
Institutsleitung
PD Dr. med. univ. Elvira Stacher-Priehse
Pathologie
Seit über 50 Jahren besteht in unserer Klinik eine eigene, auf Erkrankungen der Lunge hochspezialisierte Abteilung für Pathologie. In der Pathologie werden Gewebeproben und Körperflüssigkeiten unter dem Mikroskop untersucht. Mit Hilfe moderner Techniken ist es möglich aus kleinsten (oft nur unter 1 mm großen) Proben, die beispielsweise bei Bronchoskopien entnommen werden, eine Vielzahl an Informationen zu erhalten. So wird festgestellt, ob es sich um eine gut- oder bösartige Erkrankung handelt. Bei Krebserkrankungen wird durch die Bestimmung des Tumortyps eine Prognoseabschätzung ermöglicht.
In den letzten Jahren hat die Rolle der Pathologie durch die Entwicklung neuer Medikamente zur Behandlung bestimmter Krebsarten eine entscheidende Wandlung erfahren: Mittels immunhistochemischer und molekularpathologischer Untersuchungsmethoden wird in der Pathologie anhand der Gewebeproben bestimmt, welche Therapie für den einzelnen Patienten oder Patientin am besten ist.
Eine weitere wichtige Aufgabe der Pathologie ist die Schnellschnittuntersuchung, die während der Operation durchgeführt wird. Innerhalb weniger Minuten wird eine Diagnose erstellt, die das weitere chirurgische Vorgehen unmittelbar mitbestimmt - die Pathologie wird dadurch zum „Lotsen“ der Therapie.
Die Pathologie ist ein unverzichtbarer Partner in interdisziplinären Fallbesprechungen. Hier werden in intensivem fachlichen Austausch mit den behandelnden Ärzt:innen die besten Therapieoptionen für die Patient:innen festgelegt. Dies ist nicht nur für Tumorpatient:innen von großer Wichtigkeit, auch bei den interstitiellen Erkrankungen der Lunge (sogenannten „Gerüsterkrankungen“) ist es unabdingbar, im Rahmen einer interdisziplinären Konferenz unter Zusammenschau aller Befunde die Therapie festzulegen. Diese enge, abteilungsübergreifende Zusammenarbeit ist essentiell für die optimale Betreuung unserer Patient:innen.
Die pathologische Diagnose steht bei vielen Erkrankungen am Anfang – sie ist die Basis für eine zielführende Therapie.

Institutsleitung
Pathologie
Wir übernehmen eine wesentliche Rolle bei der überregionalen Behandlung von Patient:innen mit Lungenerkrankungen.
Patienten, die länger als sieben Tage invasiv (über Tubus/Trachealkanüle) beatmet werden oder eine verlängerte und komplizierte Entwöhnungsphase haben, benötigen eine intensive Betreuung. In unserer Weaning-Einheit sind wir auf die Behandlung langzeitbeatmeter Patienten ausgerichtet. Mit einem spezialisierten und multiprofessionellen Team aus Ärzten und Pflegern können wir in flexiblen Weaning-Einheiten auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten eingehen. Wir begleiten Sie durch alle Phasen der Entwöhnung. Dazu stehen uns modernste Geräte für spezielle Beatmungsverfahren zur Verfügung. Selbstverständlich bieten wir zusätzliche Leistungen wie Sekretmanagement und Muskeltraining an.