, ein etabliertes Prothesensystem in diesem Bereich.

Bei besonders ausgeprägten knöchernen Defekten können Standardimplantate an ihre Grenzen kommen. Für solche Situationen stehen heute individuell gefertigte Implantate zur Verfügung.
Im Jahr 2025 konnten wir erstmals eine individuell angefertigte Pfannenprothese aus dem 3-D-Druck bei einem sehr jungen Patienten mit einem ausgeprägten knöchernen Defekt der Schulterpfanne implantieren. Diese individuell geplanten Implantate sind aufwendig und kostenintensiv und kommen daher insbesondere bei komplexen knöchernen Defekten zum Einsatz.
Von der anatomischen bis zur inversen Schulterprothese und in besonderen Fällen bis hin zu individuell gefertigten 3-D-Implantaten: Unsere langjährige Erfahrung und die unterschiedlichen verfügbaren Prothesensysteme ermöglichen eine individuelle Versorgung auch bei komplexen Erkrankungen und Verletzungen des Schultergelenks.
Welche Schulterprothese geeignet ist, hängt unter anderem von der Knochenqualität, dem Zustand der Rotatorenmanschette und der individuellen Gelenksituation ab. Gemeinsam besprechen wir mit Ihnen, welches Verfahren für Ihre Situation infrage kommt.
Unser Ziel ist es, für Ihre Schulterbeschwerden die passende Behandlung zu finden – möglichst ohne Operation, wenn dies medizinisch sinnvoll ist, und mit einem operativen Eingriff, wenn dieser notwendig und erfolgversprechend ist.
In unserer Schultersprechstunde nehmen wir uns Zeit für Ihre Beschwerden, untersuchen Ihre Schulter und besprechen mit Ihnen die möglichen Behandlungsmöglichkeiten.
Sie haben Schulterschmerzen, eine Schulterverletzung oder leiden unter eingeschränkter Beweglichkeit? Lassen Sie Ihre Beschwerden in unserer Schultersprechstunde fachärztlich abklären.

komm. ärztlicher Direktor
Orthopädie